Diagnostikleuchte

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Diagnostische Lampen sind in vielen Bereichen des medizinischen Alltags, ambulant und stationär, unentbehrlich. Je nach Einsatzgebiet, sind die Diagnostikleuchten in unterschiedlicher Größe und Form oder mit regulierbarer Helligkeit zum Zwecke der Ausleuchtung im Fachhandel erhältlich.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Diagnostikleuchte?

Die Diagnostikleuchte ist ein anerkanntes medizinisches Fachinstrument mit gewissem Standard. Diese Untersuchungsleuchten werden eigens für den Einsatz in der Medizin entwickelt und produziert. Es handelt sich bei Diagnostikleuchten um medizinische und zertifizierte Bedarfsartikel. Sie dienen insbesondere der Ausleuchtung von Körperhöhlen und müssen daher nicht nur praktisch, sondern vor allem auch handlich, robust und kompakt sein.

Die Zertifizierung als Medizinprodukt kann nur dann erfüllt werden, wenn die hohen Anforderungen an Alltagstauglichkeit und Material von den Herstellern erfüllt werden. Im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln sind Diagnostikleuchten in der Anschaffung daher vergleichsweise teuer. Untersuchungsleuchten dienen dem Zweck, in möglichst kurzer Zeit, eine zielgenaue und schnelle Diagnose zu ermöglichen.

Formen, Arten & Typen

Formen, Arten und Typen von medizinischen Leuchten zur Untersuchung und Diagnose hängen stets vom Einsatzgebiete und dem Zweck der Untersuchung ab. Die bekanntesten in der Medizin verwendeten Diagnostikleuchten sind stiftförmig. Diese Form, an einen größeren Kugelschreiber erinnernd, hat sich beispielsweise im Rettungsdienst zur Diagnostik des Pupillenreflexes sehr bewährt. In älteren Modellen von Untersuchungsleuchten sind als Lichtquelle noch herkömmliche Mini Glühbirnen eingebaut. Alle neueren Modelle verfügen jedoch über LED-Technik.

Die stiftförmigen, besonders handlichen Untersuchungsleuchten dienen jedoch längst nicht nur zur Überprüfung der Pupillenreaktion, sondern auch zur diagnostischen Beleuchtung anderer Körperareale. Die Stiftleuchte als diagnostische Leuchte kann vom Anwender stets mitgeführt werden. Denn mit einem praktischen Clip kann sie an einer Jacken- oder Kitteltasche problemlos fixiert werden. Im Bedarfsfall steht die Leuchte dann schnell zur Verfügung. Moderne medizinische Stiftleuchten werden auch als Penlight bezeichnet. Größere Diagnostikleuchten mit stufenlos einstellbarer Helligkeit kommen beispielsweise in Zahnarztpraxen oder beim HNO-Arzt zum Einsatz.

Aufbau & Funktionsweise

Diagnostische Lampen sind in vielen Bereichen des medizinischen Alltags, ambulant und stationär, unentbehrlich.

Diagnostische Leuchten in der Medizin bestehen aus 2-5 Komponenten. Abgesehen davon, dass es sich um zertifizierte medizinische Hilfsmittel zur Diagnostik handelt, ähnelt der Aufbau herkömmlichen Haushaltsleuchten oder Lichtquellen. Im Falle der Stiftleuchte können Batterie und Lampe jederzeit durch Aufschrauben gewechselt werden. Am hinteren Ende der Untersuchungsleuchte befindet sich ein Druckschalter, der den Stromkreis schließt und für eine komfortable Bedienbarkeit sorgt. Das kleine Untersuchungslicht wird einfach mit dem Daumen ein- oder ausgeschaltet. Damit sind auch kurze Inspektionen von Mundhöhle oder Rachenraum zuverlässig und unkompliziert durchführbar. Neben dem Betrieb mit Einmal-Batterien können Diagnostikleuchten als Energiequelle auch über wiederaufladbare Lithiumionen Akku Technologie verfügen.

Größere diagnostische Leuchten sind mit speziellen Reflektorschirmen und Spiegeln ausgestattet, um eine Schattenumgebung während des Untersuchungsvorgangs zu verhindern. In HNO-Praxen kann eine diagnostische Leuchte mithilfe eines Fixierbands direkt am Kopf des Untersuchers befestigt werden. Für den Arzt bieten solche Spezialleuchten den Vorteil, dass er während der Untersuchung beide Hände frei benutzen kann.

In der HNO-Praxis sorgt ein Reflektorspiegel dafür, dass die Leuchte nicht blendet, sollte ein Patient direkt und aus Versehen in sie hineinschauen. Der gleiche Effekt findet sich auch bei den diagnostischen Leuchten in der Zahnarztpraxis zur gezielten Ausleuchtung der Mundhöhle. Immer dann, wenn die Gefahr besteht, dass ein Patient während einer Untersuchung mit einer diagnostischen Leuchte Blendphänomenen ausgesetzt sein könnte, sind diese Schutzmechanismen in Form von Reflektoren oder Spiegeln erforderlich.

Einen ganz anderen Aufbau mit komplizierter Optik haben diagnostische Leuchten in der Augenarztpraxis. Zur wichtigen diagnostischen Untersuchung des Augenhintergrundes sind spezielle hochauflösende optische Hilfsmittel erforderlich. Das Stereomikroskop in der Augenarztpraxis wird direkt am menschlichen Auge angewendet. Es handelt sich dabei um eine spezielle Spaltlampe mit ausgefeilter Beleuchtungs- und Steuerungstechnik. Mit dieser Diagnostikleuchte kann der Augenarzt selbst feinste Veränderungen in den Augen und am Augenhintergrund sicher und zuverlässig erkennen.

HNO Ärzte verwenden speziell für ihr Fachgebiet auch sogenannte Kehlkopfspiegel, Nasenleuchten oder Leuchten mit keilförmigem Lichtkegel und Vergrößerungsoptik zur optimalen Ausleuchtung des Gehörgangs, beispielsweise bei Verdacht auf Mittelohrentzündung.

Große, mehrstrahlige LED Untersuchungsleuchten befinden sich auch im OP. Diese größeren Leuchten funktionieren nicht mit Batterietechnik, sondern sind an das reguläre Stromnetz angeschlossen. Bei einigen Modellen ist allerdings auch ein Batteriebetrieb möglich, sollte das Stromnetz einmal ausfallen.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Als starke Helfer in unterschiedlichen medizinischen Bereichen sind die Diagnostikleuchten in ihren unterschiedlichen Formen und Größen unentbehrlich. Als Medizinprodukt kann sich ein Anwender darauf verlassen, dass Untersuchungsleuchten gewisse Qualitätskriterien auch zuverlässig erfüllen. Im Falle des Penlight gehören dazu ein helles und möglichst punktgenaues Ausleuchten des Untersuchungsareals.

Notärzte kommen als Rettungsmediziner bei ihren Einsätzen ohne medizinische Leuchten nicht aus. Denn im Ernstfall entscheiden Reflextests oder die Abschätzung der Ausdehnung von Blutungen über die weitere Vorgehensweise. Das normale Tageslicht reicht für eine verlässliche Einschätzung und Prognose dabei nicht aus.

Bei dermatologischen Untersuchungen kommen darüber hinaus spezielle medizinische Leuchten zum Einsatz, die über eine entsprechende Vergrößerungsoptik verfügen. Nur durch die starre Ausleuchtung mit definierter Vergrößerung können Hautveränderungen sicher diagnostisch beurteilt werden. In der Regel findet beispielsweise die Hautkrebs-Früherkennung unter Zuhilfenahme einer solchen Leuchte mit Vergrößerungsoptik statt.

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