Der eigene Heilpflanzen-Garten

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Die Natur hält für viele Beschwerden Pflanzen mit heilkräftiger Wirkung bereit. Diese Heilpflanzen begleiten den Menschen schon seit Jahrtausenden und können auch heute eine wirksame und sanfte Alternative bei Erkrankungen sein. Viele dieser Pflanzen sind in unserer Natur heimisch oder wachsen unter bestimmten Bedingungen auch bei uns. Warum also nicht einen eigenen Heilpflanzen-Garten anlegen und so die Heilkräfte der Natur jederzeit nutzen können? Es gibt viele verschiedene Arten, die Pflanzen im Sinne der eigenen Gesundheit anzuwenden. Tee, Gewürze, Pestos und auch Pflanzenauszüge sind auch für Neulinge auf diesem Gebiet leicht herzustellen.

Inhaltsverzeichnis

Pflanzen in einem Heilpflanzen-Garten

Wer sich nun einen eigenen Heilpflanzen-Garten anlegen möchte, muss natürlich eine Auswahl treffen und entscheiden, welche Pflanzen in diesem Garten wachsen sollen. Hier bieten sich viele heimische Gewächse und, unter bestimmten Voraussetzungen, auch Pflanzen aus anderen Klimazonen an.

Eine gute Grundlage für den Garten bieten Pflanzen, die zum Teil auch häufig als „Un-Kräuter“ angesehen werden, jedoch zu den heilkräftigsten Kräutern überhaupt zählen. Dazu gehören vor allem Brennnessel, Löwenzahn, Spitzwegerich, Lungenkraut und Gundelrebe. Diese Pflanzen sind weit verbreitet und sehr robust. Sie haben allerdings unterschiedliche Ansprüche an den Standort.

Die Brennnessel enthält viele wichtige Mineralstoffe und hat eine stark entgiftende Wirkung. Sie unterstützt die Nieren und sollte bei keiner Frühjahrskur fehlen. Der Löwenzahn gehört zu den Bitterpflanzen. Vor allem Leber und Galle profitieren von seinen Bitterstoffen, und er ist die Detox-Pflanze schlechthin. Der Spitzwegerich enthält ebenfalls wichtige Mineralstoffe und ist für seine Schleim lösende Wirkung bekannt. Lungenkraut und Gundelrebe sind weniger bekannt, lassen sich aber mit etwas Aufmerksamkeit an vielen Stellen in der Natur finden.

Zudem können in jedem Heilpflanzen-Garten die klassischen Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Zitronenmelisse, Rosmarin, Lavendel und Pfefferminze enthalten sein. Auch sie sind nicht nur schmackhafte Gewürzkräuter sondern haben ihren Weg in die Küche auch gefunden, weil sie ebenfalls eine heilkräftige Wirkung haben.

Zusätzlich bietet es sich auch noch an, für Wermut, Bärlauch und Zwiebel einen Platz im eigenen Heilkräuter-Garten zu schaffen, denn all diese Pflanzen haben eine besonders starke Wirkung auf die Organe, die in der körpereigenen Entgiftung eine wichtige Rolle spielen.

Anbau & Pflege

Die Heilpflanzen haben unterschiedliche Anforderungen an ihre Standorte. Es ist daher sinnvoll, verschiedene Bereiche einzurichten. Diese sind abhängig von den jeweiligen Gegebenheiten, also vor allem von der Bodenbeschaffenheit und der Sonneneinstrahlung. Einige Kräuter brauchen viel Sonne und einen eher mageren, durchlässigen Boden. Dies betrifft vor allem die typischen Mittelmeerkräuter wie Rosmarin, Lavendel, oder auch Oregano. Sollte der Boden im Garten nicht diese Voraussetzungen haben, lässt sich mit Hilfe von Sand und Kies ein spezieller Bereich einrichten. Größere Steine können hier als Begrenzung dienen oder die Basis für eine Kräuterspirale bilden. Die Steine schützen nicht nur, sondern speichern auch Wärme, was für die sonnen- und wärmeliebenden Pflanzen aus dem Mittelmeergebiet sehr wichtig ist.

Neben Rosmarin, Lavendel und Oregano fühlen sich hier auch Zitronenmelisse und Pfefferminze wohl. Auch Wermut stammt aus dem Mittelmeerraum und braucht daher ebenso einen durchlässigen Boden und einen sonnigen, warmen Standort. Für die richtige Pflege ist es wichtig, Staunässe zu vermeiden, aber in heißen Sommern trotzdem das Gießen nicht zu vergessen.

Die einheimischen Heilpflanzen haben weniger hohe Ansprüche und benötigen keine Pflege. Gerade die sogenannten „Unkräuter“ zeichnen sich dadurch aus, dass sie unter härteren Bedingungen gedeihen können. Humusreicher, stickstoffreicher Boden lassen diese wichtigen Heilpflanzen sprießen. Sie wachsen sowohl an sonnigen als auch an schattigen Standorten und sind sehr anpassungsfähig. Ein verdichteter, nasser Boden, in dem sich die Staunässe sammelt, eignet sich gut für den Anbau von Wegerich. Auch die Gundelrebe und das Lungenkraut fühlen sich hier wohl.

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Einsatz bei Krankheiten & Beschwerden

Die einheimischen Heilpflanzen wie Löwenzahn, Brennnessel und Gundelrebe wirken besonders förderlich auf die Entgiftungsorgane. Der Löwenzahn regt durch seine Bitterstoffe stark das Leber-Galle-System an. Die Brennnessel wirkt harntreibend und hilft, die Nieren zu durchspülen. Da eine gute Entgiftungsfunktion der Organe für die Gesunderhaltung des Körpers bedeutend ist, können diese beiden Pflanzen kurmässig angewandt werden. Sie sind prophylaktisch stärkend und können bei nahezu jeder Art von Krankheit den Körper unterstützen. Die Brennnessel enthält zudem viel Eisen und andere wichtige Mineralstoffe. Sie ist somit ein gutes Mittel bei Eisenmangel.

Bei Beschwerden im Bereich von Magen und Darm können neben dem Löwenzahn auch Wermut und Pfefferminze angewendet werden.

Lavendel und Melisse wirken sich vorwiegend auf das Nervensystem aus. Sie können bei Beschwerden wie Schlafstörungen, nervöser Unruhe und Ängsten zum Einsatz kommen. Zudem wird der Zitronenmelisse eine positive Wirkung bei Gürtelrose zugesprochen.

Die Wegerich-Arten Spitz- und Breitwegerich, das Lungenkraut mit seinen blauen Blüten und auch die Gundelrebe sind die Schleimlöser unter den einheimischen Heilpflanzen. Ein Sirup oder Tee aus diesen Pflanzen hilft hervorragend bei Husten und Bronchitis. Bei Erkältungen hat sich auch Rosmarin bewährt, der eine reinigende und schützende Wirkung hat.

Neben der heilkräftigen Wirkung weisen viele der Heilpflanzen auch einen hohen Gehalt an wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen auf und können so zusätzlich im Rahmen einer gesunden Ernährung der Gesundheitsprophylaxe dienen.

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