Damiana

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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In den meisten Fällen existieren zur Schulmedizin wirksame Alternativen. Diese kommen oft ohne chemische Zusätze aus und sind seltener für Nebenwirkungen verantwortlich. So können die Blätter der Damiana beispielsweise als ein natürliches Aphrodisiakum verwendet werden.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Damiana

Die Damiana gehört zur Gattung der Safranmalven. Ursprünglich stammt sie aus Amerika. Hier wächst sie vom südlichen Teil Nordamerikas bis in die Gebiete Argentiniens. Äußerlich betrachtet wirkt die Pflanze wie ein Strauch mit vielen Zweigen. Insgesamt erreicht der Damiana eine Höhe von ungefähr einem bis zweit Metern. Die Blätter und Zweige weisen feine Haare oder Flaum auf. Dabei existiert keine einheitliche Blattform- und Größe.

Stattdessen variieren die Blätter in ihrer äußeren Erscheinung, sind jedoch alle etwa 1 bis 2 Zentimeter lang. Der Rand der Blätter weist meistens Einbuchtungen auf, die Oberfläche feine Rippen. Insbesondere in der Region der Blattrippen können oft Blatthaare gefunden werden. Der Damiana verfügt über Blüten. Diese sind leuchtend gelb und erblühen im gesamten Sommer. Erst gegen Herbst verschwinden die Kronblätter.

Insgesamt liegt die Länger einer Blüte bei zirka vier bis acht Zentimetern. In ihrer Mitte trägt sie eine duftende Kapselfrucht. Ihr Geschmack erinnert an Feigen. Damiana bevorzugt offene Orte mit reichlich Sonne. Insbesondere in felsigen Standorten und Höhenlagen kann der Strauch vermehrt lokalisiert werden. Vor allem in Nordmexiko befinden sich die größten Populationen der Pflanze, welche in Europa nur langsam an Bekanntheit gewinnt.

Wirkung & Anwendung

Damiana kann für verschiedene Beschwerden verwendet werden. Besonders häufig kommt die Pflanze als Aphrodisiakum zum Einsatz. Darüber hinaus wirken die Inhaltsstoffe jedoch auch leicht abführend und stimmungsverbessernd. Sie können Angstzustände lösen und Entspannung herbeiführen. Bereits in der Geschichte der Mayas wurden die Blätter auf unterschiedliche Weise zubereitet und von der Bevölkerung medizinisch verwertet.

Mittlerweile ist es innerhalb Europas möglich, die getrockneten Bestandteile zu kaufen oder aber sich einen eigenen Damiana-Strauch zuzulegen. In den meisten Fällen findet die Anwendung in Form eines Tees statt. Dafür sollten etwa 2 bis 4 Gramm der getrockneten Blätter in heißes Wasser gegeben werden. Nach einigen Minuten können die restlichen Bestandteile entfernt werden. Der Tee sollte dreimal am Tag getrunken werden. Laut Erfahrungen setzt die Wirkung erst dann optimal ein, wenn die heiße Flüssigkeit über eine Woche hinweg täglich aufgenommen wurde.

Damiana bevorzugt offene Orte mit reichlich Sonne. Insbesondere in felsigen Standorten und Höhenlagen kann der Strauch vermehrt lokalisiert werden.

Des Weiteren ist es möglich, aus den Bestandteilen der Pflanze eine alkoholische Tinktur zu machen. Selbsthergestellt wird meistens Wodka verwendet. Die alkoholischen Extrakte lassen sich in der Regel aber bereits verwendungsfertig erwerben. Insbesondere in den Heimatländern der Damiana werden die Blätter des Strauchs verwendet, um beispielsweise alkoholische Getränke zu aromatisieren. Darüber hinaus rauchen die Einwohner Teile des Damiana. Die Darreichungsformen sind somit sehr vielfältig.

Ausschlaggebend für die medizinische Wirkung der Pflanze sind ihre Inhaltsstoffe. Bei diesen handelt es sich vor allem um Terpene und ätherische Öle. Im Rahmen der Terpene kommen unter anderem Koffein, Tannin und Thymol vor. Nicht alle Wirkungen der Damiana beruhen dabei auf wissenschaftlichen Studien. Stattdessen wird die Pflanze insbesondere im Rahmen der Homöopathie verwendet oder aufgrund von Erfahrungen empfohlen. Die meisten wissenschaftlichen Versuche fanden mit Tieren statt.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Damiana kann zur Behandlung physischer und psychischer Beschwerden verwendet werden. So wirken die Inhaltsstoffe gegen Angststörungen und unterstützen das Einsetzen eines Entspannungszustandes. Die angstlösende Eigenschaft hat sich bei Versuchen jedoch nur bei Lösungen gezeigt, die mit Methanol produziert wurden. Das Präparat soll eine gemäßigte Euphorie bewirken.

Angewendet wird es in dieser Form vor allem bei bestehenden Menstruationsbeschwerden, Prostatastörungen, Verspannungen, Nervosität und Schlaflosigkeit. Insbesondere in Mexiko kommt Damiana auch bei Infektionskrankheiten zum Einsatz. Die Bestandteile sind antibakteriell und können so bei Erkältungen, entzündlichen Krankheiten, aber auch bei Infektionen der Atmungs- und Verdauungsorgane verwendet werden.

Darüber hinaus ist die Behandlung bei Krankheiten der Geschlechtsorgane, wie auch Nieren- und Blasenkatarrhe in den Heimatländern nicht unüblich. Ausschlaggebend für die desinfizierende Wirkung soll der Stoff Arbutin sein. Die entspannende Eigenschaft der Blätter erreicht ebenfalls die glatte Muskulatur im Bereich der inneren Organe. Auf diese Weise ist es der Pflanze möglich, stärkere Bauchschmerzen zu lindern. Gleichzeitig fördern die Inhaltsstoffe das Abklingen von entzündlichen Erkrankungen im Bereich von Magen und Darm. Darüber hinaus wird Damiana in einigen Fällen verwendet, um den Appetit anzuregen.

Als Aphrodisiakum wird Damiana behandelnd sowie vorbeugend eingesetzt. So soll es einen Verlust der Libido bei Mann und Frau vermeiden, aber auch bereits vorliegende sexuelle Störungen lindern. Die Wirkung soll dabei auf einer erhöhten Sensibilität der Haut und einer besseren Durchblutung des Unterleibs beruhen. Es liegen jedoch noch nicht genügend Daten aus wissenschaftlichen Studien vor, um die Vermutungen eindeutig zu bestätigen.

Laut Erfahrungen soll es sich bei Damiana aber um ein wirksames Aphrodisiakum handeln, von dem bereits die Maya Gebrauch machten. Die aphrodisierenden Eigenschaften sollen dabei so weit gehen, dass sie ebenfalls bei Impotenz Wirkung zeigen. Somit handelt es sich bei Damiana um ein pflanzliches Mittel, welches zahlreiche medizinische Zwecke erfüllen kann. Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt, es empfiehlt sich jedoch nicht, die empfohlene Dosierung zu überschreiten. Menschen mit Lebererkrankungen sowie Schwangere und Stillende sollten auf die Bestandteile des Strauches verzichten.

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