Bohrer

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Der Bohrer zählt zu den wichtigsten Instrumenten des Zahnarztes. So hat er Anteil an zahlreichen unterschiedlichen Behandlungen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Bohrer?

Unter dem Begriff Bohrer werden verschiedene rotierende zahnärztliche Instrumente zusammengefasst. Diese unterschiedlich bestückten und gestalteten Aufsätze spannt der Zahnarzt in Turbinen, Hand- oder Winkelstücke ein.

Der Zahnbohrer gibt bei seiner Benutzung ein Geräusch von sich, das an einen herkömmlichen Bohrer erinnert. Bei zahlreichen Patienten löst dieses Geräusch eher beängstigende Gefühle aus.

Einen besonders wichtigen Teil des Zahnbohrers stellt die Turbine dar, die zum Bohren und Fräsen unverzichtbar ist. Zum Arbeiten schließt sie der Zahnarzt an eine Dentaleinheit an, die über genormte Anschlüsse verfügt. Sie dient sowohl zur konservativen Behandlung als auch zur prothetischen Therapie.

Formen, Arten & Typen

Es gibt unterschiedliche Arten von Zahnbohrern. Ihr Antrieb erfolgt mithilfe einer Turbine. Größere Unterschiede sind allerdings bei den Kugellagern zu verzeichnen. Moderne Bohrer verfügen in ihrer Turbine über ein Kugellager aus Keramik. Dadurch sind Bohrer dieser Art weniger geräuschvoll als andere Exemplare, was sich wiederum positiv auf die Patienten auswirkt. Darüber hinaus gibt das Gerät nur wenige Vibrationen an die Zähne weiter, wodurch das Schmerzempfinden deutlich verringert wird. Da diese modernen Bohrer sensibler arbeiten, eignen sie sich auch für Zahnersatz.

Bei den rotierenden Instrumenten des Bohrers gibt es einige Unterschiede. Dazu gehören seine Form, sein Material, sein Umfang, sein Schaft sowie der Bereich der Anwendung. Als Materialien kommen Stahl, Diamant, Hartmetall, keramische Schleifkörper sowie elastische Polierer, die auch die Bezeichnung Gummipolierer tragen, zum Einsatz. Die verschiedenen Formen der Instrumente werden in mehreren Größen angeboten.

Zu den wichtigsten rotierenden zahnmedizinischen Instrumenten gehört der Rundbohrer. Er ist auch als Rosenbohrer bekannt und dient zur Entfernung von Karies. Weitere Bohrerarten sind der Fissurenbohrer, der Radbohrer und der Hartmetall- oder Stahlbohrer, die ähnliche Zwecke wie der Rundbohrer verfolgen. Teilweise lassen sich mit diesen Bohrern auch Kunststoffe und Metalle bearbeiten.

Einen Zahnbohrer der besonderen Art stellt der Laserbohrer dar. Dieser Dentallaser ist sanfter als der herkömmliche Bohrer und eignet sich zur Therapie von kleineren Kariesdefekten. Dabei trägt er weniger Zahnsubstanz ab. Dem Verfahren sind jedoch einige Grenzen gesetzt, sodass auf den konventionellen Zahnbohrer noch nicht verzichtet werden kann.

Aufbau & Funktionsweise

Der Zahnbohrer gibt bei seiner Benutzung ein Geräusch von sich, das an einen herkömmlichen Bohrer erinnert. Bei zahlreichen Patienten löst dieses Geräusch eher beängstigende Gefühle aus.

Ein Zahnbohrer besteht aus mehreren Abschnitten. Dazu gehören Kopf, Hals und Schaft. Den arbeitenden Teil übernimmt der Kopf des Bohrers. Dagegen sorgt der Schaft für die Befestigung innerhalb des Antriebs.

Ein Zahnbohrer muss über wichtige Qualitätsmerkmale verfügen. Dies sind die Härte des Materials, Schärfe und die Exaktheit des Rundlaufs. Außerdem sollten die Instrumente Formgenauigkeit aufweisen. Zu den Auffälligkeiten des Zahnbohrers gehören die unterschiedlichen Farbmarkierungen. Sie dienen als Information zu den Verzahnungseigenschaften oder der Diamantkörnung.

Zahnbohrer gelten als hochwertige Präzisionsinstrumente. Die Turbine des Bohrers erreicht ein hohes Umdrehungstempo. Dadurch ist der Bohrer in der Lage, auch feine Stellen zu behandeln. Benachbarte Zähne werden dadurch nicht geschädigt.

Darüber hinaus erzeugt die Geschwindigkeit der Turbine einen gewissen Hitzegrad. Dieser kann bei manchen Patienten Schmerzen am behandelten Zahn auslösen. Durch das Abkühlen des Bohrers mit Wasser hat der Zahnarzt jedoch die Möglichkeit, diesem Vorgang entgegenzuwirken, wodurch eine schonendere Behandlung gewährleistet wird.

Zur Behandlung der Kariesstellen muss der Zahnbohrer über hartes Material verfügen. Aus diesem Grund setzt er sich aus sehr hartem Metall wie Stahl oder aus Diamant zusammen. Im Rahmen einer Behandlung mit dem Zahnbohrer erhält der Patient in den meisten Fällen zuvor eine betäubende Injektion. Auf diese Weise läuft die bohrende Behandlung normalerweise schmerzlos ab.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Obwohl der Zahnbohrer bei vielen Patienten eher ein unangenehmes Gefühl hervorruft, ist sein Nutzen für die Gesundheit sehr groß. So lassen sich mit seiner Hilfe Zahnstellen, die von schädlicher Karies befallen sind, gut entfernen. Dadurch werden weitere Zahnprobleme meist verhindert.

Darüber hinaus verlief eine Zahnbehandlung vor der Erfindung des Bohrers im Jahr 1790 wesentlich schmerzhafter. So wurden die Patienten seinerzeit von sogenannten Zahnbrechern behandelt, die den schmerzenden Zahn einfach ohne jegliche Betäubung aus dem Gebiss der betroffenen Person hebelten. Zur Stillung der Blutung kam dann ein glühendes Brenneisen zur Anwendung.

1790 gelang es jedoch dem amerikanischen Zahnarzt John Greenwood, dem Leibzahnarzt von George Washington, aus einem Spinnrad einen Bohrer zu entwickeln, der sich durch eine Pedale per Fuß antreiben ließ. Im Jahr 1875 erfand schließlich der Amerikaner George Green einen Zahnbohrer, dessen Antrieb elektrisch erfolgte. Dieser gilt bis in die heutige Zeit als Grundlage für die Behandlung von Karies.

Mithilfe des Zahnbohrers entfernt der Zahnarzt nicht nur Karies, sondern auch Zahnersatz oder ältere Füllungen. Die Stellen, die von Karies befallen sind, werden mit dem Bohrer gesäubert und entsprechend behandelt. Dabei benutzt er den Bohrer so schonend wie möglich. Ist die Angst vor dem Zahnbohrer dennoch zu stark, lassen sich sehr sensible Patienten mit einem Beruhigungsmittel oder einer Vollnarkose betäuben.

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