Coxitis fugax

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. November 2017
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Von der Coxitis fugax (Synonyme: Coxalgia fugax, Hüftschnupfen oder Transiente Synovitis) sind vor allem Kinder betroffen. Meist klingt die Erkrankung nach einigen Tagen selbstständig ab. Konsequente Schonung kann Symptome lindern.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Coxitis fugax?

Die Coxitis fugax wird unter anderem auch bezeichnet als Hüftschnupfen. Dabei beschreibt die Coxitis fugax eine Entzündung des Hüftgelenkes, die nicht auf Keime zurückzuführen ist. Häufig tritt der Hüftschnupfen bei Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren auf; Jungen sind dabei häufiger von der Erkrankung betroffen als Mädchen.

Zu den typischen Symptomen einer Coxitis fugax zählen plötzliche Hüftschmerzen, die bis in das Knie ausstrahlen können. Um das betroffene Knie zu schonen, zeigt sich bei Patienten oft ein vorübergehendes Humpeln. Häufig sind bei vorliegender Coxitis fugax außerdem Bewegungseinschränkungen der Hüfte zu beobachten; als schmerzhaft erweist es sich hierbei vor allem, das Bein mithilfe des Hüftgelenks zu drehen.

Ursachen

In der Medizin sind die genauen Ursachen einer Coxitis fugax weitestgehend unklar.

Allerdings ist bekannt, dass einer Coxitis fugax meist ein viraler Infekt vorherging, der beispielsweise die oberen Atemwege (wie etwa die Nase und/oder die Nasennebenhöhlen) oder den Magen-Darm-Trakt betraf.

In den meisten Fällen einer Erkrankung an Coxitis fugax wird ein Zeitfenster von ca. zwei Wochen zwischen Abklingen eines viralen Infekts und Auftreten erster Symptome des Hüftschnupfens angegeben.

Angenommen wird von Medizinern deshalb, dass es sich bei der Coxitis fugax nicht um eine eigenständige Erkrankung handelt, sondern um die Folge einer viralen Infektion.

Typische Symptome & Anzeichen

Diagnose & Verlauf

Die Verdachtsdiagnose Coxitis fugax kann zunächst aufgrund typischer Beschwerden eines Patienten (wie etwa plötzliche Hüftschmerzen und auftretendes Humpeln) gestellt werden.

Da betroffene Patienten meist Kinder sind, eignet sich vor allem der Ultraschall, um die Verdachtsdiagnose zu prüfen. Lässt sich über Ultraschall ein erweiterter Gelenkspalt erkennen, der mit Flüssigkeit gefüllt ist, so spricht dies in der Regel für eine vorliegende Coxitis fugax.

Vorteile des Ultraschallverfahrens zur Diagnose einer Coxitis fugax liegen (vor allem bei Kindern) darin, dass das Verfahren nicht schmerzhaft ist und keine Strahlenbelastung verursacht. Im Rahmen einer Blutentnahme ist es außerdem möglich, akute Entzündungsvorgänge im Körper festzustellen; zeigen sich im Blutbild eines Betroffenen diesbzgl. aber keine Auffälligkeiten, kann trotzdem eine Coxitis fugax vorliegen.

Häufig bildet sich eine Coxitis fugax nach ein bis zwei Wochen selbstständig zurück. Zeigen sich über diese Zeitspanne hinaus Schmerzen an der Hüfte, so liegt bei einem Patienten vermutlich keine Coxitis fugax, sondern eine andere Erkrankung bzw. Funktionsbeeinträchtigung vor.

Komplikationen

In den meisten Fällen kommt es bei der Coxitis fugax nicht zu weiteren Beschwerden und Komplikationen. Falls das betroffene Kind Bettruhe einhält und sich entspannen kann, klingt die Erkrankung von selbst wieder ab. In der Regel treten beim Patienten kurzzeitig Einschränkungen der Beweglichkeit ein. Dabei schmerzt vor allem die Hüfte und es treten Gangstörungen auf, die sich durch Humpeln bemerkbar machen können.

Die Lebensqualität des Patienten wird durch die Coxitis fugax eingeschränkt und verringert. In den meisten Fällen verschwindet die Flüssigkeit selbst nach ungefähr zwei Wochen und führt nicht zu weiteren Beschwerden. Der Betroffene ist in dieser Zeit möglicherweise auf die Einnahme von Schmerzmitteln angewiesen. Vor allem Bettruhe und Schonung des Körpers wirken sich positiv auf die Krankheit aus.

Nicht selten benötigen die Kinder für ihre Bewegung Krücken. Sollte die Coxitis fugax nicht von alleine verschwinden, werden Medikamente eingesetzt. Dabei kommt es ebenfalls nicht zu weiteren Komplikationen. In schwerwiegenden Fällen kann die Flüssigkeit durch einen Arzt auch direkt entnommen werden, damit das Gelenk entlastet wird. Es treten keine Folgeschäden auf.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Coxitis fugax, auch als Hüftschnupfen bezeichnet, betrifft vor allem Kinder im Alter zwischen vier und zehn Jahren. Die Störung bildet sich sehr häufig nach etwa zehn bis vierzehn Tagen von selbst wieder zurück. Sofern der Hüftschnupfen eindeutig identifiziert ist, ergreifen Ärzte oft nicht sofort Gegenmaßnahmen, sondern warten den Krankheitsverlauf zunächst ab. Eltern betroffener Kinder sollten aber dennoch vorsichtshalber einen Arzt zurate ziehen, sofern ihr Kind Symptome zeigt, die auf einen Hüftschnupfen hindeuten. Kennzeichnend sind plötzliche Hüftschmerzen, die oftmals bis in die Knie ausstrahlen.

Um das betroffene Bein zu entlasten, beginnen die Kinder dann zu humpeln. Sehr oft treten bei einer Coxitis fugax noch zusätzliche Symptome, insbesondere Bewegungseinschränkungen der Hüfte, auf. Drehungen des Hüftgelenks werden von den Kindern oftmals als schmerzhaft wahrgenommen. Spätestens dann sollte der Hausarzt oder ein Kinderarzt zugezogen werden. Zwar wird die Krankheit nicht ursächlich behandelt, der Arzt kann aber zumindest Schmerzmittel verordnen. Darüber hinaus ist eine korrekte Diagnose wichtig, da es im Fall eines Hüftschnupfens äußerst wichtig ist, dass die Patienten sich schonen und möglichst das Bett hüten.

Behandlung & Therapie

Ist eine Coxitis fugax eindeutig diagnostiziert worden und liegen bei einem Betroffenen keine begleitenden Erkrankungen vor, so wird die Entzündung häufig abwartend behandelt; das bedeutet, dass Krankheitsverlauf und auftretende Besserungen zunächst beobachtet werden.

Während einer Coxitis fugax empfehlen Mediziner außerdem eine konsequente körperliche Schonung. Erreicht werden kann eine solche Schonung beispielsweise durch einige Tage der Bettruhe. Die Hüfte kann bei einem vorliegenden Hüftschnupfen außerdem geschont werden, indem während der akuten Erkrankung Gehhilfen (umgangssprachlich: Krücken) beim Laufen eingesetzt werden.

Darüber hinaus kann die Hüfte bei Coxitis fugax durch eine sogenannte Extension entlastet werden. Hierbei werden die Beine gestreckt, was einen leichten Zug auf das Hüftgelenk zur Folge hat. Dieser Zug wiederum trägt zur Entlastung der Hüfte bei. Je nach Schwere vorliegender Symptome einer Coxitis fugax können begleitend Medikamente verschrieben werden, die schmerzlindernde oder entzündungshemmende Wirkung haben.

Ist der Gelenkspalt des Hüftgelenks bei einem betroffenen Patienten mit einer großen Menge Flüssigkeit gefüllt, so kann es im Einzelfall sinnvoll sein, das Hüftgelenk zu punktieren. Durch eine Punktion bei Coxitis fugax kann die Flüssigkeit aus dem Gelenk austreten, was zu einer Entlastung des Gelenks führt.

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Aussicht & Prognose

Die Coxitis fugax dauert im Normalfall nur wenige Tage an. Rund die Hälfte aller Patienten können nach einer Woche aus der Behandlung als gesund entlassen werden. Die Erkrankung hat eine sehr gute Prognose und führt spätestens nach zwei Wochen zu einer Beschwerdefreiheit des Patienten. Es kommt zu einer vollständigen Genesung, die dauerhaft und damit ohne ein Risiko der Wiederkehr der Beschwerden ist.

Der Heilungsweg kann durch eine konsequente Schonung sowie ausreichender Ruhe verkürzt werden. Bei der Coxitis fugax werden die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Das Verhalten des Patienten ist zudem mitverantwortlich für eine schnelle Heilung. Eine medizinische Versorgung ist nicht unbedingt notwendig. Unter Einhaltung der Ratschläge und Hinweise des Arztes kann der Patient ohne die Gabe von Medikamenten genesen. Mit weiteren Komplikationen ist im Normalfall nicht zu rechnen. Die motorischen Einschränkungen sind nur von kurzer Dauer. Daher kommt es schnell zu einer Verbesserung der Lebensqualität und einem Anstieg des Wohlbefindens.

Bei starken Schmerzen kann es zu einer Einnahme von Schmerzmitteln kommen. Diese sind mit zahlreichen Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Es kann zu Folgeerscheinungen kommen, die zu einer Verschlechterung der Gesundheit führen. Unter normalen Bedingungen tritt eine Remission der Nebenwirkungen mit dem Absetzen der Arznei ein.

Vorbeugung

Einem Auftreten der Coxitis fugax kann nur schwer vorgebeugt werden. Einer schmerzhaften Symptomverschlimmerung bei bereits vorliegender Coxitis fugax kann allerdings vorgebeugt werden, indem erste Symptome aufmerksam beobachtet werden. So können eine rasche Diagnose und eine schnell erfolgende Schonung den Symptomverlauf positiv beeinflussen.

Das können Sie selbst tun

Für Kinder ist es besonders wichtig, wenn sie ein starkes Immunsystem haben. Da sich dieses erst im Laufe des Lebens entwickeln muss, hilft es, wenn es durch eine vitaminreiche Ernährung, geschützte Kleidung und ausreichend Bewegung an der frischen Luft unterstützt wird. Auf eine einseitige und fetthaltige Nahrung sollte verzichtet werden. Abwechslungsreiche und ballaststoffreiche Mahlzeiten helfen, um den Organismus gegen Viren zu schützen oder das Immunsystem bei dem Aufbau von Abwehrkräften zu unterstützen. Bei den ersten Anzeichen eines Virusinfektes, sollte das Kind Kälte sowie Orte meiden, an denen sich viele Krankheitserreger befinden.

Bei einer Coxitis fugax hilft es darüber hinaus, wenn Fehlhaltungen des Körpers von den Eltern gut beobachtet und korrigiert werden. Zeigen sich Auffälligkeiten, ist der Rat eines Arztes einzuholen. Sobald das Kind die Knochen oder Gelenke einseitig belastet oder sie überanstrengt, kann mit liebevollen Tipps und Hinweisen das Kind zu einer besseren Körperhaltung bewegt werden. Sportliche Aktivitäten helfen, um die Muskulatur aufzubauen. Zu langes Sitzen, Stehen oder Laufen sollte vermieden werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass von dem Kind nicht zu viel Gewicht getragen wird. Je nach Statur und Körperbau sind Kinder ganz unterschiedlich belastbar und das Skelettsystem anfällig für Beschädigungen.

Bücher über Kinderkrankheiten

Quellen

  • Classen, M., Diehl, V., Kochsiek, K. (Hrsg.): Innere Medizin. Urban & Fischer, München 2009
  • Niethardt, F.U.: Kinderorthopädie. Thieme, Stuttgart 2009
  • Reinhardt, D., Nicolai, T., Zimmer, K.-P.:Therapie der Krankheiten im Kindes- und Jugendalter. Springer, Berlin Heidelberg 2014

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