Drehschwindel

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 20. März 2017
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Unter Drehschwindel verstehen Mediziner eine Art des Schwindelgefühls. Er wird von Betroffenen oftmals wie eine Fahrt in einem Karussell empfunden, wobei dabei eine bestimmte Richtung der Drehbewegung angegeben kann. Drehschwindel tritt meist spontan auf und kann unterschiedliche Ursachen haben.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Drehschwindel?

Der Begriff Drehschwindel bezeichnet eine Form des Schwindels. Unterschieden werden hierbei der horizontale Drehschwindel (hier haben Betroffene das Gefühl, als würden sie in einem Karussell fahren) und den vertikalen Drehschwindel (vergleichbar mit dem Gefühl eines hinauf bzw. hinabfahrenden Fahrstuhls).

Diese Art des Schwindels tritt oftmals spontan auf, beispielsweise dann, wenn der Betroffene sich hinlegt oder im Liegen die Position seines Kopfes verändert. Drehschwindel kann von einigen Sekunden bis hin zu mehreren Stunden andauern. Eine längere Schwindelattacke etwa über mehrere Tage kommt dagegen sehr selten vor.

Wie alle Formen des Schwindels ist auch der Drehschwindel keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom und kann somit verschiedenartige Ursachen haben. Nicht alle dieser Ursachen müssen einen Krankheitscharakter haben. So können beispielsweise Flüge, Karussellfahrten oder ungewohnte körperliche Belastungen zu vorübergehendem Drehschwindel führen.

Ursachen

Drehschwindel kann durch verschiedene Erkrankungen oder Fehlfunktionen verursacht werden. Dazu gehören unter anderem auch Störungen im Gleichgewichtszentrum des Gehirns oder auch eine Erkrankung bzw. Entzündung des Innenohrs, wo sich das Gleichgewichtsorgan befindet.

Nicht selten sind auch Nerven oder Gefäße beschädigt bzw. entzündet und führen so zu einer mangelhaften Signalübermittlung. In der Folge kommt es zum unangenehmen Schwindel. Patienten, die häufig an Drehschwindel leiden, weisen unter Umständen auch Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Stoffwechselerkrankungen auf.

Auch psychische Belastungen oder ein Übermaß an Stress können die Schwindelgefühle verursachen. Insbesondere beim Drehschwindel sollte auch geklärt werden, ob eine Erkrankung oder Verletzung im Hals-Nacken-Bereich vorliegt.

Diagnose & Verlauf

Drehschwindel kann von einigen Sekunden bis hin zu mehreren Stunden andauern. Eine längere Schwindelattacke etwa über mehrere Tage kommt dagegen sehr selten vor.

Drehschwindel kann vom behandelnden Arzt meist bereits anhand der Schilderung des Patienten diagnostiziert werden. Wichtiger ist bei der folgenden Untersuchung, die eigentliche Ursache für die Beschwerden herauszufinden.

Dazu ist ein intensives Gespräch mit dem Betroffenen notwendig. Untersuchungen der Ohren können Auskunft geben, ob das Gleichgewichtsorgan betroffen ist. Zusätzliche Blutuntersuchungen geben Hinweise auf etwaige Entzündungen oder Infekte im Körper, die zum Schwindel führen könnten. Besteht der Verdacht auf einen Schaden im Gehirn, wird eine Computertomografie angeordnet.

Der Drehschwindel selbst stellt keine Gefahr für den Organismus dar. Die jeweilige Ursache bedarf jedoch einer angemessenen Behandlung, da sie sonst im weiteren Verlauf gegebenenfalls zu einer Bedrohung für Gesundheit oder sogar Leben des Betroffenen bedeuten kann.

Komplikationen

Nach einer Karussellfahrt vergeht der Drehschwindel schnell wieder, weil er als normale Reaktion auf die ständigen Drehungen der Karussellfahrt beruht. Ein dauerhaft bestehender Drehschwindel hingegen, ist als mögliches Indiz für eine ernsthafte Erkrankung anzusehen. Dazu gehören das Gleichgewichtsorgan, das sich hinter dem Innenohr befindet, die Augen für Sehende als Stabilisator des Körpers (der Haltung) und die Propriorezeption (die Körperwahrnehmung). Liegt bei einem der Sinne eine Störung vor, kann es zu einem Drehschwindel sowie weiteren Funktionsstörungen oder auch Krankheiten kommen.

So kann es im Verlauf von ständig wiederkehrendem Drehschwindel zu einem Nystagmus (ruckartige und unwillkürliche Augenbewegungen) kommen. Erfolgt nicht frühzeitig eine Diagnosestellung mit anschließender Therapie beim Neurologen oder in der Schwindelambulanz, kann der Gleichgewichtssinn durch eine Beeinträchtigung des Gleichgewichtsorgans oder des Gleichgewichtsnervs nachhaltig gestört werden. Auch eine Schädigung von Nervenbahnen im Gehirn ist vorstellbar.

Gravierende Komplikationen sind auch in Form von sich verschlimmernden Grunderkrankungen wie zum Beispiel Tinnitus, Morbus Ménière sowie einer Innenohrschädigung zu befürchten. Auch Neuralgien, Hirnstammsyndrome und andere Erkrankungen des Gehirns gehören dazu und können sich von der Ursache zu einer Komplikation ausweiten, wenn die Behandlung nicht rechtzeitig erfolgt. Auch dass sich eine bestehende diabetische Erkrankung verschlechtert, ist nicht auszuschließen.

Komplikationen

Nach einer Karussellfahrt vergeht der Drehschwindel schnell wieder, weil er als normale Reaktion auf die ständigen Drehungen der Karussellfahrt beruht. Ein dauerhaft bestehender Drehschwindel hingegen ist als mögliches Indiz für eine ernsthafte Erkrankung anzusehen.

Für das Gleichgewicht verantwortlich sind das Gleichgewichtsorgan, das sich hinter dem Innenohr befindet, die Augen für Sehende als Stabilisator des Körpers (der Haltung) und die Propriorezeption (die Körperwahrnehmung). Liegt bei einem der Sinne eine Störung vor, kann es zu einem Drehschwindel sowie weiteren Funktionsstörungen oder auch Krankheiten kommen.

So kann es im Verlauf von ständig wiederkehrendem Drehschwindel zu einem Nystagmus (ruckartige und unwillkürliche Augenbewegungen) kommen. Erfolgt nicht frühzeitig eine Diagnosestellung mit anschließender Therapie beim Neurologen oder in der Schwindelambulanz, kann der Gleichgewichtssinn durch eine Beeinträchtigung des Gleichgewichtsorgans oder des Gleichgewichtsnervs nachhaltig gestört werden. Auch eine Schädigung von Nervenbahnen im Gehirn ist vorstellbar.

Gravierende Komplikationen sind auch in Form von sich verschlimmernden Grunderkrankungen wie zum Beispiel Tinnitus, Morbus Ménière sowie einer Innenohrschädigung zu befürchten. Auch Neuralgien, Hirnstammsyndrom und andere Erkrankungen des Gehirns gehören dazu und können sich von der Ursache zu einer Komplikation ausweiten, wenn die Behandlung nicht rechtzeitig erfolgt. Auch dass sich eine bestehende diabetische Erkrankung verschlechtert, ist nicht auszuschließen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Sobald einem nach der Fahrt im Karussell oder dem Wechsel von der Hocke in den Stand plötzlich schwindlig wird, ist das ein zu erwartender Zustand. Alles dreht sich und schwankt. Die Ursachen liegen im plötzlichen Richtungswechsel. Die auslösenden Beschwerden werden bei einer gesunden Person im Normalfall durch das Kreislaufsystem und das Gleichgewichtsorgan nach kurzer Zeit reguliert.

Drehschwindel, der über einen längeren Zeitraum anhält, ist kein normales Symptom. Er sollte deshalb niemals auf die leichte Schulter genommen werden. Begleitend mit Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen kann der Drehschwindel auch als Alarmzeichen auf andere schwerwiegende Erkrankungen hinweisen. Bei älteren Patienten kann dieser als Vorbote auf einen bevorstehenden Schlaganfall deuten.

Folgende Gründe geben Anlass, unbedingt ärztlichen Rat einzuholen:

  • Dauerschwindel mit Gleichgewichtsproblemen
  • Schwindelattacken durch bestimmte Kopfbewegungen
  • plötzliches Auftreten ohne Anlass
  • Drehschwindel während oder nach Infektionskrankheiten oder grippeähnlichen Erkrankungen
  • wiederkehrende Attacken nach Medikamenteneinnahme
  • zusätzliche Beschwerden, wie Hörprobleme, Müdigkeit, Ohnmacht, Atemnot, Kreislaufschwäche oder erhöhter Puls, Fieber
  • anhaltender Drehschwindel nach Unfall oder mechanischer Einwirkung

Je nach Beschwerdegrad ist auf jeden Fall ein Arzt zu konsultieren. Es empfiehlt sich der Gang zum Hausarzt, da dieser über Kenntnisse zu gesundheitlichen Problemen des Patienten verfügt. Auf diese Weise kann der Arzt mögliche Ursachen schneller erkennen und eine Verdachtsdiagnose stellen. Die Hinzuziehung weiterer Spezialisten ist ebenfalls erforderlich. In Akutsituationen sollte allerdings sofort der Notarzt alarmiert werden!

Behandlung & Therapie

Tritt Drehschwindel nur in Verbindung etwa mit einer starken körperlichen oder psychischen Belastung oder nach einem Flug oder einer Karussellfahrt auf, bedarf er im Allgemeinen keiner medizinischen Behandlung.

In diesen Fällen handelt es sich um eine vorübergehende Irritation, die von selbst wieder abklingt. Kommt es häufiger zu Beschwerden oder halten diese über einen längeren Zeitraum an, ist eine angemessene Therapie notwendig. Die genaue Art der Behandlung richtet sich nach der individuellen Ursache. Liegt den Beschwerden eine Infektion zugrunde, kann diese mithilfe von Antibiotika behandelt werden.

Eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs kann durch bestimmte krankengymnastische Übungen in vielen Fällen gut therapiert werden. Dies gilt auch für Beschwerden, die durch Probleme im Hals- und Nackenbereich verursacht werden. Mithilfe der regelmäßigen Übungen können Verspannungen gelöst und der allgemeine Gleichgewichtssinn gestärkt werden. Viele Patienten erfahren so eine deutliche Verbesserung ihres Gesundheitszustands.

Ist das Gleichgewichtsorgan geschädigt und lässt sich nicht mehr wiederherstellen, ist ein operatives Entfernen desselben möglich. Zu solchen Eingriffen kommt es allerdings eher selten, da Drehschwindel sich in den meisten Fällen ohne eine langwierige Therapie heilen lässt.

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Vorbeugung

Da Drehschwindel meist spontan auftritt und selbst keine Krankheit, sondern nur ein Symptom darstellt, kann eine Vorbeugung im eigentlichen Sinne nicht stattfinden. Kommt es häufiger zu Beschwerden durch Drehschwindel, der eventuell mit Kopfschmerzen und Übelkeit einhergeht, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursachen für den Schwindel abzuklären.

Bücher über Schwindel

Quellen

  • Berlit, P. (Hrsg.): Klinische Neurologie. Springer, Berlin 2012
  • Brandt, T., Dieterich, M., Strupp. M.: Vertigo – Leitsymptom Schwindel. Springer, Berlin 2013
  • Hacke, P.: Neurologie. Springer, Berlin 2016

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Irene kommentierte am 02.08.2013 um 17:23 Uhr

Habe seit mehreren Jahren ca. über 3O Jahren MS. Auch mein Gleichgewichtsorgan ist beschädigt. Seit 11/2O12 habe ich einen Gehörsturz u. Tinnitus (Ohne jegliche Behandlung). Heute O2.O8.13 hatte ich einen ganz schlimmen Drehschwindel. Woher kommt das?

Vera kommentierte am 28.07.2015 um 11:01 Uhr

Auch ich (54) leide seit früher Kindheit unter Drehschwindel, der mich aber immer im Schlaf überrascht. Manchmal spüre ich den kommenden Anfall schon, bevor ich richtig wach werde. Dann schrecke ich aus dem Schlaf hoch und habe das Gefühl, als ob mein Gehirn im Kopf routieren würde. Wenn ich anschließend ruhig liegen bleibe, geht es irgendwann wieder einigermaßen. Es kann aber auch sein, dass mir den ganzen Tag schwindelig und übel ist. Leider haben meine Eltern das Problem nie ärztlich abklären lassen. Ich habe den Eindruck, dass die Anfälle sich mit zunehmendem Alter leider häufen. Woran es bei mir liegt, kann ich leider nicht sagen.

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