Chronisches Erschöpfungssyndrom (CSF)

Das Chronische Erschöpfungssyndrom (CSF), auch als Chronic-Fatigue-Syndrom oder chronisches Müdigkeitssyndrom bekannt, ist eine chronische Erkrankung mit einem vielseitigen Krankheitsbild. Die Hauptsymptome zeigen sich in einer anhaltenden geistigen und körperlichen Erschöpfung, welche auch durch Ruhe und Schonung nicht verschwindet.

Inhaltsverzeichnis

Definition Chronisches Erschöpfungssyndrom (CSF)

Das Chronische Erschöpfungssyndrom ist eine Erkrankung, bei der auch heute noch vieles im Bereich des Unbekannten liegt. Sowohl bei den Ursachen, als auch bei der geeigneten Therapie konnten bislang noch keine allgemeingültigen Maßstäbe festgelegt werden.

Beim Chronischen Erschöpfungssyndrom (CSF) tritt eine dauerhafte geistige und körperliche Erschöpfung ein, welche mit Müdigkeit, sowie mit weiteren körperlichen Beschwerden einhergeht. Auch durch ausreichende Schonung und Ruhe lassen sich die Symptome nicht beseitigen. Die vielen und anhaltenden Beschwerden gehen in den meisten Fällen mit teilweise schweren Depressionen einher.

Vieles an dieser Krankheit ist wissenschaftlich bislang noch nicht eindeutig geklärt. Schätzungen zufolge leidet in Deutschland etwa einer von dreihundert Menschen am chronischem Erschöpfungssyndrom.

Ursachen für Chronisches Erschöpfungssyndrom

Bis heute sind die genauen Ursachen für das Chronische Erschöpfungssyndrom unbekannt. Weder eindeutige, noch beweisbare Ursachen konnten bislang gefunden werden. Die Wissenschaftler sind sich nicht darüber einig, ob eventuell Immundefekte oder –fehlfunktionen, hormonelle Störungen oder Viren das Syndrom auslösen könnten.

Auch Pilze, psychische Faktoren, anhaltender Stress und sogar Umweltgift sind ebenfalls als mögliche Ursachen im Gespräch. Die Forscher vermuten, dass die beim Chronischen Erschöpfungssyndrom auftretende Müdigkeit durch eine Schwächung oder eine chronische Aktivierung des Immunsystems, sowie ein Ungleichgewicht der Gehirnbotenstoffe ausgelöst werden könnte.

Auch eine Fehlsteuerung des vegetativen Nervensystems wird als Auslöser des Chronischen Erschöpfungssyndroms vermutet.

Typische Symptome bei chronischem Erschöpfungssyndrom

Diagnose und Verlauf bei Chronisches Erschöpfungssyndrom

Erschöpfung

Ein Chronisches Erschöpfungssyndrom ist äußerst schwierig zu diagnostizieren. In vielen Fällen wird es nicht erkannt, denn es gibt keine speziellen Untersuchungen, durch die die Erkrankung festgestellt werden könnte.

Weder Laboruntersuchungen, noch andere herkömmliche medizinische Untersuchungen können eine Diagnose sichern. Ein endgültiger Verdacht auf CFS besteht erst, wenn die Betroffen mindestens ein halbes Jahr unter den Beschwerden leiden, ohne dass eine andere Ursache gefunden werden konnte.

Um CFS überhaupt diagnostizieren zu können ist es wichtig, alle anderen für die gezeigten Symptome in Frage kommenden Erkrankungen auszuschließen. Dazu ist auf jeden Fall eine genaue Anamnese, also die Feststellung der Symptome notwendig. Neben der Beurteilung der Schleimhäute und einer Untersuchung der Muskelspannung und der Reflexe werden auch Blutuntersuchungen und gegebenenfalls Ultraschalluntersuchungen durchgeführt.

Auch ein Burnout-Syndrom sowie Depressive Verstimmungen müssen ausgeschlossen werden, da sie als Differentialdiagnose in Betracht kommen könnten. Alle diese Untersuchungen werden zum Ausschluss anderer Ursachen für die Beschwerden durchgeführt. Werden keine anderen Ursachen gefunden, erhärtet sich so der Verdacht auf das Chronische Erschöpfungssyndrom.

Behandlung von chronischem Erschöpfungssyndrom

Auch die Behandlung des Chronischen Erschöpfungssyndroms erweist sich als äußerst schwierig. Bei vielen Betroffenen kann eine Psychotherapie die Beschwerden lindern. Jedoch ist dies leider nicht immer der Fall. Solange noch über die Ursachen der Erkrankung so viel gerätselt wird, ist ein allgemeiner Behandlungsweg für CFS äußerst schwierig.

Eine ausreichend lange und speziell auf Menschen mit dem Chronischen Erschöpfungssyndrom zugeschnittene Verhaltenstherapie ist der einzige Behandlungsweg, der bisher einigermaßen gesichert ist. Grundsätzlich lautet bei jeder Behandlung von CFS die Divise, dem Patienten soviel Aktivität und Belastung wie möglich, aber so viel Schonung und Ruhe wie notwendig zu verordnen.

Über die psychotherapeutische Behandlung hinaus wird versucht, die hauptsächlichen Begleitsymptome zusätzlich durch entsprechende Medikamente zu behandeln. Treten beispielsweise Gelenk- oder Kopfschmerzen auf, werden diese durch entsprechende Schmerzmittel bekämpft. Bei Patienten mit Depressionen können Antidepressiva eingesetzt werden. Die Kombination der einzelnen Behandlungsmöglichkeiten hängt immer vom konkreten Fall des am Chronischen Erschöpfungssyndrom erkrankten Patienten ab.

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Vorbeugung von chronischem Erschöpfungssyndrom

Inwieweit vorbeugende Maßnahmen gegen das Chronische Erschöpfungssyndrom getroffen werden können, ist weitgehend unklar, solange die tatsächlichen Ursachen nicht eindeutig geklärt sind. Allgemein sollte jedoch auf genügend Bewegung und sonstige Aktivitäten, sowie auf ausreichende Ruhe- und Erholungsphasen im Alltag geachtet werden.

Auch gilt es Stress, soweit wie möglich, zu vermeiden. Ob diese Maßnahmen jedoch tatsächlich ausreichen, ist nach wie vor ungeklärt. Eine ausgewogene und ausgeglichene Lebensführung ist, zumindest noch im Moment, die einzige Maßnahme, sich so weit es möglich ist, vor dem Chronischen Erschöpfungssyndrom zu schützen.

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