Drüsiges Springkraut

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Das Drüsige Springkraut, das zur Familie der Balsaminengewächse gehört, sieht mit den wunderschönen rosafarbenen Blüten wunderschön aus. Bei der Berührung seiner Samen schießt das Kraut meterweit in die Höhe, doch genau diese Eigenschaft ist es, die das Springkraut für die heimische Flora gefährlich macht, da es sich unkontrolliert vermehren kann. Doch birgt die kleine Pflanze auch Heilkräfte, die im nachfolgenden erörtert werden sollen.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau des Drüsigen Springkrauts

Die hübschen rosafarbenen Blüten des Drüsigen Springkrauts, der einjährigen Pflanze, erinnern an Orchideen. Die dicken, aber hohlen Stängel verzweigen sich oben reichlich. Sie sind rötlich und es wachsen daran längliche eiförmige Blätter, die am Rand gezackt sind und am Ende über eine Spitze verfügen. Aus den Blüten, die locker am dünnen Blütenstiel herabhängen, entwickeln sich die Samenschoten, die bis zu fünf Zentimeter lang sind. Das Springkraut besitzt unangenehm riechende Drüsen, die sich am Blattstiel und -grund befinden.

Es kann eine Höhe von zwei Metern erreichen und blüht von Juli bis Anfang Oktober. Das Kraut benötigt für das schnelle Wachstum jedoch eine ausreichende Wasserversorgung. An einer Pflanze sind oftmals gleichzeitig die Knospen, Blüten und die reifen Kapseln vorhanden. Das Drüsige Springkraut stammt aus Indien und Teilen der Himalaya Region. Engländer brachten im 19. Jahrhundert Samen mit, um das Springkraut als Zierde in den Gärten zu kultivieren. Die Pflanze breitete sich durch Verwilderung jedoch schnell und unkontrolliert aus, auch in anderen Ländern. Mittlerweile wächst das Kraut in ganz Mitteleuropa.

Wirkung & Anwendung

Das Drüsige Springkraut ist für viele Menschen eine wunderschöne, sehr dekorative und pflegeleichte Pflanze, die dicht wächst und dem Garten oder Hof eine exotische Note verleiht. Für andere wiederum ist sie ein großes Ärgernis, da sie sich schnell ausbreitet und einheimische Pflanzen verdrängt. Das Kraut respektiert die Grenzen des Blumenbeets nicht, sondern breitet sich stattdessen hemmungslos überall aus, wo es möchte. Die Kinder hingegen haben ihre Freude daran, die reifen Früchte zu berühren, da diese dann mit einer Wucht aufspringen und ihre Samen meterweise schleudern.

Dies geschieht auf kleinsten Druck oder durch Erschütterungen, beispielsweise durch einen vorbeifahrenden Lkw. Diese Eigenheit gibt der Pflanze ihren Namen. Die Samen der Pflanze können gegessen werden. Sie haben einen leicht nussigen Geschmack. Sie sind in größeren Mengen allerdings schwer zu ernten. Das Öl, das aus den Samen gewonnen werden kann, ist zum Essen oder für die Verwendung als Lampenöl geeignet. Die Blüte, die im Sommer einsetzt, trägt auch zur Nektar- und Pollenversorgung von einigen spät fliegenden Insekten bei, beispielsweise Hummeln und Honigbienen.

Engländer brachten im 19. Jahrhundert Samen mit, um das Springkraut als Zierde in den Gärten zu kultivieren.

Sie erhalten dadurch Eiweiß, Fett, Vitamine und Mineralstoffe. Bienen, welche die Blüten des Springkrauts besucht haben, sind oftmals stark mit dem weißlichen Pollen eingestäubt. Natürlich vorkommende Pollenspender blühen im Hochsommer vergleichsweise eher spärlich. Daher besteht bei den Bienen gerade in dieser Jahreszeit ein hoher Pollenbedarf, wodurch die Pflanze wesentlich zur Versorgung mit Nährstoffen beitragen kann. Auch in europäischen Honigen sind Springkrautanteile enthalten.

Die Blüten können zu Parfait oder Gelee verarbeitet werden. Gekocht sind die Blätter nur in kleinen Mengen essbar, zum Beispiel in einer Wildkräutersuppe. Die frisch gesammelten Blätter können zudem in Schweineschmalz oder Öl gekocht werden, um daraus eine Salbe zuzubereiten, die bei Hämorrhoiden und Hautausschlägen helfen soll. Zum sofortigen Verzehr können die Samen kurz angeröstet und über Salate, Suppen und Gebäck gestreut werden. Im Kaukasus dienen die Samen als ein Ersatz für Streusel oder Mandelkrokant.

Werden sie mit gebacken, brauchen sie vorher nicht geröstet werden. Ungeröstet sollten sie jedoch in Gläsern gut aufbewahrt und vor Nässe geschützt werden. Hier dienen sie als Vorrat. Neben den Samen sind auch die Blüten essbar. Auf den Speisen sind sie eine schöne Dekoration. Der Geschmack ist mild-süßlich. Die Blätter sollte nicht roh gegessen, sondern vorgekocht werden, doch auch in dieser Zubereitungsform ist ihnen nicht viel abzugewinnen. Eventuell können sie als eine Beigabe für andere Speisen verwendet werden.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Das Drüsige Springkraut hat als Heilpflanze keine so große Bedeutung, wie es bei anderen Gewächsen der Fall ist. Der Grund hierfür ist, dass die Heilwirkungen auf der einen Seite noch nicht ausreichend untersucht und nur schlecht dokumentiert sind und andererseits die Anwendung im Übermaß als leicht giftig eingeordnet wird. Blätter, die roh und in größeren Mengen verzehrt werden, lösen einen Brechreiz aus. Als Heilpflanze ist das Drüsige Springkraut beim Verzehr in geringeren Maßen harntreibend und fördert zudem die Verdauung.

Wer unter einem empfindlichen Magen leidet, sollte allerdings das Kraut mit Vorsicht genießen. In Bachblütenessenzen wird es aufgrund der besänftigen Wirkung gegen Unruhe und Stress verwendet, um das seelische Gleichgewicht wieder herzustellen. Das Drüsige Springkraut stellt in der Homöopathie eine wichtige Pflanze dar. Im medizinischen Bereich ist lediglich bekannt, dass die Pflanze zur Zubereitung eines harntreibenden Tees und die Blätter mit Öl oder Schweineschmalz gekocht werden können, um daraus eine Salbe zuzubereiten. Diese soll zu einer Erleichterung bei Hämorrhoiden führen. Im frischen Zustand sind alle Arten der Springkrautpflanzen leicht giftig. Daher hat das Kraut in der Volksmedizin keinen besonderen Stellenwert.

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