Dengue-Fieber

Das Dengue-Fieber ist eine Viruserkrankung, die sowohl als Epidemie, aber auch sporadisch auftreten kann. Aufgrund seines Übertragungsweges tritt es nur in tropischen und subtropischen Gebieten auf.

Inhaltsverzeichnis

Definition Dengue-Fieber

Das Dengue-Fieber wird auch Knochenbrecher- oder Dandy-Fieber genannt. Es wird ausgelöst durch den Dengue-Virus. Dieser wird durch Stiche bestimmter Moskitoarten übertragen, wenn diese mit dem Virus infiziert sind. Die Infektion mit dem Dengue-Fieber ähnelt dem Verlauf einer schweren Grippe oder Krankheiten mit ähnlichen Symptomen, die Diagnostizierung ist daher nicht ganz einfach.

Die Hauptverbreitungsgebiete des Dengue-Fiebers sind Süd- und Mittelamerika, einige Teile von Afrika, Südostasien und einige Inseln im Pazifik. In den USA und Europa ist das Dengue-Fieber eine der am häufigsten importierten Erkrankungen. Begründet liegt diese Tatsache insbesondere in der gestiegenen Reisetätigkeit der Europäer und Nordamerikaner.

Das Dengue-Fieber hat vier Subtypen, welche jedoch auch örtlich zeitgleich auftreten können. Patienten, die eine Infektion mit einem der Unterarten durchgestanden haben, sind gegen weitere Erkrankungen dieser Unterart immun. Eine Infektion mit einem der anderen drei Subtypen kann jedoch noch erfolgen. Diese verläuft dann zumeist schlimmer als die erste Erkrankung mit Dengue-Fieber.

Ursachen für Dengue-Fieber

Ursächlich für das Dengue-Fieber sind die sogenannten Dengue-Viren, welche durch Stiche infizierter Mücken der Art „Aedes“ übertragen werden. Dabei sind jedoch nur Primaten und Moskitos als Träger des Dengue-Virus bekannt.

Die weibliche Stechmücke nimmt den Virus beim Blutsaugen von einem infizierten Opfer auf. Bei einer ausreichend hohen Konzentration des Virus im Blut, kann es sich im Magen der Mücke vermehren.

Anschließend gelangt das Virus in das Blutsystem und den Speichel der Mücke. Bei einem erneuten Stich wird das Virus mit dem Speichel in den Blutkreislauf des Primaten oder Menschen übertragen.

Typische Symptome bei Dengue-Fieber

Diagnose und Verlauf bei Dengue-Fieber

Eine Infektion mit Dengue-Fieber führt zunächst zu hohem Fieber, welches auch oft mit Schüttelfrost einhergeht. Des Weiteren kommt es zu Glieder-, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Die Inkubationszeit beträgt dabei ca. drei bis vierzehn Tage.

Möglich ist auch in den ersten Tagen der Infektion ein roter Ausschlag im Gesicht oder ein Hautausschlag an den Armen und Beinen. Weitere grippeähnliche Symptome sind Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Schwindelanfälle und Übelkeit. Nach wenigen Tagen kommt es zunächst zu einer kurzen fieberfreien Zeit, anschließend folgen wieder einige Tage mit nicht mehr ganz so hohem Fieber.

Bei einer schwereren Verlaufsform des Dengue-Fiebers kommt es zu einer Störung der Blutgerinnung. Dies führt zu inneren Blutungen, insbesondere im Magen-Darm-Trakt, großen Flüssigkeitsverlusten und Kreislaufzusammenbrüchen. Diese Verlaufsform wird Dengue-Hämorrhagisches Fieber genannt.

Eine Diagnose des Dengue-Fiebers ist zunächst anhand der auftretenden Symptome und der Anamnese möglich. Bestätigt wird die Diagnose anhand eines Antigen-Testes, wobei bestimmte Erreger im Blut nachgewiesen werden. Wichtig bei der Diagnose von Dengue-Fieber ist der Ausschluss von anderen tropischen Krankheiten, wie Malaria, Gelb- oder Lassa-Fieber.

Behandlung von Dengue-Fieber

Die Behandlung von Dengue-Fieber wird dem Zustand des Patienten angepasst. Dabei gibt es keine spezielle Therapie. Vielmehr versucht der Arzt, die Symptome zu lindern und dem Patienten dadurch die Genesung zu erleichtern.

In Betracht kommt der Einsatz von Mitteln, welche das Fieber senken und schmerzstillend wirken. Schmerzmittel auf der Grundlage von Acetylsalicylsäure dürfen dabei jedoch nicht angewandt werden, da diese die Blutgerinnung hemmen. Dies kann beim Eintreten des Dengue-Hämorrhagischen Fiebers gefährlich werden.

Der Patient sollte während der Erkrankung strenge Bettruhe halten, dann ist mit einer Ausheilung nach ca. zwei Wochen zu rechnen.

Bei der schweren Verlaufsform und massiven Kreislaufzusammenbrüchen kann ein stationärer Krankenhausaufenthalt notwendig werden. In diesem Fall wird dem Patienten über eine Infusion eine isotonische Lösung verabreicht, um einen großen Flüssigkeitsmangel auszugleichen und einem weiteren Flüssigkeitsverlust vorzubeugen. Möglich ist bei einer schweren Erkrankung am Dengue-Fieber auch die Gabe von Blutplasma oder Bluteiweiß.

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Vorbeugung von Dengue-Fieber

Um dem Dengue-Fieber vorzubeugen, müssen Mückenstiche verhindert werden. Dies kann durch das Tragen langer Bekleidung oder durch den Einsatz von insektenabwehrenden Mitteln und Moskitonetzen geschehen. Eine Impfung gegen das Dengue-Fieber ist zwar derzeit in der klinischen Erprobung, steht jedoch noch nicht zur Verfügung.

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