Brustimplantat

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Das Ziel des Einsetzens von Brustimplantaten ist es, dass Frauen ihre gewünschte Körbchengröße sowie eine gewünschte Brustform erhalten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Brustimplantat?

Wer sich Brustimplantate einsetzen lässt, tut dies meist aus rein ästhetischen Gründen. In Deutschland werden jedes Jahr zwischen 30.000 und 45.000 Brustimplantate verkauft. Die Kosten belaufen sich dabei meist auf 4000 bis 7000 Euro, wobei Krankenkassen eine solche Operation nur bei einer gesundheitlichen Notwendigkeit bezahlen.

Brustimplantate haben nur eine gewisse Lebensdauer von 10 bis 20 Jahren. Deswegen muss das Brustimplantet eventuell erneuert oder auch ersetzt werden. Bereiten die Brustimplantate keine Probleme können sie auch über eine längere Zeit beibehalten werden.

Formen, Arten & Typen

Damit bei einer Brustvergrößerung ein optimales Ergebnis erreicht werden kann, muss vorher eine gründlich überlegte Auswahl über das richtige Implantat getroffen werden. Gleichzeitig wird damit die Stabilität einer Brustvergrößerung gesichert. Die Qualität des Implantats ist sehr wichtig für die Patientin, damit es später keine Komplikationen gibt. Bei der Auswahl für das richtige Implantat gibt es folgende vier Faktoren: Die Größe des Implantats, die Füllung des Implantats, die Hülle sowie die Implantatform.

Die Größe der Brust hängt vom Geschmack der Kundin ab, trotzdem müssen einige Dinge beachtet werden. Die Brust kann nur so breit sein, wie der Brustkorb breit ist. Außerdem muss die Hautmenge sowie die Hautbeschaffenheit beachtet werden und die Implantate in der Brust sollten der Körpersymmetrie nicht schaden.

Für die Implantatfüllung gibt es derzeit zwei Typen auf dem Markt: Kochsalz gefüllte Implantate und Silikonimplantate. Diese Implantate bestehen aus einer Silikonschale, welche entweder mit Kochsalz oder mit Silikon-Gel gefüllt ist. Die Implantathüllen bestehen komplett aus Silikon. Sie können eine glatte oder eine aufgeraute Oberfläche besitzen.

Das äußere Erscheinungsbild wird wesentlich durch die Form des Implantats bestimmt. Lange Zeit wurden ausschließlich runde Implantate entwickelt, erst seit 1994 gibt es auch andere Implantate. Die tropförmigen Implantate sind im oberen Bereich schmal und werden nach unten hin immer breiter. Viele Frauen bevorzugen inzwischen diese Art von Implantat, da das Ergebnis einer natürlichen Brust deutlich ähnlicher ist.

Außerdem lassen sich die tropfenförmigen Implantate durch drei Dimensionen bestimmen: Dicke, Höhe sowie Breite. Dadurch kann die Größe und die Form der Brüste gut gewählt werden.

Aufbau & Funktionsweise

Für die Implantatfüllung gibt es derzeit zwei Typen auf dem Markt: Kochsalz gefüllte Implantate und Silikonimplantate. Diese Implantate bestehen aus einer Silikonschale, welche entweder mit Kochsalz oder mit Silikon-Gel gefüllt ist.

Bevor operiert wird, führen der Arzt und die Patientin ein Vorsorge Gespräch. Der Arzt tastet die Brust ab, misst die Dicke des Brustgewebes, die Größe der Brust, die Größe der Brustwarzenhöfe, die eventuelle Asymmetrie der Brüste sowie die Hautbeschaffenheit. Im Gespräch sollte die Patientin ihre Wünsche ganz genau äußern, damit sie nach dem operativen Eingriff mit dem Ergebnis zufrieden ist. Damit eine Brust-OP stattfinden kann, sind einwandfreie Brustbefunde Voraussetzung. Dazu zählen eine Magnetresonanz-Tomographie, eine Mammographie und in speziellen Fällen eine Ultraschalluntersuchung der Brust.

Die Brustimplantate können auf zwei verschiedene Weisen platziert werden. Entweder unter dem großen Brustmuskel oder über dem großen Brustmuskel. Außerdem gibt es verschiedene Zugangswege und damit verbundene Einschnitte. Es gibt die Schnittführung in der Achselhöhle und in der Brustfalte. Eine andere Methode ist der Schnitt an der Brustwarze, wobei zwischen einem Schnitt am Brustwarzenrand und einem Schnitt um den Brustwarzenhof unterschieden wird. Ein Einschnitt in der Achselhöhle wird von den meisten als die unauffälligste Variante empfunden, da Narben im gesamten Brustbereich völlig ausbleiben und die Narbe auch im Achselbereich dezent ist. Sollten die Implantate einmal ausgetauscht werden, dann ist es auf diesem Wege nicht über die gleichen Narben möglich. Zudem ist die Platzierung des Implantats hier komplizierter als bei dem Brustfaltenschnitt.

Bei dem Einschnitt unter der Brust hat der Arzt eine sehr gute Sicht während der Operation. Auch wirkt diese Narbe später meist unsichtbar, da die Brust in der natürlichen Ausgangsposition den Einschnitt überdeckt. Sollte ein Austausch der Implantate notwendig sein, kann dafür der gleiche Zugang genutzt werden. Wenn nur kleine Implantate eingebracht werden sollen, dann kann auf einen Brustwarzenschnitt zurückgegriffen werden. Allerdings birgt dieser für die Patienten mehr Gefahren, als die oben genannten Möglichkeiten.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Einen medizinischen Nutzen haben Brustimplantate nicht. Sie sind Ausdruck von gesellschaftlich ästhetischen Vorstellungen. In gewissen Fällen sind sie jedoch förderlich für die psychische Gesundheit einer Patientin. Insbesondere dann, wenn die Frau beispielsweise durch eine Krebskrankheit eine Brust verloren hat.

Die Wissenschaft hat in ihren bisherigen Studien herausgefunden, dass Brustimplantate keinen Brustkrebs auslösen und auch für keinerlei rheumatische Erkrankungen Auslöser sind. Inzwischen gibt es auch sehr viele Mütter, welche ihr Kind mit einem Brustimplantat stillen. Nach Erkenntnissen birgt dies keine Gefahren für den Säugling.

Dennoch darf nicht vergessen werden, dass Brustimplantate einen Fremdkörper darstellen. Sollte eine Frau mit Brustimplantaten beispielsweise eine schwere Allgemein-Infektion bekommen, ist es empfehlenswert, etwas schneller als normal zu einem Antibiotikum zu greifen. Denn es können Bakterien in den Blutkreislauf kommen und sich so an der Implantatoberfläche festsetzen. In diesem Fall kann eine Implantatkapselfibrose oder ein Implantatinfekt entstehen. Dieses Risiko ist zwar gering, trotzdem sollten betroffene Frauen aufpassen.

Es sollte unbedingt auch auf qualitativ hochwertiges Material geachtet werden. Außerdem sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen eingehalten werden. Dabei handelt es sich um eine Ultraschall – sowie um eine Körperuntersuchung. Nach 10 Jahren, wenn die Gewährleistung für die Implantate meist zu Ende ist, empfiehlt sich eine Untersuchung alle ein bis zwei Jahre.

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