Dellwarzen (Mollusken)
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Dellwarzen, auch Mollusken genannt, zählen weltweit zu den häufigsten durch Viren hervorgerufenen Hauterkrankungen. Die Anzahl der Dellwarzen am Körper ist variabel, sie reicht von einzelnen Knötchen bis hin zu mehreren Hundert Wucherungen.
Definition Dellwarzen (Mollusken)
Dellwarzen sind in der Regel in Gruppen angeordnet und lassen sich bevorzugt am Oberkörper sowie auf Armen, Händen und Fingern finden. Erwachsene sind hauptsächlich von Dellwarzen betroffen, wenn sie unter Neurodermitis leiden, eine Kortisontherapie durchführen oder eine Immunschwäche aufweisen.
Bei ihnen treten die Knötchen meist im Genitalbereich oder am Unterbauch auf. Dellwarzen sind harmlos, erzeugen jedoch gelegentlich Juckreiz, vornehmend bei Personen mit trockener Haut.
Ursachen für Dellwarzen (Mollusken)
Die Viren dringen über winzige Verletzungen der Haut in den Körper ein und vermehren sich in den Zellen der Epidermis, der obersten Hautschicht. Diese vergrößern sich dadurch und erzeugen eine Wucherung, die Warze.
Übertragen werden Dellwarzen entweder durch direkten Hautkontakt und Geschlechtsverkehr oder durch Schmierinfektion. Hierbei handelt es sich um die Ansteckung durch indirekten Kontakt, also durch das Berühren von mit Erregern besetzten Gegenständen, beispielsweise Handtüchern oder Spielzeug.
Umgangssprachlich werden Dellwarzen auch als Schwimmbadwarzen bezeichnet, wobei Fachleute eine Übertragung durch das Wasser für ausgeschlossen halten. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Dellwarzen, beträgt etwa zwei bis sieben Wochen.
Das Drücken auf die Warze führt zu dem Austritt eines körnigen, weißlichen Sekrets, das eine große Anzahl an neu gebildeten Viruspartikeln enthält. Kratzt man an den Dellwarzen, ist folglich das Risiko einer Eigenansteckung sehr groß, da man die Viren mit den Fingern sehr schnell auf andere Hautbereiche überträgt.
Typische Symptome bei Dellwarzen
Diagnose und Verlauf bei Dellwarzen (Mollusken)
Aufgrund des charakteristischen Aussehens bereitet die Diagnose der Dellwarzen dem Arzt meist keine Probleme. Zur endgültigen diagnostischen Abklärung kann in Zweifelsfällen unter örtlicher Betäubung eine Hautprobe entnommen und feingeweblich untersucht werden.
Bei einem Großteil der Betroffenen kommt es innerhalb von sechs bis neun Monaten zu einer spontanen Rückbildung der Dellwarzen. Bleiben die Dellwarzen länger bestehen, empfehlen Hautärzte aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr ihre Entfernung.
Behandlung von Dellwarzen (Mollusken)
Bei der Kryotherapie werden Dellwarzen durch einen mit flüssigem Stickstoff oder einem anderen Kältemittel sehr stark abgekühlten Applikator vereist und dadurch das erkrankte Gewebe zerstört. Nicht mit Kälte, sondern Hitze arbeitet das Laserverfahren: Hierbei wird das erkrankte Gewebe bei Temperaturen von bis zu 300 Grad verdampft.
Ebenso besteht die Möglichkeit, die Dellwarzen mit austrocknenden und schälenden Lösungen selbst zu behandeln, meist ist Vitamin-A-Säure hierbei der entscheidende Bestandteil. Weiterhin kann ein salizylsäurehaltiges Pflaster aufgeklebt werden, um die Dellwarzen aufzuweichen.
Sowohl nach einer erfolgreichen Behandlung als auch nach einer Spontanheilung können Dellwarzen jedoch erneut auftreten.
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Vorbeugung von Dellwarzen (Mollusken)
Zur Vorbeugung von Dellwarzen ist es ratsam, Hygieneartikel wie Handtücher oder Waschlappen nicht mit anderen Familienmitgliedern gemeinsam zu benutzen. Ebenso empfiehlt sich eine Stärkung des Immunsystems, sei es durch eine ausgewogene Ernährung oder durch regelmäßige körperliche Aktivität.
Personen, die von Neurodermitis betroffen sind, neigen zu erhöhter Anfälligkeit für Dellwarzen. Sie sollten darauf achten, zur Stabilisierung der natürlichen Hautbarriere regelmäßig eine fetthaltige Creme zu verwenden. Sind bereits Dellwarzen vorhanden, ist jedoch auf Lotion zu verzichten, um ihre Übertragung zu verhindern.
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Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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