Coffein
Coffein, Koffein oder Tein ist ein Xanthin-Alkaloid mit stimulierender, psychoaktiver Wirkung. Coffein wirkt beim Menschen anregend. Das in Reinform weiße, geruchlose Pulver wurde 1820 zum ersten Mal aus Kaffeebohnen extrahiert und hat einen bitteren Geschmack. Coffein kommt in der Natur in verschiedenen Gewächsen und dort in unterschiedlichen Pflanzenteilen vor. Es hat die Wirkung eines natürlichen Pestizids, da es bestimmte Schädlinge, die die Pflanze anfressen, lähmt oder sogar tötet. Coffein kommt in bestimmten Nahrungs- und Genussmitteln vor, wie Kaffee, Tee, Guarana, Maté oder Kakao. Pures Coffein kann für die weitere Anwendung aus Pflanzen extrahiert oder synthetisch hergestellt werden.
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Medizinische Wirkung und Anwendung von Coffein
Coffein überwindet die Blut-Hirn-Schranke ohne Mühe und wirkt daher direkt auf Gehirn und Nervensystem. In moderater Dosis, zum Beispiel zwei Tassen Kaffee täglich, hat Coffein einige positive Effekte auf den Körper. So belegt eine Studie aus 2010, dass Schichtarbeiter, die Coffein konsumieren, weniger Fehler machen und weniger Verletzungen erleiden. Bei Neugeborenen wird Coffein gegen Apnoe, Lungenbeschwerden und unregelmäßigen Herzschlag eingesetzt. Coffein wirkt entspannend auf die Analmuskulatur und erleichtert so den Stuhlgang, sollte bei Inkontinenz aber gemieden werden.
Da Coffein im Laborversuch Haarfollikel reaktiviert, gibt es inzwischen Haarwuchs-Shampoos mit Coffein. Zumindest die Absorption des Coffeins aus Shampoo ist nachgewiesen. Ob tatsächlich der natürliche Haarwuchs stärker wird, ist bislang unbelegt. Coffein verstärkt auch die Wirkung bestimmter Schmerzmittel und ist daher Bestandteil einiger Schmerztabletten sowie Antihistamin-Präparaten, wo es die leidige Begleiterscheinung Müdigkeit reduziert. Außerdem wurde beobachtet, dass Coffein bei Risikogruppen eine leberschützende Wirkung hat. Der zugrundeliegende Mechanismus ist allerdings noch nicht erforscht.
Ein dauerhafter, exzessiver Coffein-Konsum kann unangenehme Folgen wie Nervosität, Muskelzittern, Angststörungen oder Schlaflosigkeit, haben und zur Abhängigkeit führen. Die tödliche Dosis Coffein liegt bei Ratten bei circa 200 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
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Bedeutung von Coffein für Sport und Training
Dabei spielt die Darreichungsform der Substanz keine Rolle. Eingesetzt werden Mengen von drei bis sechs Milligramm Coffein pro Kilogramm Körpergewicht. Bei höheren Mengen wird keine weitere Steigerung der Leistung mehr erreicht. Wer Coffein gezielt bei Training oder Wettkampf verwenden will, sollte einige Tage vorher auf Coffein verzichten, da der Körper sich an den Effekt der Stimulans gewöhnt.
Doch gibt es auch Aussagen, dass Coffein die sportliche Leistung nicht verbessert, sondern sogar hemmt. Eine Studie der Universitätsklinik Zürich deutet auf niedrigeren Blutfluss durch das Herz hin, wenn Coffein beim Ausdauersport eingenommen wird und rät Menschen mit Herz-Kreislaufproblemen vom Einsatz von Coffein beim Sport ab.
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