Caspofungin

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 28. November 2016Geprüfte Qualität
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Caspofungin bezeichnet ein spezielles Antimykotikum, welches zur wirksamen Behandlung schwerer Pilzerkrankungen eingesetzt wird. Zu diesen zählen unter anderem diverse Aspergillosen und Candidamykosen. Caspofungin wird üblicherweise intravenös verabreicht.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Caspofungin?

Das Medikament Caspofungin ist in der Bundesrepublik seit Juli 2002 erhältlich und wird zur Behandlung von invasiven Pilzerkrankungen eingesetzt. In den meisten Fällen handelt es sich bei den zu behandelnden Erkrankungen um Aspergillosen und Candidamykosen.

Der Wirkstoff ist sehr gut verträglich und kann auch bei bereits vorhandenen Resistenzen gegenüber verschiedenen Antimykotika verwendet werden.

Bei der Behandlung mit Caspofungin leiden die Patienten meist unter opportunistischen Infektionen, die bei einm geschädigtem Immunsystem auftreten. Diesen liegen häufig Erkrankungen wie AIDS oder bösartige Tumore zugrunde. Auch bei Patienten, die unter Immunsuppressionen leiden, kommt das Medikament zum Einsatz. Diese treten oft nach Organtransplantationen auf.

Eine Vielzahl der pathogenen Pilze können den menschlichen Körper allerdings auch bei einer gesunden Immunabwehr befallen und im Verlauf die unterschiedlichsten Beschwerden verursachen.

Pharmakologische Wirkung

Das Antimykotikum Caspofungin ist insgesamt hochwirksam. Alle den Menschen besiedelnden Pilzarten verfügen über Zellwände bestehend aus Polysacchariden und Chitin. Das darin enthaltene Enzym Glucan wird durch die Verabreichung von Caspofungin in seiner Funktion gehemmt. Pilze sind auf dieses Enzym angewiesen, um ihre Zellen aufzubauen. Menschliche Zellen dagegen verfügen nicht über diese Zellwände und die darin enthaltenen Enzyme.

Die Wirksamkeit von Caspofungin zeigt sich insbesondere im raschen Rückgang der Symptome. Dieser tritt bereits am ersten Tag der intravenösen Therapie ein. Letztlich verschwinden die Symptome der Erkrankung völlig und die Patienten sind beschwerdefrei.

Studien haben gezeigt, dass die Erfolgsrate bei der Behandlung von Patienten mit verschiedenen Mykosen (Pilzinfektionen) bei über 80 Prozent liegt. Somit ist die Wirksamkeit des Medikaments bereits höher einzustufen als bei diversen anderen Antimykotika.

Die Verträglichkeit von Caspofungin ist besonders gut, da das Medikament gezielt wirkt und die Organe des menschlichen Körpers kaum belastet. Nicht zuletzt deswegen gehört Caspofungin in der klinischen Therapie zu den am häufigsten verwendeten Antimykotika weltweit.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Caspofungin bezeichnet ein spezielles Antimykotikum, welches zur wirksamen Behandlung schwerer Pilzerkrankungen eingesetzt wird.

Einem Großteil der ernsthaften Pilzerkrankungen die in Krankenhäusern behandelt werden, liegt eine Besiedelung mit sogenannten Candida-Pilzen zugrunde. Besonders für Patienten mit geschwächtem Immunsystem oder solchen, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, stellen Mykosen eine große gesundheitliche Gefahr dar. Lebensbedrohliche Komplikationen können verstärkt im Zusammenhang mit einer Pilzinfektion auftreten und bedeuten automatisch ein hohes Risiko für den Patienten. Eines dieser Risiken beschreibt die sogenannte hämatogene Streuung. Im Hinblick darauf ist eine schnelle und prophylaktische Gabe von Caspofungin angebracht.

Auch bei der Notwendigkeit einer höheren Dosierung des Wirkstoffes ist das Medikament meist gut verträglich. Die gezielte Wirksamkeit ist somit auch bei eintretenden Komplikationen gegeben.

Die Behandlungszulassung von Caspofungin bezieht sich auf schwere invasive Aspergillosen. Hier sprechen die Patienten meist nicht auf andere Medikamente an oder die Verträglichkeit ist nicht ausreichend.

Verschiedene Studien haben außerdem gezeigt, dass diverse Candida-Pilze immer häufiger Resistenzen bilden, die zu einem großen Problem führen können. Hier hat sich ergeben, dass das Medikament Caspofungin in seiner gesamten Wirkungsweise und Beschaffenheit der Bildung von Resistenzen (bisher) standhält und außerdem eine hohe klinische Wirksamkeit aufweist. Die gute Verträglichkeit trägt weiterhin dazu bei, dass es insgesamt seltener zu Therapieabbrüchen kommt.

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Risiken & Nebenwirkungen

Das Medikament Caspofungin wird von einem Großteil der Patienten mit entsprechenden Pilzerkrankungen sehr gut vertragen. Nebenwirkungen sowie Risiken treten kaum auf. Es kann jedoch in einigen Fällen bei der intravenösen Verabreichung an der lokalen Stelle zu einer Venenentzündung kommen, die jedoch unproblematisch behandelt werden kann. Weiterhin können während der Therapie mit Caspofungin Juckreiz, Schmerzen und brennende Gefühle an der Injektionsstelle auftreten. Insgesamt allerdings kommt es nur selten zu diesen Nebenwirkungen.

Risiken und Komplikationen in Zusammenhang mit der Gabe von Caspofungin sind ebenfalls kaum zu erwarten. Die Therapie kann gezielt und bis zum Schluss durchgeführt werden, Abbrüche sind nur in den wenigsten Fällen notwendig.

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