Blut im Auge

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 27. Oktober 2017
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Blut im Auge entsteht durch eine Beschädigung der Blutgefäße im Auge. In der Regel tritt es ohne weitere Symptome auf und wird vom Körper nach einigen Wochen selbstständig abgebaut. Begleiten weitere Symptome das Auftreten von Blut im Auge, sollte der Betroffene einen Arzt aufsuchen, der mögliche Erkrankungen ausschließen kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Blut im Auge?

Blut im Auge ist eine Ansammlung von Blut zwischen der Leder- und Bindehaut des Auges. Sie äußert sich in hellroten Flecken auf dem Augapfel. Eine Ansammlung von Blut kann im Glaskörper des Auges auftreten, sodass die Iris sich rot verfärbt.

Ist die gesamte Bindehaut unterblutet, spricht man von einem Hyposphagma. Blut im Auge tritt meist einseitig auf und ist schmerzfrei. Die Blutung ist normalerweise nicht mit Entzündungen oder Sehstörungen verbunden, kann jedoch von Reizungen des Auges begleitet sein. Blut im Auge kommt häufig vor.

Ursachen

Verschiedene Ursachen können dazu führen, dass Blutgefäße in der Bindehaut reißen. Die Folge ist Blut im Auge.

Ein erhöhter Druck auf das Auge, wie er bei körperlichen Anstrengungen vorkommt, kann eine Blutung im Auge verursachen. Zu den Ursachen zählen Erbrechen, Niesen, Husten, Pressen (bei der Defäkation oder Entbindung), Sport, das Heben schwerer Gewichte oder das Durchführen eines Druckausgleichs im Mittelohr. Auch ein hoher Blutdruck kann Gefäße im Auge beschädigen.

Verletzungen des Auges sowie Augenoperationen können eine Blutung im Auge zur Folge haben, ebenso mechanische Reize, wie heftiges Augenreiben. Blut im Auge kann in einer Bindehautentzündung, trockenen Augen oder anderen Augenerkrankungen begründet sein. Andere körperliche Erkrankungen, wie Diabetes oder Blutgerinnungsstörungen, kommen als Auslöser von Blut im Auge infrage. Gerinnungshemmende Medikamente können Blutgerinnungsstörungen auslösen.

In einigen Fällen löst das Tragen von Kontaktlinsen eine Blutung im Auge aus, ebenso kommen ins Auge geratene Fremdkörper als Ursache infrage. Auch kommt es bei älteren Menschen häufiger zu Blut im Auge.

Krankheiten mit diesem Symptom

Diagnose & Verlauf

Blut im Auge tritt meist einseitig auf und ist schmerzfrei. Die Blutung ist normalerweise nicht mit Entzündungen oder Sehstörungen verbunden, kann jedoch von Reizungen des Auges begleitet sein.

Durch körperliche Anstrengung hervorgerufener Druck auf das Auge führt meist zu Blut im Auge, ohne dass weitere Symptome auftreten. Der Körper baut das Blut innerhalb weniger Wochen ab.

Liegen Augenerkrankungen zugrunde, ist in der Regel mit weiteren Symptomen, wie Brennen, Jucken oder eitrigem Ausfluss, zu rechnen. Bei Beeinträchtigung des Sehvermögens ist eine Blutung im Glaskörper des Auges in Erwägung zu ziehen. Da hier Blut hinter die Linse geraten ist, kommt es zu teils erheblichen Sehstörungen.

Ein Arzt stellt die Diagnose und geht sicher, dass keine anderen Erkrankungen vorliegen. Zur Diagnose benutzt der Augenarzt eine Spaltlampe, die ihm Einsicht ins Augeninnere gewährt. Er schließt aus, dass ein Fremdkörper ins Auge eingedrungen ist. Bei Verdacht auf andere, körperliche Erkrankungen überweist er den Betroffenen an den jeweiligen Facharzt.

Komplikationen

Blut im Auge weist wahrscheinlich „nur“ auf ein geplatztes Äderchen hin. In aller Regel treten keine weiteren Symptome auf und nach einer gewissen Zeit verschwindet es von selbst wieder. Es könnte allerdings auch eine Erkrankung des Auges zugrunde liegen, der Besuch eines Augenarztes bringt Aufschluss. Blut im Auge kommt relativ oft vor, es ist eine Ansammlung von Blut, zwischen Leder- und Bindehaut. Sammelt sich zu viel Blut im Glaskörper des Auges, kann sogar die ganze Iris rot werden. Meist ist es nur an einem Auge zu beobachten und ist absolut schmerzfrei. In aller Regel geht eine Blutung im Auge nicht mit Entzündungen oder Sehstörungen einher.

Es gibt viele Ursachen für Blut im Auge; Niesen, Husten oder körperliche Anstrengungen können dazu führen, dass ein Gefäß im Auge reißt. Auch beim Sport kommt dieses Phänomen häufig vor, zum Beispiel beim Heben schwerer Gewichte. Ebenso kann ein Druckausgleich im Mittelohr oder Bluthochdruck dafür verantwortlich sein. Nach einer Augen-OP kann Blut im Auge sehr oft vorkommen, es ist eine normale Reaktion auf den Eingriff. Natürlich können Augenerkrankungen schuld sein, Diabetes oder Blutgerinnungsstörungen können auch Blut im Auge auslösen. Manchmal wird die Blutung auch von Kontaktlinsen ausgelöst, aber das ist eher selten der Fall. Bei älteren Menschen tritt Blut im Auge häufiger auf, was allerdings normal ist.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Blutungen im Auge können zahlreiche Ursachen haben. Da unter Umständen alsbald eine Therapie begonnen bzw. sonstige Schritte umgehend eingeleitet werden müssen, ist mit einem Arztbesuch nicht zu warten. Um einen Verlust der Sehkraft nicht zu provozieren, ist ein zügiges Vorgehen geboten. Bei Blut im Auge kann es sogar sinnvoll sein, unmittelbar beim Augenarzt (Ophthalmologe) vorstellig zu werden.

Ist ein Termin nicht schnell genug zu erhalten, ist auch ein Besuch beim Hausarzt sinnvoll. Das gilt insbesondere, wenn die Blutungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf traumatische äußere Ursachen wie einen Sturz oder einen Schlag zurückzuführen sind. Häufig handelt es sich bei dem Blut im Auge dann nämlich um einen Bluterguss.

Bei Kindern darf mit einem Arztbesuch niemals gewartet werden, da deren Körper noch nicht vollständig entwickelt ist. Die Einholung medizinischen Rates ist damit stets zwingend geboten.

Aber auch bei Erwachsenen kann ein Warten unverantwortlich sein. Das gilt insbesondere, wenn es zu einer Verringerung oder einem Verlust der Sehfähigkeit am betroffenen Auge kommt. In diesen Fällen sind medizinische Maßnahmen zur Gefahrenabwehr umgehend einzuleiten. Andernfalls drohen ggf. nicht umkehrbare Langzeitfolgen, die zu einer erheblichen Verringerung der Lebensqualität führen.

Behandlung & Therapie

Gerissene Blutgefäße müssen in der Regel nicht behandelt werden. Eine Reihe von Maßnahmen kann den Heilungsprozess jedoch erleichtern. Hierzu zählt das Auflegen von kühlenden Kompressen. Künstliche Tränen lindern Reizungen des Auges. Liegen andere Erkrankungen zugrunde, richtet sich die Therapie nach der Art der Erkrankung.

Bei einer Bindehautentzündung verschreibt ein Arzt Augentropen oder -salben. Diese sind antibiotisch, wenn eine bakterielle Infektion Auslöser der Bindehautentzündung ist. Nach begonnener Therapie klingen die Beschwerden innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Innerhalb dieser Zeit ist auf gute Hygiene zu achten, da eine bakteriell ausgelöste Bindehautentzündung äußerst ansteckend ist.

Leidet der Betroffene an Diabetes oder Blutgerinnungsstörungen, leitet der jeweilige Facharzt eine entsprechende Behandlung ein. Bei Diabetes rät der Arzt neben der Gabe von Insulin zu einer zuckerarmen Ernährung, da ein erhöhter Blutzuckerspiegel die Blutgefäße schädigt. Die Schädigung zeigt sich unter anderem in den Augen. Große Mengen Blut im Auge können die Netzhaut schädigen, was zu einer Erblindung führen kann. Das Behandeln von Blutgerinnungsstörungen beugt weiteren Blutungen im Auge vor.

Sind Kontaktlinsen die Ursache von Blut im Auge, verzichtet der Betroffene eine Zeit lang auf Kontaktlinsen. Er klärt in Zusammenarbeit mit einem Augenarzt oder Optiker ab, welche Kontaktlinsen er in Zukunft tragen kann oder ob er darauf verzichten sollte.

Tritt Blut im Auge bei älteren Menschen auf, untersucht ein Arzt vorsorglich den Augendruck. Ein dauerhaft erhöhter Augendruck kann eine Schädigung des Sehnervs verursachen und bedarf umgehender Behandlung. Meist verschreibt ein Augenarzt Augentropfen, die den Augendruck senken.

Aussicht & Prognose

Wer Blut im eigenen Auge feststellt, der muss nicht zwingend sofort einen Arzt aufsuchen. In der Regel handelt es sich dabei lediglich um geplatzte Adern, die auf dem weißen Augapfel besonders zur Geltung kommen. Bereits nach zwei bis vier Tagen heilen die Blutungen ab, ohne das Medikamente oder ähnliches eingenommen werden müssen.

Wenn dies jedoch nicht der Fall ist, so sollte man einen Arzt aufsuchen. Zuerst muss die Ursache geklärt werden, warum es zu besagten Blutungen im Auge kommt. Diese Ursachen können vielfältig sein, wie zum Beispiel körperliche Anstrengung oder chronischer Bluthochdruck.

Wenn es wiederholt zu Blutungen im Auge kommt, muss ebenfalls der Rat eines Arztes eingeholt werden. In seltenen Fällen können Blutungen im Auge ein Symptom für einen bevorstehenden Herzinfarkt oder einen Schlaganfall sein. Nur wer frühzeitig einen Arzt aufsucht, kann folgenschwere Erkrankungen frühzeitig erkennen und dementsprechend behandeln lassen.

Wenn jedoch einmalig eine Blutung im Auge auftaucht, so muss nicht direkt ein Arzt konsultiert werden. Auch ohne explizite Behandlung wird die Blutung innerhalb von zwei Tagen verschwinden. Natürlich können auch entzündungshemmende Tropfen oder Salben verwendet werden, falls ein leichtes Augenbrennen auftreten sollte.

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Vorbeugung

Liegen Erkrankungen zugrunde, kann Blut im Auge bedingt vorgebeugt werden. Die wichtigste vorbeugende Maßnahme bei einer Bindehautentzündung ist gute Hygiene, um ein Anstecken zu vermeiden. Diabetiker werden zu einer gesunden, zuckerarmen Ernährung aufgefordert, um den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten.

Da Blut im Auge, das durch beschädigte Blutgefäße entstanden ist, in der Regel harmloser Natur ist, ist eine Vorbeugung nicht nötig. Häufig Betroffene sollten jedoch den Rat eines Augenarztes einholen.

Das können Sie selbst tun

Wer Blut im eigenen Auge feststellt, der sollte nicht direkt in Panik verfallen. In den meisten Fällen handelt es sich lediglich um geplatzte Äderchen, die schmerzlos auf dem weißen Augapfel erscheinen. Betroffene können entzündungslindernde Wirkstoffe verwenden, um die Heilung des Gewebes zu beschleunigen. Kühlende Kompressionen, die kurzzeitig auf das Auge gehalten werden können, fördern den Heilungsprozess und führen zu einer Rückbildung der roten Äderchen. Feuchtigkeitspendende Augensalben können ebenfalls zu einer schnelleren Heilung beitragen.

Um das Auge nicht weiter zu strapazieren und zu belasten, sollte auf schwere Tätigkeiten oder Anstrengungen gänzlich verzichtet werden. Starker Windzug und trockene Heizungsluft strapazieren das Auge bzw. Bindegewebe unnötig. Deshalb ist auf eine konstante Luftfeuchtigkeit in den eigenen vier Wänden zu achten. Ansonsten kann sich das Bindegewebe weiter entzünden und nicht wie gewünscht regenerieren.

Ursache der geplatzten Äderchen ist eine Überlastung des Körpers, wie beispielsweise das Heben von schweren Gegenständen. Vor allem kleine Adern sind besonders druckempfindlich, sodass diese bereits bei geringen Belastungen platzen. In der Regel braucht man bei geplatzten Adern im Auge keinen Augenarzt aufsuchen. Die Bindehaut regeneriert sich schon nach zwei bis vier Tagen von selbst.

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Quellen

  • Burk, A. et al.: Checkliste Augenheilkunde. Thieme, Stuttgart 2010
  • Grehn, F.: Augenheilkunde. Springer, Heidelberg 2011
  • Lang, G.K.: Augenheilkunde. Thieme, Stuttgart 2014

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