Diät und Ernährung bei Magen-Darm-Beschwerden Teil 1

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Die Diät für Magenkranke lässt sich in kein Schema pressen, denn letztlich geben die individuellen Essgewohnheiten, die selbst beobachteten Unverträglichkeiten, der Beruf und der Geldbeutel des Kranken den Ausschlag dafür, wie das Essen zusammengestellt sein muss. Besonderen Wert muss der Magen-Darm-Kranke auf die Qualität der Nahrungsmittel legen.

Inhaltsverzeichnis

Ernährung und Diät bei Magen-Darm-beschwerden

Er soll nur frische und völlig einwandfreie Produkte zu sich nehmen. Erfahrungsgemäß werden blähende, zellulosereiche Gemüse sowie Hülsenfrüchte, erhitzte und minderwertige Fette schlecht vertragen. Auch Alkohol- und Nikotingenuss, eventuell auch Kaffee, wirken sich auf einen erkrankten Magen ungünstig aus.

Entscheidend für die Bekömmlichkeit einer Mahlzeit ist nicht nur die richtige küchentechnische Zubereitung. Auch das appetitliche Anrichten der Speisen sowie gründliches Kauen, Ruhe und Gemächlichkeit bei den Mahlzeiten sind für den Magenkranken wichtig. Er sollte der besseren Verträglichkeit wegen täglich statt drei umfangreichen Hauptmahlzeiten lieber fünf kleinere Mahlzeiten einnehmen.

Diät & Ernährung bei Akuter Magenschleimhautentzündung

Eine recht häufig auftretende Magenerkrankung ist die akute Magenschleimhautentzündung (auch Gastritis oder Magenkatarrh). Die Beschwerden dieser Erkrankung, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Brechreiz, klingen in wenigen Tagen ab, wenn eine konsequente Diät eingehalten wird. Wer von uns hat nicht schon einmal an solchem verdorbenen Magen gelitten und dabei feststellen können, wie unangenehm diese Beschwerden sind?

Wie soll nun die dafür dienliche Kost zusammengestellt sein? Am besten beginnt man die Behandlung mit einem Fastentag, an dem der Kranke nur ungesüßten schwarzen Tee, Pfefferminztee oder Kamillentee zu sich nimmt. Eventuell können dazu einige trockene Zwiebäcke angeboten werden. Am zweiten Tag der Erkrankung kann man dann Schleimsuppen aus Reis oder Haferflocken, in Wasser gekocht, zugeben. Zucker sollte man besser nicht verwenden. Wer auf den süßen Geschmack nicht verzichten kann, darf Süßstoff zum Abschmecken nehmen. Am nächsten Tag darf der Kranke dann etwas geriebenen Rohapfel oder Apfelreis und kleine Mengen Traubenzucker genießen. Bekommen dem Kranken diese Speisen gut, dann kann der Speiseplan weiter aufgebaut werden.

Eine recht häufig auftretende Magenerkrankung ist die akute Magenschleimhautentzündung (auch Gastritis oder Magenkatarrh).

Zunächst kann man zur Vorbereitung von Suppen und Breien aus Vollkornmehlen, Schrotarten, Haferflocken und Naturreis Milch verwenden. Mittags kann man eine leicht verdauliche Mahlzeit aus Kartoffelbrei, gedünstetem und passiertem Gemüse (Spinat, Möhren, Blumenkohl, Schwarzwurzeln, Spargel, Kohlrabi) und gekochtem, mageren Kalb-, Rind- oder Hühnerfleisch anbieten. Als Nachtisch wäre eine kleine Portion Apfelmus oder Apfelkompott geeignet. Altbackendes Weißbrot oder Knäckebrot, dünn mit Butter bestrichen, ein weichgekochtes Ei, magerer gekochter oder roher Schinken werden dem Kranken zu diesem Zeitpunkt schon gut bekommen. Schmelzkäse oder etwas Weißkäse (aber ohne Zwiebel und Schnittlauch abgeschmeckt) können ebenfalls gegessen werden. So wird die Diät allmählich weiter aufgebaut.

Mit dem Genuss schwerverdaulicher, fettreicher Speisen sowie erhitzter und gebräunter Fette muss der Betroffene noch über einen längeren Zeitraum zurückhaltend sein. Es ist ratsam, den Diätaufbau langsam zu vollziehen, da die Entzündung des Magens etwa 1 bis 2 Wochen länger anzudauern pflegt als die Beschwerden.

Ernährung & Diät bei Chronischer Magenschleimhautentzündung

Eine viel längere Diätbehandlung erfordert die chronische Gastritis (chronische Magenschleimhautentzündung). Die Beschwerden bei dieser Erkrankung bestehen in schmerzhaftem Druckgefühl in der Magengegend, besonders nach der Nahrungsaufnahme. Der Kranke bemerkt deutlich, ob ihm eine Speise bekommt oder nicht.

Die Ursache für eine chronische Gastritis ist in vielen Fällen schlechtes Kauen und hastiges und gestresstes Essen. Auch unregelmäßiges Essen und der Wechsel zwischen heißen und kalten Speisen und Getränken zu einer Mahlzeit sowie der übermäßige Genuss von Reizmitteln wie Kaffee, Alkohol und starken Gewürzen können für das Entstehen dieser Erkrankung ausschlaggebend sein. Dabei verfolgt die Diät den Zweck, den Magen in seiner Verdauungsarbeit zu schonen.

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