Dentaleinheit

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Die Dentaleinheit ist das Kernstück jedes zahnärztlichen Behandlungszimmers. Hochentwickelte, filigrane Technik in Verbindung mit sachlich ansprechendem Design dient dem Wohl des Patienten und muss trotzdem tagtäglich ununterbrochen Hochleistung erbringen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Dentaleinheit?

Die Dentaleinheit ist vergleichbar mit dem Operationstisch des Chirurgen. Alle Instrumente und die gesamte Technik sind so angeordnet, dass der Mund-, Zahn- und Kieferbereich des Patienten optimal zu erreichen ist.

Jede Dentaleinheit ist räumlich in drei Bereiche einteilbar. Den mittleren Bereich stellt der Behandlungsstuhl für den Patienten dar. Er besteht aus Sitzfläche, Rückenlehne und Kopfstütze. Rechts von ihm befinden sich Ablageflächen für Trays und Köcherablagen für Motoren, in welchem die Geräte für den Behandler, also die Zahnärztin bzw. den Zahnarzt angeordnet sind. Analog dazu sind die Arbeitsmittel für die Zahnarzthelfer links montiert. Hier sind vor allem die Vorrichtungen für verschiedene Absaugkanülen wichtig.

Auf den neueren Modellen befinden sich sowohl beim Arzt-, wie auch beim Helferelement übersichtlich angeordnete Tastfelder auf Displays zum Steuern der Arbeitsmedien. Das horizontal schwenkbare Speispülbecken wird von den Helfern bedient. Am Rand des Beckens sind die Standfläche für den Mundspülbecher und der Wasserzulauf integriert. Die Behandlungsfeldleuchte hängt an einem durch mehrere Gelenke sehr flexiblen Schwebearm und kann von beiden Seiten bedient werden.

Formen, Arten & Typen

Obwohl alle Dentaleinheiten über identische Hauptfunktionen verfügen, gibt es dennoch Unterschiede im Umfang der Ausstattung, bei technischen Gegebenheiten, in Form, Design und Farbe. Ablageflächen können starr montiert oder sehr beweglich an Schwenkarmen befestigt sein. Schläuche hängen bei manchen Modellen unter den Köchern für die Motoren. Bei anderen Ausführungen werden die Zuleitungen für Wasser und Strom über Rollen von oben geleitet und nur bei Bedarf ausgezogen.

Bei jedem Typ von Dentaleinheit ist im Arztelement ein Instrument für Luft-, Wasser- und Sprayfunktion integriert. Ein Schnelllaufmotor und zwei Motoren für geringere Umdrehungszahlen gehören ebenfalls zur Mindestausstattung. Weitere Instrumente, wie Elektrochirurgie, Ultraschall zur Zahnsteinentfernung, Airbrush oder digitales Röntgen können zusätzlich vorhanden sein. Diese Instrumente gibt es aber auch als Einzelgeräte.

Sitzflächen, Rückenlehnen und Kopfstützen des Patientenstuhls können unterschiedlich breit sein. Die jeweiligen Polsterungen geben ein weicheres oder härteres Sitzgefühl. Eventuell vorhandene Armstützen vermitteln den Patienten den Eindruck stabil zu liegen. An Farben ist nahezu alles möglich.

Hersteller bieten sogar mobile Dentaleinheiten, die in mehreren Behandlungszimmern und für Hausbesuche eingesetzt werden können.

Aufbau & Funktionsweise

Die Dentaleinheit ist das Kernstück jedes zahnärztlichen Behandlungszimmers.

Im Sockel unter dem Behandlungsstuhl sitzt der Hauptschalter, mit welchem Strom, Wasser und Druckluft aktiviert werden. Auch der Amalgamabscheider, eine gesetzlich vorgeschriebene Vorrichtung zur Abwassereinigung, findet seinen Platz im unteren Bereich der Dentaleinheit. Den darin gesammelten Schlamm entsorgen spezialisierte Firmen, da er giftiges Quecksilber enthalten kann.

Auf den Displays zu beiden Seiten des Patientenstuhls sind hinter hygienischen Tastfolien zahlreiche Bedienfelder für die einzelnen Instrumente angeordnet. Der Behandlungsstuhl kann von hier aus in der Höhe verstellt werden. Außerdem kann der Winkel zwischen Sitzfläche und Rückenlehne sowie die Kopfstütze je nach erforderlicher Behandlungsposition eingestellt werden. Lichtintensität, Befüllung des Spülbechers, und Rundspülfunktion des Speispülbeckens werden per Drucktasten gesteuert.

Zufuhrschläuche, Motoren sowie Hand- und Winkelstücke bilden eine Einheit, die in den Köchern des Schwenk/Schwebetisches ihren Halt findet. Erst diese nehmen die rotierenden Instrumente, wie Bohrer oder Polierer auf. Da für verschiedene Präparationsvorgänge unterschiedliche Drehzahlen erforderlich sind, gibt es dafür Einstellgrößen auf dem Display.

Die Wasserführung in den Handstücken kann zu- oder ausgeschaltet werden. Weitere Einstellungen regulieren die Lichtstärke und Lichttemperatur der Arbeitsfeldleuchte. Röntgenbilder sind während der Behandlung auf dem Röntgenbildbetrachter zu sehen.

Zu jeder Dentaleinheit gehört ein Fußschalter. Erst durch Druck darauf, erhält der aus dem Köcher entnommene Motor Strom und kann anlaufen. Der Behandler kann außerdem über den Fußschalter Sitzposition und Links-oder Rechtslauf in den Handstücken regulieren.

Zur Dentaleinheit gehörende Geräteteile sind aufwändig zu warten. In vorgegebenen zeitlichen Intervallen muss eine Wartung durch den technischen Kundendienst erbracht werden. Alle Vorgänge werden dokumentiert und teilweise von Behörden geprüft.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Dentaleinheiten sind so standardisiert, dass jeder Behandler sofort auch auf einer fremden Einheit seinen Beruf ausüben könnte. Sie sind schnell einsatzbereit, wenn Strom, Wasser und Druckluft vorhanden sind. Alle winzigen Bestandteile sind sterilisierbar oder zumindest desinfizierbar. Somit ist die Gefahr von ansteckenden Keimen auf ein Minimum reduziert.

Die ständige technische Verbesserung von Dentaleinheiten optimiert auch die Qualität der Behandlung. Gute Absaugung von Speichel und Schleifpartikeln hilft, das Arbeitsfeld trocken zu legen. Speziallampen ermöglichen freie Sicht. Füllungen, die in einer derart vorbereiteten Umgebung gelegt werden, besitzen wesentlich längere Haltbarkeit. Füllungsränder schließen dicht ab und verhindern so die Ausbreitung neuer Karies im Dentin.

Moderne Ultraschallgeräte entfernen Zahnstein beinahe schmerzfrei und teils deutlich exakter, als Handinstrumente dieses könnten. Blut und andere Ausscheidungen werden diskret durch Absaugkanülen beseitigt. Durch diese Annehmlichkeiten zögern einige Patienten den nächsten Zahnarztbesuch weniger lange hinaus. Zahnstein, Entzündungen, kariöse Stellen werden so schon im Anfangsstadium erkannt und rechtzeitig beseitigt, ehe etwa Schmerzen entstehen. Auch Wurzelfüllungen und Extraktionen sind seltener notwendig.

Die durchschnittliche Zahngesundheit der Bevölkerung nimmt stetig zu. Das freundliche Ambiente durch sanfte Farben und harmonische Formen nimmt nicht nur Erwachsenen die Angst, sondern auch Kinder erleben ihre ersten Zahnarztbesuche als entspannte Vorsorge. So entsteht eine positive Einstellung für zukünftige Behandlungen.

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