Dermatologie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 9. Oktober 2017
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Die Dermatologie ist der Bereich der Medizin, der sich mit Erkrankungen und Veränderungen der menschlichen Haut befasst. Auch die Diagnose und Behandlung von Geschlechtskrankheiten kann in den Bereich der Dermatologie fallen. Im Jahre 2012 gab es in Deutschland mehr als 5300 praktizierende Dermatologen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Dermatologie?

Die Dermatologie zählt zu den Fachrichtungen in der Medizin und befasst sich mit der Diagnose, Behandlung, Erforschung und Vermeidung von Hautkrankheiten.

Dazu zählen Infektionen ebenso wie nicht-infektiöse Erkrankungen, zu denen auch Tumore und anderen Hautveränderungen zählen. Nach einem abgeschlossenen Medizinstudium müssen angehende Dermatologen eine 60monatige Weiterbildung zum Facharzt absolvieren.

Hierbei können sie sich auf eines der Teilgebiete der Dermatologie spezialisieren, zum Beispiel Dermatoallergologie, Dermatochirurgie oder auch Venerologie (dieses Gebiet befasst sich vornehmlich mit sexuell übertragbaren Krankheiten). Dermatologen können sowohl in Kliniken als auch in eigenen Arztpraxen tätig werden.

Behandlungen & Therapien

Die Dermatologie kommt immer dann zum Einsatz, wenn es um Erkrankungen oder Veränderungen der menschlichen Haut geht. Das Behandlungsspektrum der Fachrichtung beginnt bei vergleichsweise harmlosen Krankheiten wie Akne und erstreckt sich über allergische Hautreaktionen und Infektionen unterschiedlicher Art bis hin zum Hautkrebs.

Auch akute Verletzungen durch Verbrennungen oder Verätzungen gehören dazu. Die Patienten suchen meist einen Hautarzt auf, wenn sie bei sich eine Veränderung der Haut an einer oder mehrerer Körperstellen bemerken. Dabei kann es sich beispielsweise um einen dauerhaften Juckreiz, Schwellungen oder auch einen Ausschlag handeln. Auch massiv auftretende Hautunreinheiten, die sich nicht beseitigen lassen, oder Schuppen bzw. Schuppenflechten sind ein Fall für den Dermatologen.

Oftmals werden Patienten auch vom Hausarzt an den Spezialisten überwiesen, wenn dieser feststellt, dass die Erkrankung in den Behandlungsbereich der Dermatologie fällt. Grundsätzlich können alle Veränderungen der Haut beim Dermatologen vorgestellt werden, auch wenn sie unter Umständen nur das Symptom für eine vorliegende Erkrankung sind, die nicht unmittelbar mit der Haut zu tun hat. Dies ist beispielsweise bei zahlreichen allergischen Reaktionen der Fall.

Die Dermatologie ist der Bereich der Medizin, der sich mit Erkrankungen und Veränderungen der menschlichen Haut befasst.

Der Grund für die teils hartnäckigen Quaddeln und Schwellungen, die nicht selten mit Juckreiz verbunden sind, liegt in einer Allergie gegen eine bestimmte Substanz. Die Reaktion auf der Haut ist nur ein Symptom und somit keine Hautkrankheit im eigentlichen Sinne. Da sich die Fachrichtungen der Medizin in vielen Fällen überschneiden, gibt es auch innerhalb der Dermatologie Spezialisten, die für solche übergreifende Erkrankungen optimal ausgebildet wurden. Dazu zählen beispielsweise Dermatochirurgen, Dermatoonkologen oder Dermatoallergologen.

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Diagnose & Untersuchungsmethoden

Zu Beginn einer dermatologischen Untersuchung steht ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten. In diesem können die genauen Beschwerden und eventuelle Auslöser besprochen werden. Auch die Krankengeschichte des Betroffenen findet bei der Untersuchung Beachtung, denn sie kann Auskunft über Vorbelastungen oder individuelle Risiken geben.

Anschließend nimmt der Dermatologe die betroffenen Hautstellen in Augenschein. Eine Blutuntersuchung, oftmals zusammen mit einem Abstrich oder auch einer Gewebeprobe, hilft bei der Diagnose. Im Labor kann so genau ermittelt werden, welche Ursache den Beschwerden zugrunde liegt. Steht erst einmal fest, um welche Erkrankung es sich handelt, kann die entsprechende Behandlung eingeleitet werden. Leichtere Beschwerden können unter Umständen bereits mit Salben oder medizinischen Bädern kuriert werden.

Bei allergischen Reaktionen werden zunächst die Symptome, danach aber die Allergie selbst behandelt. Dazu gehört meist das Vermeiden der auslösenden Substanz; oftmals findet auch eine Desensibilisierung statt. Liegt eine Infektion vor, wird ein Antibiotikum oder ein ähnliches Medikament verordnet, das den Erreger beseitigt. Eine Hautveränderung, die etwa durch eine Krebserkrankung hervorgerufen wurde oder auf eine solche hindeutet, kann operativ entfernt werden.

Handelt es sich tatsächlich um einen bösartigen Hauttumor, können auch Bestrahlungen zusammen mit einer Chemotherapie stattfinden. Dermatologen arbeiten somit mit zahlreichen verschiedenen Geräten und Substanzen, die sich alle in anderen Fachrichtungen der Medizin wiederfinden. Die Behandlung kann, je nach Schwere der Erkrankung und Art und Intensität der Therapie, entweder ambulant in der Praxis oder auch stationär in einer Klinik erfolgen.

Bücher über Hautkrebs

Quellen

  • Altmeyer, P.: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer Medizin Verlag, Berlin Heidelberg 2005
  • Dirschka, T., Hartwig, R.: Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, München 2011
  • Moll, I.: Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2010

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