Brustverkleinerung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 6. Oktober 2017
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Viele Frauen wünschen sich einen größeren Busen. Da unsere Gesellschaft aber immer dicker wird, kommt es durchaus auch immer häufiger vor, dass besonders übergewichtige Frauen sich einen kleineren Busen wünschen. Während schlanke Frauen mit wenig Busen ihre Oberweite mit einigen Tricks größer mogeln können, können Frauen mit großem Busen weder die Oberweite kurzfristig verkleinern, noch die damit verbundenen Rückenbeschwerden eintauschen. Oft hilft hier nur noch das Skalpell. Doch was geschieht genau bei einer Brustverkleinerung?

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Brustverkleinerung?

Die Brustverkleinerung, die mit medizinischem Fachbegriff als Mammareduktionsplastik bezeichnet wird, ist ein operativer Eingriff der (meist weiblichen) Brust, der das Ziel hat, die Haut des Busens, sowie das Brustdrüsengewebe zu reduzieren.

Dies führt ausschließlich der Arzt durch. Brustverkleinerungen gelten oftmals als kosmetischer Eingriff, es ist aber auch möglich, dass die Krankenkasse einen Teil oder die gesamten Kosten der Operation übernimmt, wenn es für medizinisch notwendig erachtet wird, zum Beispiel in Folge von massiven Schädigungen des Bewegungsapparates.

Dies entscheiden entsprechende Gutachter, ein genereller Anspruch darauf besteht seitens der Krankenkassen gegenüber ihren Versicherten nicht.

Funktion, Wirkung & Ziele

Brustverkleinerungen werden überwiegend bei Frauen mit unverhältnismäßig großem Busen durchgeführt. Es ist aber auch möglich, dass übergewichtige Männer, die viel Gewicht verloren haben, die hängende Brust und das Gewebe verkleinert bekommen (siehe auch: Gynäkomastie (Brustdrüsenvergrößerung beim Mann)).

Auch transsexuelle Frauen, die sich zum Mann umoperieren lassen, erhalten eine Brustverkleinerung. Immer ist dies ein operativer Eingriff, allerdings gibt es inzwischen zahlreiche unterschiedliche Methoden, die Brust zu verkleinern. Die Gründe für solche Eingriffe können physischer oder psychischer Natur sein. Während die eine Patientin ihre Brust zwar schön findet, aber unter ihrem massiven Gewicht leidet, hat die andere Patientin eher ein Problem mit dem kosmetischen Erscheinungsbild.

Die Brustverkleinerung ist ein operativer Eingriff der (meist weiblichen) Brust, der das Ziel hat, die Haut des Busens, sowie das Brustdrüsengewebe zu reduzieren.

Die Funktion bzw. das Ziel der Brustverkleinerung ist also je nach Ausgangslage die Steigerung des Wohlbefindens der Patientin oder des Patienten, das Erlangen eines ästhetischen Erscheinungsbildes, sowie unter Umständen die Beseitigung körperlicher Beschwerden, wenn die Brust tatsächlich schon den Bewegungsapparat geschädigt hat. Insbesondere der Rücken, sowohl der untere Rücken als auch der Nacken, können hiervon betroffen sein.

Eine Brustverkleinerung wird erst ab Vollendung des 18. Lebensjahr in Deutschland durchgeführt. Für Frauen hat besonders der Busen eine wichtige Bedeutung. Ist er nicht "perfekt" oder passt er nicht zum Körper, kann das für viele Frauen eine immense psychische Belastung darstellen. Auch hier können mit entsprechenden Gutachten unter Umständen Krankenkassen eingreifen und Kosten übernehmen. Hierfür gibt es allerdings keine Garantie und nur allzu oft bleibt der Patient auf seinen Kosten selbst sitzen.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Die Risiken, Gefahren und Nebenwirkungen einer Brustverkleinerung sind recht genau die, die bei jeder Operation eintreten können. Die Brustverkleinerung ist eine umfangreiche Operation, die massiv in den Körper eingreift.

Bei jeder Operation kann es zu Blutungen, Hämatomen, Entzündungen, toxischen Reaktionen, Thrombosen und Embolien kommen, jeder operative Eingriff kann potenziell auch tödlich verlaufen, auch wenn das sehr selten vorkommt. Es kann auch vorkommen, dass die Patientin/der Patient nach dem Eingriff das Ergebnis nicht so schön findet wie zunächst erhofft.

Möglicherweise ist auch der Rücken schon derart irreversibel geschädigt, dass es trotz Reduktion der Brust zu keiner merklichen Besserung der Beschwerden kommt. Hierbei muss immer reiflich abgewägt und besprochen werden, wie sinnvoll die Reduktion des Busens ist. Selbstverständlich gilt dies nicht für transsexuelle Personen, die ihren weiblichen Busen loswerden wollen oder für solche Patienten, die viel an Gewicht verloren haben. Sie fühlen sich in aller Regel von einer Last befreit.

Trotzdem sollte niemals außer Acht gelassen werden, dass dies eine schwerwiegende Operation ist, die ihre Risiken und Nebenwirkungen haben kann. Personen, die sich für eine Brustverkleinerung interessieren, sollten deshalb immer einen Arzt ihres Vertrauens aufsuchen und sich eingehen beraten lassen. Dann ist auch bei einer Brustverkleinerung möglichst wenig zu befürchten und das Ergebnis wird ein gutes und zufriedenstellendes sein.

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Quellen

  • Kaufmann, M., Costa, S.-D., Scharl, A. (Hrsg.): Die Gynäkologie. Springer, Berlin 2013
  • Schumpelick, V.: Operationsatlas Chirurgie. Thieme, Stuttgart 2009
  • Vogt, P. M.: Praxis der Plastischen Chirurgie. Springer, Heidelberg Berlin 2011

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