Damenbinde

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Die Damenbinde (auch einfach Binde genannt) ist ein Produkt der Menstruationshygiene, das das Menstruationsblut auffängt und in seinem Geruch neutralisiert. Sie wird in die Unterwäsche gelegt und beim Toilettengang gewechselt.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Damenbinden?

Damenbinden sind stark saugfähige, dünne Einlagen für die Unterwäsche, die von menstruierenden Frauen genutzt werden. Sie sind dazu gedacht, das Menstruationsblut aufzufangen und es so trocken wie möglich einzuspeichern, bis die Damenbinde durch eine neue ersetzt werden kann. Auf diese Weise tropft das Blut weder in die Unterwäsche noch in die Kleidung.

Am häufigsten werden Binden zur einmaligen Verwendung benutzt, es gibt allerdings auch mehrfach verwendbare Varianten. Die Wegwerf-Binde besteht aus künstlichen Materialien, die die aufgefangene Flüssigkeit davon abhalten, wieder auszulaufen. Im Inneren befindet sich ein saugstarker Kern, der das Blut auffängt und fest einlagert. Moderne Binden besitzen zusätzlich Bestandteile, die Gerüche neutralisieren.

Damenbinden zur mehrfachen Verwendung werden mit einem speziellen Monatshöschen getragen, das im vorherigen Jahrhundert gängig war, in dem wiederverwendbare Stoffbinde befestigt werden können.

Formen, Arten & Typen

Die Binde besitzt eine glatte, auslaufsichere Oberfläche und einen saugfähigen Kern im Inneren. An der Unterseite der Binde befindet sich ein Klebestreifen, mit dem sie in der Unterhose befestigt werden kann. Gedacht sind Damenbinden zum Tragen in einer gewöhnlichen Unterhose, lediglich bei Strings und Tangas kann die Binde zu breit werden. Manche Produkte haben neben dem Klebestreifen sogenannte Flügel an den Rändern der Binde, die unter die Unterhose geklebt werden und ihr einen besseren Halt verleihen sollen.

Unter den Binden zur einmaligen Verwendung gibt es verschiedene Abstufungen je nach Intensität der Monatsblutung. Während manche Damenbinden für sehr leichte Blutungen gedacht sind, halten andere eine ganze Nacht ohne einen Wechsel und sind nicht nur saugfähiger, sondern oft auch länger.

In der Geburtshilfe werden ebenfalls Damenbinden verwendet, allerdings sind diese extrem saugstark, da sie mit der Wochenblutung oder mit Fruchtwasser konfrontiert werden. Diese werden auch als Vorlagen bezeichnet. Neben den Einweg-Damenbinden gibt es auch heutzutage noch Mehrweg-Binden. Im vergangenen Jahrhundert waren sie die gängige Art, Menstruationsblut aufzufangen. Heute werden sie in ein normal aussehendes Monatshöschen eingelegt und nach dem Wechsel gewaschen.

Aufbau & Funktionsweise

Binden sind dazu gedacht, das Menstruationsblut aufzufangen und es so trocken wie möglich einzuspeichern, bis die Damenbinde durch eine neue ersetzt werden kann.

Die Damenbinde hat die Funktion, auslaufendes Menstruationsblut aufzufangen und dieses so lange sicher einzulagern, bis die Binde ersetzt werden kann. Individuelle Anforderungen können zudem die besondere Flexibilität der Damenbinde sein, da mit ihr beispielsweise Sport getrieben wird oder sich die Nutzerin im Schlaf viel bewegt. Dazu schützt die Damenbinde den kompletten Intimbereich und kann das Menstruationsblut auffangen, sobald es aus der Scheide austritt.

Der wichtigste Bestandteil der Damenbinde ist der saugfähige Kern im Inneren. In diesem wird das Menstruationsblut gebunden, die auslaufsichere Oberfläche der Binde hält sie im Kern. In der saugfähigen Mitte moderner Damenbinde sind oft Bestandteile enthalten, die dafür sorgen, dass keine unangenehmen Gerüche entstehen. Diese können durch den Eigengeruch des Menstruationsblutes sowie durch eine längere Tragedauer der Damenbinde schnell entstehen und sind für die betroffene Frau sehr unangenehm.

Mehrweg-Damenbinden aus Stoff haben ebenfalls eine saugfähige Mitte, der Stoff kann zusätzlich zum Schutz vor dem Auslaufen beschichtet sein.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Die Damenbinde gilt in vielen Glaubensgemeinschaften als einziges erlaubtes Mittel, Menstruationsblut aufzufangen. Tampons, Menstruationstassen oder andere Mittel, die direkt in die Scheide eingeführt werden, stehen im Verdacht, das Hymen der Frau beschädigen zu können, sodass sie vor allem für unverheiratete und junge Frauen verboten sind. Aus medizinischer Sicht sind diese Befürchtungen meist unbegründet, da das Hymen in den meisten Fällen bereits durch normale, alltägliche Bewegung einreißt.

Damenbinden sind grundsätzlich gut geeignet für Frauen, die unter Scheidentrockenheit bei der Verwendung von Tampons leiden oder die Schwierigkeiten haben, Tampons einzuführen. Bei Pilzinfektionen empfehlen sich ebenfalls Damenbinden statt Tampons, da der Pilz sich durch den Tampon besser vermehren kann und die Infektion vielleicht nicht so schnell abklingt, wie sie ohne den Tampon heilen würde. Da der Tampon die Schleimhaut austrocknet, bietet sich dem Scheidenpilz eine noch bessere Möglichkeit der Vermehrung.

Binden sind bei ausreichend häufigem Wechsel alle paar Stunden hygienisch unbedenklich. Empfohlen werden sie auch unmittelbar nach der Geburt bei den ersten Regelblutungen - besonders, wenn die Frau bei der Geburt an der Scheide operiert wurde oder ein Dammschnitt notwendig war. Durch die lange Heilungsdauer kann die Einführung eines Tampons noch schmerzhaft oder zumindest unangenehm sein.

Je nach Stärke der Menstruationsblutung muss die Damenbinde entsprechend saugfähig gewählt werden, in Ausnahmefällen sind dafür die medizinischen Vorlagen erforderlich. Das ist allerdings meistens nur nach Operationen oder nach einer Geburt der Fall, wenn die Blutung wesentlich stärker und länger ausfällt.

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