Diät und Ernährung bei Diabetes Teil 1

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Vertieft man sich in medizinische Bücher und Ratgeber und liest unter dem Stichwort Diabetes mellitus nach, was vor etwa vierzig Jahren über diese Krankheit bekannt war, so erfährt man, dass ein Zuckerkranker damals keine guten Heilungsaussichten hatte.

Insulin gegen Diabetes

Für ihn gab es nur das Gebot, alle Kohlenhydrate streng zu vermeiden und sie in der Ernährung durch Fett zu ersetzen. Man war damals der Meinung, dass Energien vor allem durch Fett gewonnen werden können, da ein Gramm Fett etwa 9 Kalorien spendet. Der Erfolg dieser Diät war in schweren Krankheitsfällen meist niederschmetternd.

Nach Zeiten schweren Hungerns mussten die Kranken bemerken, dass ihr Körperreserven trotz erhöhter Fettzufuhr schwanden, so dass sie sich kraftlos ihrem Schicksal ergeben mussten und auch ärztliche Hilfe versagte.

Das änderte sich schlagartig, als die kanadischen Forscher Banting und Best im Jahre 1922 den Wirkstoff der Bauchspeicheldrüse, das Insulin, fanden und ihn so isolieren konnten, dass er für Diabeteskranke anwendbar wurde. Eine neue, große Hoffnung bereicherte damals das Leben der Diabetiker, das, ehe man die Anwendung des Insulins erlernte, fast kein Leben mehr war.

Infogramm zur Anatomie und Ursache von Diabetes mellitus Typ 2. Bild anklicken, um zu vergrößern.

Um die Bedeutung des Insulins für den Körper zu begreifen, muss man wissen, dass alle Nahrungsstoffe, die im Verdauungstrakt des Menschen zu Zucker abgebaut werden, einem Stoffwechsel unterliegen, durch den brennbare Energien entstehen, die für den Körper den nötigen Betriebsstoff liefern.

Ohne diese verfügbaren Energien könnten wir keine zielgerichtete Arbeit leisten und würden uns bald schlapp und müde, ja sogar krank fühlen.

Um den Traubenzucker, der sich in unserem Blut befindet, zu verwerten, ist ein Hormon der Bauchspeicheldrüse – das Insulin – nötig. Durch die Einwirkung des Insulins wird der Blutzucker nicht nur zu Energie verwandelt, sondern auch aus dem überschüssigen Traubenzucker in der Leber ein Vorrat an Reservestoffen in Form von Stärke angelegt.

Diese Prozesse sind bei Insulinmangel je nach dem Grad der Krankheit unvollkommen, so dass sich diese Krankheitssituation durch jedes Zuviel an aufgenommenen Zucker verschlimmert.

Behandlung

Durch die Forschungsergebnisse von Banting und Best wurde es möglich, Insulin durch Spritzen so anzuwenden, dass der Körper bei seinem Stoffwechsel künstlich unterstützt wird. Voraussetzung für einen Behandlungserfolg ist allerdings die regelmäßige Injektion. Im Laufe der Zeit lernten die Zuckerkranken die Injektionsspritze selbst so zu handhaben, wie es Ärzte und Schwestern vermögen. So schufen sie nicht nur eine Entlastung des medizinischen Personals, sondern auch ihre eigene Unabhängigkeit. Reisen wurden wieder möglich, und der Diabetiker konnte seinen beruflichen und familiären Verpflichtungen wieder nachgehen.

Inzwischen hat sich ein alter Traum der Zuckerkranken erfüllt. Ein großer Teil von ihnen kann auf die Spritzen verzichten und sich mit Tabletten begnügen. Jedoch entscheidet allein der Arzt welche Behandlungsmethode angebracht ist. Leider kann die Tablettentherapie, eine der wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten der Zuckerkranken derzeit, nicht bei allen Patienten angewendet werden, wahrscheinlich vor allem nicht bei Jugendlichen. Die Insulininjektion gilt deshalb bis zum heutigen Tag als beste Behandlungsmethode.

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