Die richtige Hautpflege im Sommer

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 3. Januar 2017Geprüfte Qualität
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Die Kraft der Sonne wird von den meisten Menschen unterschätzt. Kaum erreichen die ersten warmen Strahlen die Erde, stürmen viele leicht bekleidet zum Sonnenbaden hinaus. Nur wenige sind sich dabei über die von der UVA- und UVB-Strahlung ausgehende Gefahr bewusst. Daher ist es von fundamentaler Bedeutung, den bestmöglichen Schutz für den eigenen Hauttyp zu finden und die entsprechende Hautpflege für die Sommerzeit.

Inhaltsverzeichnis

Welcher Hauttyp braucht welche Sonnencreme?

Im Sommer die richtige Pflegecreme für sich zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Die Dermatologie unterscheidet zwischen vier Hauttypen:

  • Hauttyp I zeichnet sich durch sehr blasse Haut, helle Augen, rote oder blonde Haare und oftmals Sommersprossen aus. Die Eigenschutzzeit dieses Hauttyps beläuft sich auf maximal fünf bis zehn Minuten, sodass die Lichtschutzfaktoren 40 oder 50+ zu empfehlen sind.
  • Menschen mit dem Hauttyp II haben blondes Haar, blaue oder grüne Augen und ebenfalls helle Haut. Sie können sich ohne Schutz circa zehn bis zwanzig Minuten lang beschwerdefrei in der Sonne aufhalten, sodass ein Lichtschutzfaktor von 25 bis 40 genügt.
  • Personen mit grauen oder braunen Augen, braunem Haar sowie einem mittleren Teint gehören dem Hauttyp III an, dessen Eigenschutzzeit bereits 20 bis 30 Minuten beträgt. Hier reicht ein Lichtschutzfaktor von 25 vollkommen aus, gegebenenfalls genügen auch niedrigere Werte. Dies muss der Betroffene für sich selbst herausfinden und entscheiden.
  • Cremes mit einem Lichtschutzfaktor zwischen 10 und 20 sind für den Hauttyp IV empfehlenswert, da dieser neben schwarzen Haaren und dunkelbraunen Augen eine von Natur aus dunkle Hautfarbe aufweist. Dadurch ist auch der natürliche Sonnenschutz bei diesem Hauttyp am größten; er kann bis zu 40 Minuten ohne Schutz im Sonnenlicht verweilen.

Mittagshitze meiden

Die Sonne strahlt während der Mittagszeit mit ihrer stärksten Intensität, die sich nicht nur durch unerträgliche Hitze, sondern vor allem durch ein extrem erhöhtes Sonnenbrand- oder Sonnenstichrisiko äußert. Um dieser Gefahr zu entgehen, ist es ratsam, sich im Zeitraum von 11 bis 15 Uhr möglichst im Haus oder wenigstens – selbstverständlich eingecremt – im Schatten aufzuhalten. Dadurch lassen sich bis zu 75 Prozent der schädlichen UVB-Strahlung vermeiden.

Schutzkleidung tragen

Ultraviolette Strahlung ist dazu in der Lage, Textilien zu durchdringen. Daher ist es wichtig, auch die Stellen mit Sonnencreme zu versehen, die von der Kleidung bedeckt sind, sowie gegebenenfalls geeignete Schutzkleidung zu tragen. Diese verfügt, ähnliche wie Sonnencremes, über einen Wert, der Auskunft darüber gibt, um welchen Faktor ein Mensch dem Sonnenlicht länger ausgesetzt sein kann.

Während der Lichtschutzfaktor bei Sonnencremes zumeist maximal 50 beträgt, so können mit entsprechender Kleidung UV-Schutzfaktoren von bis zu 80 erreicht werden. Diese Zusatzmaßnahme ist vor allem den empfindlichen Hauttypen I und II zu raten.

Ruhepausen für die Haut

Entgegen der Überzeugung, regelmäßiges Nachcremen erneuere die Aufenthaltszeit in der Sonne, gilt die um den Lichtschutzfaktor verlängerte Eigenschutzzeit in Wahrheit einmalig für den gesamten Tag. Zwar ist das mehrmalige Eincremen am selben Tag bei Kontakt der Haut mit Wasser, Sand oder Schweiß dennoch vonnöten, um den Schutz wiederherzustellen.

Jedoch wird niemand, der zweimal am Tag eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20 aufträgt, doppelt so lange in der Sonne verweilen können. Demzufolge ist es erforderlich, der Haut regelmäßige Ruhepausen im Schatten oder im Haus zu gönnen. Die maximale Aufenthaltsdauer sollte niemals vollständig ausgereizt werden; besonders nicht an einem Stück.

Vorsicht mit Parfüm

Bestimmte Stoffe lösen bei Kontakt mit Sonnenlicht sogenannte fototoxische Reaktionen auf der Haut aus, die zu sonnenbrandähnlichen Symptomen wie Juckreiz oder Verbrennungen führen. Hierzu zählen vor allem die in Pflanzen enthaltenen Furocumarine. Da Parfums oftmals solche oder ähnliche Pflanzenstoffe beigemischt werden, ist das Einsprühen vor dem Sonnenbaden in jedem Fall zu unterlassen. Derartige Vergiftungen der Haut können neben Verbrennungen auch Allergien hervorrufen oder schlimmstenfalls sogar Krebs erregen.

Achtung Hautkrebs: Haut regelmäßig untersuchen

Diesen kann jedoch bereits die ultravioletten Strahlung allein, das heißt ohne zusätzliche fototoxische Reaktion, auslösen. Um dem vorzubeugen, ist es wichtig, regelmäßig einen Dermatologen aufzusuchen. Auch kleine Auffälligkeiten des Hautbildes sind ernst zu nehmen, denn selbst hinter unscheinbaren Malen kann sich bereits ein Vorstadium des Hautkrebses verbergen.

Viel Trinken hilft vor Austrocknung

Um die Haut auch von innen vor dem Austrocknen zu schützen, ist eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit unerlässlich. Da das größte menschliche Organ zu etwa 80 Prozent aus Wasser besteht und circa ein Drittel der gesamten Flüssigkeit im Körper speichert, ist eine Dehydration durch hohe Sonneneinstrahlung und übermäßiges Schwitzen besonders gefährlich.

Eine orale Wasserzufuhr regt jedoch bereits nach zehn Minuten den gesamten Stoffwechsel der Haut an, versorgt sie mit Sauerstoff und lässt sie besser durchbluten. Dadurch bleibt sie straff und frisch. Für eine optimale Unterstützung der Haut ist eine Aufnahme von mindestens 1,5 bis 2 Litern Flüssigkeit pro Tag notwendig.

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Empfindliche Haut braucht besondere Pflege

Der präventive Sonnenschutz ist bei Menschen mit besonders empfindlicher Haut oft unzureichend. Folglich müssen diese häufig zusätzlich zu speziellen „After Sun“-Cremes greifen, die die Haut nach dem Sonnenbaden abkühlen und entspannen. Doch auch eine kalte Dusche, Quark oder Joghurt lindern Reizungen und Entzündungen anfälliger Haut auf natürliche Art und Weise.

Außerdem empfiehlt es sich, auf Duftstoffe zu verzichten, da diese die Haut zusätzlich strapazieren. Wer zu trockener Haut neigt, sollte übermäßigen Wasser- und Seifenkontakt meiden sowie rückfettende Waschlotionen und Cremes mit natürlichen Zutaten verwenden.

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