Brechwurzel

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Volkstümlich wird die Brechwurzel auch Ruhrwurzel genannt. Ihr portugiesischer Trivialname lautet Ipecacuanha, welcher sich von dem botanischen Namen der Pflanze ableitet. Die Wurzel findet unter anderem Anwendung in der Homöopathie und in der Volksmedizin.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau der Brechwurzel

Die Brechwurzel ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) gehört. In der Botanik wird sie als Carapichea ipecacuanha bezeichnet. Der Strauch der Brechwurzel wird bis zu einem halben Meter groß, wobei sich an ihrem Wurzelstock viele von Rinde umgebene Wurzeln bilden. Beblättert ist der dicke, kurze Stamm nur im oberen Bereich. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet und gegliedert in Blattstiel und -spreite.

Zudem besitzt der Strauch an der Basis eines jeden Blattpaares zwei weiße Nebenblätter. Die Blütenstände der Pflanze sind endständig und köpfchenförmig. Die Blüten werden von eiförmigen Tragblättern umgeben und sind selbst eher zierlich und klein. Sie sind trichterförmig und zwittrig. Ihre Farbe ist weiß. Zudem sind die Frucht- und Staubblätter der Brechwurzel dimorph. Bei einigen Blüten sind die Staubblätter lang und der Stempel kurz - bei anderen ist es umgekehrt. Die Pflanze bildet fleischige Steinfrüchte aus, welche zunächst rot sind, später aber eine blauschwarze Farbe annehmen.

Beheimatet ist die Brechwurzel in Mittel- und Südamerika. Sie findet sich in Tieflandregenwäldern von Nicaragua bis Brasilien. Außerdem ist sie in Kolumbien, Costa Rica, Ecuador und Panama anzutreffen. Als langsam wachsende Pflanze ist sie als Kulturpflanze für Plantagen eher weniger geeignet. Die Brechwurzel ist immergrün und stark giftig. Daher ist bei ihrer Verwendung in der Volksmedizin Vorsicht geboten und sie sollte nur in sehr geringen Mengen eingesetzt werden.

Wirkung & Anwendung

In der Medizin werden die Wirkstoffe der Brechwurzel als Naturheilmittel verwendet. Die Hauptkomponenten sind Alkaloide wie Emetin und Cephaelin, Iridoide, Glykoside und verschiedene Pflanzensäuren. Die Wirkung der Pflanze ist zwar nicht durch klinische Studien belegt, dennoch wird sie gegen verschiedenste Beschwerden eingesetzt. Dabei wird vor allem die Wurzel selbst verarbeitet. Zubereitungen der Pflanze sind verschreibungspflichtig.

Die enthaltenen Alkaloide reizen die Magenschleimhaut, was zu einer Vermehrung des Bronichalsekrets führt. Diesen Effekt macht die Medizin sich zunutze. Wird die Pflanze allerdings zu hoch dosiert, löst sie starken Brechreiz aus. Und nicht nur das. Sie reizt die Atmungsorgane und wirkt sich auf die Nerven und Blutgefäße aus. Bei falscher Dosierung kann es zu blutigem Durchfall, Übelkeit, Schmerzen und einer entzündeten, belegten Zunge kommen. Hinzu kommt häufig der Widerwillen gegen Nahrungsaufnahme und das Erbrechen von Speisen, Getränken und Blut.

Beheimatet ist die Brechwurzel in Mittel- und Südamerika. Sie findet sich in Tieflandregenwäldern von Nicaragua bis Brasilien. Außerdem ist sie in Kolumbien, Costa Rica, Ecuador und Panama anzutreffen.

Im Bereich der Atmungswege kann die Brechwurzel zu starkem Husten mit Schleimrasseln führen. Zusätzlich kann sie Kurzatmigkeit und langwierige Blutungen auslösen. Auch leichtes Fieber ist möglich. Vor allem bei Kindern wurden außerdem Krampfanfälle beobachtet. Daher ist es besonders wichtig auf die richtige Menge der Wirkstoffe zu achten. In angepassten Mengen wird die Brechwurzel beispielsweise in Globuli verarbeitet.

Ihr Haupteinsatzgebiet ist ebenso die Behandlung von Verdauungsproblemen und Erkrankungen der Atmungsorgane. Verdünnt wirkt sie sich positiv auf die Gesundheit aus und kann helfen, Beschwerden zu lindern. Neben ihrer Verarbeitung zu Globuli findet Brechwurzel sich auch in Sirup wieder, welcher zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt wird.

Zudem finden sich auch Präparate in Tabletten- oder Tropfenform sowie Flüssiginjektionen. Auf dem Markt werden verschiedene Sorten der Wurzel angeboten. Die Unterschiede in Aussehen und Farbe gehen auf das Alter und die Bewässerung der Pflanze zurück.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Die Einsatzgebiete der Brechwurzel in der Homöopathie sind vielseitig. Sie wirkt gegen Luftröhren-, Magen- oder Darmkatarrhe, Keuchhusten oder Asthma. Eingesetzt wird sie zudem gegen Wechselfieber. Das Heilmittel wird mitunter als Expektorans und Emetikum eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete sind die Behandlung von Schwindel, grippalen Infekten und Magenproblemen.

Besonders bei Personen mit empfindlichem Magen und Schwierigkeiten mit Magenschmerzen bietet sich die Nutzung von Präparaten mit Brechwurzel an. Ein anderes Haupteinsatzgebiet ist die Nutzung von Pflanzenpräparaten mit Brechwurzel um - wie der Name schon sagt - einen Brechreiz auszulösen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die betroffene Person sich aufgrund von oral eingenommenen Giften übergeben sollte.

Somit kann das zu sich genommene Gift zum Großteil aus dem Körper entfernt werden, bevor andere therapeutische Schritte eingeleitet werden. Zusätzlich angewendet wird Brechwurzel gelegentlich zur Behandlung von Amöbenruhr. Früher fand sich die Anwendung von Brechwurzel auch bei der Behandlung von Bronchitis, wobei es hierfür inzwischen weitaus wirksamere Medikamente gibt. In der Homöopathie wird die Pflanze auch gegen Migräne, Reiseübelkeit, Bindehautentzündungen und menstruelle Beschwerden eingesetzt.

Auf die Psyche soll sie bei Unruhe und leichter Reizbarkeit eine positive und aufhellende Wirkung haben. Außerdem wird sie auch als geburtshelfend eingestuft und gegen Blutungen im Bereich der Gebärmutter verwendet. Bei zahnenden Kindern soll die Pflanze auch gegen Beschwerden beim Zahnen helfen. Allerdings ist hiervon abzuraten, da die Wirkung der Pflanze auf Kinder nicht klar ist. Es kann zu Beschwerden kommen.

Ähnlich sieht es bei Personen aus, die auf einen der enthaltenen Wirkstoffe empfindlich reagieren. Auch schwangere und stillende Frauen sollten auf die Einnahme von Brechwurzelpräparaten verzichten. Die Nebenwirkungen könnten zu stark ausfallen und Schäden verursachen. Bei äußerlichem Kontakt mit der Brechwurzelpflanze sind Reizungen und Kontaktallergien möglich.

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