Buchweizen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Buchweizen ist ein wertvolles Lebensmittel, das aber trotz des irritierenden Namens, nicht zu den Getreidearten gehört. Aufgrund der Gluten- und Lektinfreiheit ist es eine gesunde Getreidealternative. Welche Wirkungen werden ihm nachgesagt und welche Risiken sollten beim Verzehr beachtete werden?

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau von Buchweizen

Buchweizen gehört der Pflanzengattung der Knöterichgewächse an und sein Name bezieht sich auf die bucheckenförmigen Früchte. Heimisch ist der Buchweizen in der Mongolei und hat sich in den großen Teilen Europas verbreitet. Auch wenn der Name annehmen lässt, dass es sich um ein Getreide handelt, so ist diese Behauptung falsch.

Die krautige Pflanze ist meist einjährig und wird zwischen 15 und 70 Zentimeter hoch. Der Stängel des Buchweizens ist kahl bis fein behaart und bildet in die Erde eine Pfahlwurzel. Seine Farbe ändert sich von Grün in ein kräftiges Rot. Die Laubblätter sind gestielt und wechselständig und haben eine spitze oder abgeflachte Blattspitze.

Die Blüten des Buchweizens sind weiß-rosa und sind zwischen Juni und Oktober auf Äckern, Wegrändern und kalkarmen Böden zu bewundern. Im Spätherbst entwickeln sich aus den Blüten die dreikantigen Nussfrüchte. Die Samen, die braun-grau sind, sind ähnlich der Bucheckern und werden von September bis November gesammelt. Das Kraut dagegen wird schon zwischen Juni und August geerntet.

Der Samen von Buchweizen kann von Ende April bis Mai ausgesät werden. Die Pflanze ist in freier Natur sehr selten zu finden, daher wird sie meistens selbst angebaut. Er braucht einen sonnigen Standort und verträgt keinen Frost. Zu Beginn der Blütezeit werden die Samen des Buchweizens geerntet und nach dem Lufttrockenen an einem dunklen Ort gelagert.

Wirkung & Anwendung

Da die Früchte des Buchweizens glutenfrei sind, nimmt die Pflanze eine wichtige Rolle bei der Ernährung von Menschen ein, die unter Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leiden. Der Buchweizen findet in der Pflanzenheilkunde, Volksheilkunde und auch in der Homöopathie Anwendung. Buchweizen enthält hochwertige Nähr- und Vitalstoffe und enthält weniger Protein. Er liefert alle acht essenziellen Aminosäuren und deckt den Eiweißbedarf besser als jedes Getreide. Ihm wird eine blutdrucksenkende Wirkung nachgewiesen. Das im Buchweizen enthaltene Rutin, auch bekannt als Vitamin P, bewirkt wahre Wunder. Es ist bewiesen, dass es oxidative Schäden der Blutgefäßwände reduzieren kann und die Folge dessen ist das Sinken des Bluthochdruckes.

Für Diabetiker ist Buchweizen ein besonders wertvolles Lebensmittel. Er enthält den Stoff Chiro-Inositol, der den Blutzuckerspiegel regulieren kann. Bei einer regelmäßigen Ernährung mit Buchweizen kann das Risiko von Diabetesfolgeerkrankungen wie zum Beispiel Herzproblemen sinken.

Heimisch ist der Buchweizen in der Mongolei und hat sich in den großen Teilen Europas verbreitet. Auch wenn der Name annehmen lässt, dass es sich um ein Getreide handelt, so ist diese Behauptung falsch.

Menschen, die unter einer Venenschwäche leiden, finden im Superfood Buchweizen eine Pflanze, die Linderung verschafft. Rutin stärkt die Blutgefäßwände und die Kapillarwände. Die Elastizität und die Spannkraft der Venen werden gesteigert. Dadurch wird der Bildung von Krampfadern und auch Hämorrhoiden gegengewirkt. Die antioxidative Eigenschaft wirkt zusätzlich positiv auf das Gefäßsystem. Das heißt, dass gefäßschädigende Sauerstoffverbindungen abgefangen werden können und neutralisiert werden.

Buchweizen enthält neben Eiweiß, Fetten und Vitaminen auch Ballaststoffe und große Mengen an Lezithin. Diese beiden Inhaltsstoffe sind Helfer bei der Regulierung des Cholesterinspiegels. Durch das Lezithin wird der Mechanismus der Resorption des Cholesterins durch die Darmschleimhaut gehemmt. Das Cholesterin wird dadurch wieder ausgeschieden und das Ansteigen des Cholesterinspiegels wird nicht begünstigt.

Auch für die Leber ist Buchweizen wertvoll. Lezithin hilft den Leberzellen bei ihrer Arbeit und so kann bei der Hauptaufgabe, der Entgiftung des Körpers, kein Fehler passieren.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Zu sich genommen wird Buchweizen in Form von Tee. Ein Esslöffel des Buchweizenkrautes wird mit 250 Milliliter kochendem Wasser übergossen. Der Tee sollte 15 Minuten ziehen und danach abgeseiht werden. Täglich können bis zu drei Tassen Tee getrunken werden. Bei einer vier- bis achtwöchigen Kur werden die Venen und Kapillargefäße gestärkt und die Durchblutung gefördert.

Die erste Wirkung setzt etwa zwei Wochen nach dem Beginn der Kur ein. Neben dem Trinken von Buchweizentee können auch Kapseln oder Tabletten, die pulverisierten Buchweizen enthalten, eingenommen werden. Positiv wirkt sich diese Kur auch auf unser Gehirn aus und die Leistungsfähigkeit steigt. Menschen, die Buchweizen zu sich nehmen, erkranken auch seltener an Depressionen und leiden weniger unter Angstzuständen.

Ein Brei aus Buchweizen stärkt den Körper und hilft beim Leiden unter schleimigen Durchfall. Bei unreiner Haut wird der Brei auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Die Einnahme von Buchweizen hat einen hohen Stellenwert in der Naturheilkunde eingenommen. Dennoch sollte beachtet werden, dass auch Allergien auftreten können. So kann es zu allergischen Hautreaktionen beim Berühren der frischen Pflanzenteile kommen.

Werden trockene Teile der Pflanze genutzt kann es beim Einatmen des Staubes zu Asthmaanfällen kommen und eine Nasenschleimhautentzündung begünstigen. In seltenen Fällen kann es bei regelmäßiger Einnahme zu Kopfschmerzen kommen. Das ist von der Erntezeit des Buchweizens abhängig, da die Pflanze Spuren von FAGO-Pyrin enthalten kann. Dieser Stoff macht auch die Haut lichtempfindlicher.

Gekauft werden kann Buchweizen als Lebensmittel in Form von Samen, Mehl oder Brei in Biogeschäften, Reformhäusern und ausgewählten Supermärkten. Tabletten und Kapseln vertreiben Apotheken und Drogeriemärkte. Die genaue Anwendung und Dosierung steht in der Packungsbeilage. Bei speziellen Problemen sollte ein Apotheker Auskunft geben oder ein Arzt aufgesucht werden.

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