Diät und Ernährung bei Diabetes Teil 2

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Mancher Leser wird sich fragen, wie man die Zuckerkrankheit eigentlich feststellt. Die Antwort ist einfach: Der vom Körper nicht verwertete Traubenzucker wird durch den Urin ausgeschieden. Auf diese Weise lässt sich die Diabetes sehr leicht und genau diagnostizieren.

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Zucker als Ursache

Früher, besonders im Mittelalter, als chemische Untersuchungsmethoden noch nicht möglich waren, mussten die Ärzte – bitte erschrecken sie nicht, es war wirklich so – den Urin kosten und schmecken.

Oft taucht auch die Frage auf, ob nicht gerade Menschen an Zucker bzw. Diabetes erkranken, die besonders viel Zucker essen. Diese Frage ist nicht ganz unberechtigt, und viele Ärzte sind geneigt, vom Diabetes als einer Schlemmerkrankheit zu reden. Die Ursache liegt wohl darin, dass die Zuckerkrankheit hauptsächlich unter ziemlich dicken, essfreudigen Leuten verbreitet ist, die das fünfzigste Lebensjahr bereits überschritten haben.

Leider gibt es aber auch viele junge, schlanke Menschen, ja sogar Kinder, die von dieser Krankheit befallen sind.

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass dem gesunden Organismus die mäßige Zuckerzufuhr nicht schadet, leidet der Mensch aber an Insulinmangel infolge einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, muss vor allem reiner Zucker, sei es in Form von Rüben- oder Traubenzucker, völlig gemieden werden.

Gesunde Ernährung & Diät

Diese Prozesse sind bei Insulinmangel je nach dem Grad der Krankheit unvollkommen, so dass sich diese Krankheitssituation durch jedes Zuviel an aufgenommenen Zucker verschlimmert.

Neben der medikamentösen Behandlung hat die Diät der Diabeteskranken eine große Bedeutung, man kann sogar sagen, dass es gar nicht möglich ist, die Diabeteskrankheit ohne Diät zu behandeln. Dabei kommt es in erster Linie darauf an, dass der Kranke die vorgeschriebene und erprobte Ernährung diszipliniert einhält und seine tägliches Essen genau kontrolliert und in einem Diätplan dokumentiert., da eine Reihe von Nahrungsmitteln nur in bestimmten Mengen gegessen werden dürfen.

Die Ernährung des Diabetikers unterscheidet sich – abgesehen vom Zuckerverbote – grundsätzlich nicht von einer vollwertigen Kost für Gesunde. Sie muss nach Möglichkeit viel frisches Obst und Gemüse enthalten. Außerdem spielen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß eine wichtige Rolle. Der Genuss der Kohlenhydrate muss sich nach dem Grad ihrer Aufschließbarkeit richten. Brot, Kartoffeln und Mehl dürfen nur in den erlaubten Mengen genossen werden, da sie biologisch eng mit dem Zucker verwandt sind. Je weniger der Organismus sich zu bemühen braucht, ein Stärkeprodukt in Traubenzucker zu überführen, desto schädlicher ist es für den Kranken.

Weißbrot wird beispielsweise in viel kürzerer Zeit in Traubenzucker umgewandelt als Schwarzbrot und Vollkornbrot. Es ist deshalb für den Diabetiker in der Regel nicht zu empfehlen, da es den Blutzuckerspiegel sehr schnell erhöhen würde. Außerdem ist Vollkornbrot wegen seines Vitamin- und Mineralgehaltes für die Ernährung günstiger. Nur in besonders gelagerten Krankheitsfällen, wie bei zusätzlicher Darmkrankheit, wird der Arzt Weißbrot empfehlen.

Die Kohlenhydratbeschränkung wird durch ausreichende Eiweißzufuhr ausgeglichen. Da Eiweiß aber nicht nur eine sogenannte kohlenhydratsparende Wirkung, sondern auch eine große Bedeutung für die Stärkespeicherung der Leberzellen hat, nimmt es in der Diät der Diabetiker einen wichtigen Platz ein.

Die Kalorienquelle für unseren Körper ist das Fett. Heute wissen wir, dass es nur durch das Vorhandensein von Kohlenhydraten, Eiweiß und Zucker vom menschlichen Organismus voll ausgewertet werden kann. Diese Tatsache wurde noch vor vierzig Jahren vollkommen verkannt. Wegen seines hohen Kaloriengehaltes dürfen dicke Patienten aber nicht mehr als 30 bis 50 Gramm pro Tag zu sich nehmen.

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