Durchblutungsstörungen und Krampfadern Teil 3
Als vorbeugende Maßnahmen sollten bei Bestehen von Krampfadern das Tragen von abschnürenden Strumpfhaltern, Socken und Hosen vermieden werden. Wichtig ist auch eine Verbesserung der Venenzirkulation durch zweckmäßige und gesunde Schuhe.
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Inhaltsverzeichnis |
Vorbeugung von Krampfadern und Durchblutungsstörungen
Der Förderung des venösen Abflusses dienen all die Maßnahmen, die von seiten des Orthopäden zur Kräftigung des Haltungs- und Bewegungsapparates empfohlen werden, wie zum Beispiel Fußgymnastik, kühle Bäder, Barfußgehen usw. Daneben muss wie bei allen Durchblutungsstörungen auf eine geregelte Lebensweise geachtet werden. Missbrauch von Alkohol und Nikotin (Rauchen) wirken beim Vorliegen von Gefäßerkrankungen immer schädlich.
Symptome von Arterienverkalkung
Im Gegensatz zu den Venenerkrankungen kommt es bei den Erkrankungen der Arterien nicht zu einer Erweiterung, sondern meist zu einer Verengung des Gefäßdurchmessers. Bei ungünstigem Verlauf kann der arterielle Blutstrom fast völlig unterbrochen werden. Ursache für die Gefäßverengung sind häufig Entzündungsvorgänge wie beispielsweise Typhus und Fleckfieber. In anderen Fällen entstehen Gefäßwandschädigungen durch Ablagerung krankhafter Stoffwechselprodukte (Plaque). Solche Veränderungen findet man bei Arterienverkalkung (Arteriosklerose) und Gicht oder in seltenen Fällen bei Zuckerkrankheit (Diabetes).
Durch die Verminderung der Blutzufuhr entsteht im Versorgungsbereich des Gefäßes ein Mangel an Sauerstoff, der heftige Schmerzen auslösen kann. Ein typisches Zeichen gestörter arterieller Durchblutung des Beines ist das sogenannte intermittierende Hinken. Der Betroffene beobachtet dabei, dass nach einer gewissen Anzahl von Schritten zunehmende Schmerzen in der Muskulatur der Unterschenkel auftreten, die sich so verstärken, dass er schließlich zum Stehenbleiben gezwungen ist.
Nach einer kurzen Ruhepause hat sich dann der Sauerstoffmangel aus dem geringen Angebot wieder ausgeglichen. Mancher Patient klagt auch über ständiges Kältegefühl der Füße und über das Gefühl von eingeschlafenen Füßen. Bei starker Verminderung der arteriellen Durchblutung entstehen schlecht heilende Wunden an den Zehen. Die Hauttemperatur ist bei Verengung von Arterien in deren Versorgungsgebiet meist deutlich herabgesetzt, da das arterielle Blut der Arme, Hände, Beine und Füße auch Wärme zuführt.
Behandlung von Durchblutungsstörungen
Durch eine Vielzahl von Medikamenten ist es möglich, bei arteriellen Durchblutungsstörungen das verengte Gefäß oder das in der Nachbarschaft liegende Begleitgefäß zu erweitern, so dass die Durchblutungsnot und damit der Sauerstoffmangel der Gewebe behoben wird. Die moderne Gefäßchirurgie beschäftigt sich schon seit langem mit der Entwicklung von Verfahren, die es ermöglichen, erkrankte Gefäßabschnitte durch Transplantationen oder durch Einfügen von Gefäßprothesen (Stents) zu ersetzen.
Alle diese Methoden zeigen, dass auch in Spätstadien einer behinderten arteriellen Durchblutung unsere Beine noch Möglichkeiten der Hilfe bestehen. Leider kann in manchen Fällen (z.B. bei Raucherbeinen) aber nur noch die Amputation und der Ersatz des Beines durch eine gut sitzende Prothese sein. Wichtiger für die Vielzahl der Menschen ist es aber, durch ihre gesunde Lebensweise, insbesondere durch eine geeignete Ernährung und durch regelmäßige Bewegung und Sport die Blutversorgung der Beine in Ordnung zu halten.
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