Daikon

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. Dezember 2016
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Der asiatische Daikon-Rettich wird auch in Europa immer beliebter. Er ist genauso gesund und nährstoffreich wie der heimische Gartenrettich, sein milder Geschmack ist jedoch einmalig.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über den Daikon wissen

Der Daikon ist eine Zuchtform des Gartenrettichs. Ursprünglich kommt er aus dem ostasiatischen Raum und ist ein wichtiger Bestandteil der japanischen, chinesischen und koreanischen Küche. Deshalb ist er nicht nur unter dem Namen Daikon-Rettich bekannt, sondern wird auch Japanischer oder Chinesischer Rettich genannt.

In Indien heißt er Mooli. Inzwischen wird diese Rettichart auch in Italien angebaut. Diese kommen im Spätsommer und Herbst zu den heimischen Händlern. Der Daikon-Rettich unterscheidet sich vor allem in seiner Größe und in seinem milden Geschmack von dem heimischen Gartenrettich. Letzterer zeichnet sich vor allem durch eine intensivere Schärfe aus. Ein weiterer Name für den Daikon-Rettich ist Riesenrettich, weil er bis zu 50 Zentimeter lang und 4 Kilogramm schwer werden kann. Seltene Stücke wiegen sogar bis zu 20 Kilogramm. Der Durchmesser von Riesenrettichen beträgt etwa 4 bis 10 Zentimeter. Er hat eine eher schlanke und spitz zulaufende Form. Wer den Daikon anbauen will, muss vor allem seine lange Kultivationszeit beachten.

Der asiatische Daikon-Rettich wird auch in Europa immer beliebter. Er ist genauso gesund und nährstoffreich wie der heimische Gartenrettich.

Nach der Aussaat kann er in der Regel erst nach 50 bis 90 Tagen geerntet werden. Die Ernte sollte jedoch nicht zu spät erfolgen, da er sonst bitter schmeckt. Wie der herkömmliche Gartenrrettich hat auch die Daikon-Pflanze eine Lebensdauer von ein bis zwei Jahren. Ein Teil der Wurzel ragt oft aus der Erde hervor, wo er durch den Kontakt mit dem Sonnenlicht grün wird. Diese grünen Blätter werden in Asien auch zum Verzehr eingelegt oder als Gemüse frisch gegessen. In Deutschland werden die Blätter für den Verkauf entfernt, weil sie schnell gelb werden.

Einer Vermutung zufolge wurde der Daikon von einem Mönch erstmals eingelegt, damit er auch im Winter haltbar bleibt. Eingelegter Daikon wird vor allem in der japanischen Stadt Kyoto gegessen. In China kommt das Gemüse in kantonesischen Gerichten vor. Den traditionellen Rettichkuchen gibt es in China zum Neujahrsfest. In Korea wird der Daikon eingelegt und zum landestypischen Gericht Kimchi verarbeitet.

Bedeutung für die Gesundheit

Die positiven Wirkungen des Daikon-Rettichs auf die Gesundheit sind in Asien seit jeher bekannt. Diese setzen sich auch in Europa immer mehr durch. Das Gemüse enthält einen hohen Anteil an Senfölen, die bei der Bekämpfung von Krankheitserregern helfen sollen.

Der Saft dieses Rettichs soll außerdem Husten lindern und Leber- und Gallenbeschwerden mindern. Die traditionelle chinesische Medizin profitiert schon seit vielen Jahren von der heilenden Wirkung des Rettichsaftes. Da der Daikon-Rettich wie der Meerrettich den Abbau von Fetten, Ölen und Proteinen fördert, wird er in der makrobiotischen Küche hochgeschätzt. Dank dieser Eigenschaft wird er in China gerne als Zutat für Suppen verwendet, welche zu fettreichem Essen serviert wird. Eine Rettichsuppe kann ein unangenehmes Völlegefühl vorbeugen.

Denn Daikon-Rettiche helfen dem Körper beim Ausscheidungsprozess von Fetten auf die Sprünge. Ähnlich wie bei anderen Retticharten ist auch der Daikon reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Aufgrund seines hohen Kalziumgehalts wirkt er positiv auf die Knochen- und Zahngesundheit aus. Auch ist das Eisen zu einem hohen Anteil enthalten, sodass bei regelmäßigem Verzehr von Daikon-Rettich die Bildung roter Blutkörperchen gefördert wird. In Asien wird der Daikon auch zur Behandlung von depressiven Erscheinungen eingesetzt.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 18 Fettgehalt 0,1 g
Cholesterin 0 mg Natrium 21 mg
Kalium 227 mg Kohlenhydrate 4,1 g
Ballaststoffe 1,6 g Eiweiß 0,6 g

Der Daikon-Rettich ist zwar sehr mineralstoff- und vitaminreich, dennoch ist er sehr kalorienarm. Pro 100 Gramm Rettich enthalten nur etwa 14 Kalorien. In einem Daikon-Rettich steckt sogar so viel Vitamin C, dass er den Tagesbedarf eines Erwachsenen decken könnte. Die Hauptvertreter der in einem Daikon-Rettich enthaltenen Mineralstoffe sind Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink und Phosphor.

Auch der Anteil an pflanzlichem Protein ist nicht zu unterschätzen. In 100 Gramm des Rettichs stecken sogar 0,6 Gramm Protein. Der Anteil an Ballaststoffen liegt bei etwa 1,6 Gramm. Da der Rettich bei 100 Gramm etwa 4,1 Gramm Kohlenhydrate enthält, ist er auch ein gesunder Sattmacher. Neben dem Vitamin C sind in diesem Gemüse auch die Vitamine A, D und B12 vertreten.

Unverträglichkeiten & Allergien

Wer zu chronischen Magenbeschwerden neigt, kann aufgrund der im Rettich enthaltenen Senföle Sodbrennen bekommen. Außerdem wirkt der Daikon-Rettich wie alle anderen Rettichsorten leicht harntreibend. Menschen mit einer Blasenschwäche werden bei regelmäßigem Verzehr die Toilette öfter aufsuchen müssen.

Die Symptome für eine Allergie gegen Daikon-Rettich sind typische Anzeichen einer Lebensmittelallergie. Diese äußern sich in Hautausschlägen, Magen-Darm-Beschwerden oder Atemnot aus. Rettiche rufen nur in sehr seltenen Fällen eine Lebensmittelallergie hervor. Wenn nach dem Verzehr von Daikon-Rettichen aber eine allergische Reaktion auftritt, muss schnell ärztlicher Rat eingeholt werden.

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Einkaufs- & Küchentipps

Daikon-Rettiche sind hauptsächlich in Asiamärkten erhältlich. Es gibt aber auch viele Gemüsehändler und große Supermärkte, die diese besondere Rettichsorte verkaufen. Beim Kauf von Daikon-Rettichen ist insbesondere auf eine glatte und helle Schale zu achten. Auch sollte die Rübe möglichst schwer sein. Frische Daikon-Rettiche haben noch grüne Blätter.

Der Rettich besteht nur dann den Geruchstest, wenn er angenehm mild riecht. Eine schlaffe Rübe mit runzeliger Schale liegt wahrscheinlich schon mehrere Wochen im Laden. Vom Kauf wird auch dann abgeraten, wenn der Geruch sehr intensiv ist und die Blätter gelb und welk sind. Daikon-Rettiche werden in der Regel von Hand geerntet, damit sie unbeschädigt beim Verbraucher ankommen. Wenn der Rettich äußerliche Schäden aufweist, sollte er auch nicht gekauft werden. Die Lagerung von Daikon-Rettichen ist recht unkompliziert.

Sie halten im Kühlschrank bei 0° Grad Celsius sogar bis zu vier Wochen. Die Luftfeuchtigkeit soll bei etwa 95 bis 100 Prozent liegen. Vor der Verarbeitung wird die Rübe gewaschen, geschält und 15 Minuten lang in Salzwasser eingelegt. Wer den Rettich lieber roh verzehren möchte, braucht ihn jedoch nicht in Salzwasser einzulegen.

Zubereitungstipps

Für den Daikon-Rettich gibt es verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten. Er kann gekocht, gegart, eingelegt oder eingemacht werden. Es ist auch möglich, ihn roh zu verzehren. Zwar schmeckt er im Vergleich zum heimischen Gartenrettich milder, doch hat er im rohen Zustand immer noch eine intensive Schärfe.

Wer diese beißende Schärfe von Rettichen nicht mag, sollte den Daikon-Rettich unbedingt verarbeiten. Die gute Nachricht lautet: Auch wenn der Daikon lange gegart wird, bleiben das milde Aroma und die knackige Konsistenz noch erhalten. In Japan wird der Daikon-Rettich zuerst vorgekocht und dann mit Sojasoße gegart. Auch eignet er sich gut als Zutat für Sashimi, indem er fein gerieben und über den Fisch gestreut wird.

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