Celiprolol

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 28. November 2016
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Celiprolol ist ein Medikament zur Behandlung von Bluthochdruck und der koronaren Herzkrankheit. Das Medikament gehört zur Gruppe der Betablocker. Es wird überwiegend nicht als alleiniges Medikament, sondern in Kombination mit anderen eingesetzt. Durch Celiprolol können diverse Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen auftreten. Der Einsatz des Medikaments muss immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Celiprolol?

Celiprolol ist ein Medikament, das zur Behandlung des sogenannten essentiellen Bluthochdrucks, der keine organischen Ursachen hat. Zusätzlich wird Celiprolol auch zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit sowie zur Behandlung einer stabilen Angina pectoris eingesetzt.

Es handelt sich bei Celiprolol im Speziellen um einen ß-Rezeptorenblocker. Das Medikament wirkt als Antagonist an den ß1-Adrenozeptoren sowie als partieller Agonist an den ß2-Adrenozeptoren.

Das Medikament Celiprolol wird über die Nieren vom Körper wieder abgebaut. Es ist deshalb wichtig, vor der Verschreibung zu klären, ob eine Niereninsuffizienz vorliegt, da Celiprolol in diesem Fall nicht verabreicht werden darf. Celiprolol ist in Form von Filmtabletten erhältlich.

Pharmakologische Wirkung

Celiprolol bewirkt eine Vasodilitation der periphären Blutgefäße. Diese Eigenschaft des Medikaments wird nicht nur genutzt, um die Durchblutung zu verbessern. Das Medikament Celiprolol eignet sich auch gut dazu, es mit anderen Medikamenten zur Senkung eines zu hohen Blutdrucks zu kombinieren. So kann verhindert werden, dass bei anderen verwendeten Medikamenten Nebenwirkungen auftreten, da durch die Gabe von Celiprolol wiederum die Dosis dieser Medikamente verringert werden kann.

Bei den ergänzenden Medikamenten handelt es sich unter anderem um Vasodilitatoren, thiazidartige Entwässerungsmittel, Alphablocker oder Calciumkanalblocker vom Nifedipin-Typ. Celiprolol selbst wiederum kann gut mit Langzeitnitraten kombiniert werden.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Celiprolol ist ein Medikament zur Behandlung von Bluthochdruck und der koronaren Herzkrankheit.

Die heilende Wirkung von Celiprolol bei Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen im Falle der koronaren Herzkrankheit ergibt sich folgendermaßen: Die Beta-1-Rezeptoren im Körper werden natürlicherweise durch die Botenstoffe Noradrenalin und Adrenalin aktiviert. Die Wirkung dieser natürlichen Botenstoffe wird durch Celiprolol unterdrückt, indem dieses Medikament diese Botenstoffe verdrängt und statt dessen selbst an diesen Rezeptoren eine Bindung eingeht.

Auf diese Weise vermindern sich sowohl die Anzahl der Herzschläge als auch das Herzschlagvolumen. Der Blutdruck wird bereits durch diese Wirkungsweise gesenkt. Celiprolol bewirkt jedoch zusätzlich noch die Freisetzung des Hormons Renin in den Nieren. Auch das bewirkt ergänzend eine weitere Senkung des Blutdrucks.

Zudem wird die Stressaktivität des Herzens durch Celiprolol herabgesetzt, indem die Weiterleitung elektrischer Impulse am Reizleitungssystem des Herzens verlangsamt wird. Celiprolol wirkt sich zusätzlich noch günstig auf die Zusammensetzung der Blutfette aus, indem das Medikament die Cholesterinwerte niedrig hält.

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Risiken & Nebenwirkungen

Das Medikament Celiprolol ist zwar ein sehr wirkungsvolles Medikament, kann allerdings auch eine Reihe von Nebenwirkungen und Wechselwirkungen haben. Es ist deshalb sehr wichtig, regelmäßig die Blutfettwerte, die Blutzuckerwerte und auch die Leberwerte durch einen Arzt überprüfen zu lassen.

Wer Sport treibt, sollte sich vorher informieren, ob Celiprolol in dieser Sportart auf der Dopingliste steht. Denn dies ist bei einigen Sportarten, zum Beispiel beim Fechten, einigen Flugsportarten, Ski Alpin oder Schießen der Fall.

Patienten mit Angina pectoris müssen bei Einnahme von Celiprolol regelmäßig die Herzfrequenz untersuchen lassen. Alle Bluthochdruckpatienten müssen regelmäßig ihren Blutdruck überprüfen lassen. Sehr wichtig ist es, bei einer Narkose den Narkosearzt darauf hinzuweisen, dass Celiprolol eingenommen wird.

Ebenso müssen Menschen mit Unterzucker oder einer Schilddrüsenüberfunktion sich bei Einnahme des Medikaments regelmäßig gründlich untersuchen lassen. Bei einer Neigung zu Schuppenflechte wird Celiprolol häufig nicht vertragen. Oft wird durch das Medikament die Menge der Tränenflüssigkeit reduziert, was bei Menschen, die Kontaktlinsen tragen, zu Problemen führen kann.

Auch das Reaktionsvermögen wird herabgesetzt, besonders in Kombination mit Alkohol. Dies ist insbesondere beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen zu beachten. Andere Nebenwirkungen sind die Verschlechterung von Asthma, Diabetes, Depressionen, Muskelkrämpfe, allergische Hautreaktionen, Sehstörungen, Nachlassen der Herzleistung, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen und vieles mehr.

Die möglichen Nebenwirkungen auf der Packungsbeilage sollten unbedingt beachtet und im Falle des Eintretens mit dem Arzt abgesprochen werden. Falls Celiprolol aufgrund der Nebenwirkungen wieder abgesetzt werden muss, muss es über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen ausgeschlichen werden, da der Blutdruck andernfalls in gefährlichem Maße rapide ansteigen kann.

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