Blindheit
Blindheit bezeichnet einen vollständigen oder annähernden Verlust der Sehkraft. Obwohl Blindheit häufig irreversibel ist, sind teilweise Therapieerfolge möglich.
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Definition Blindheit
Zu einer Blindheit im engeren Sinne zählen nicht die Krankheitsbilder von Nachtblindheit oder Farbenblindheit. Das deutsche Sozialgesetzbuch sieht bei Blindheit einen Beihilfeanspruch durch einen Betroffenen vor, da Blindheit als schwere Behinderung gilt.
In Abgrenzung zum Begriff der Blindheit existiert in der Medizin der Ausdruck der Amaurose; bei einer Amaurose fehlt beim Betroffenen jede Form der optischen Wahrnehmung (man spricht dann auch von Vollblindheit).
Ursachen für Blindheit
In der frühen Kindheit kann sich eine Blindheit unter anderem entwickeln, wenn sich die Gehirnstrukturen, die mit dem Wahrnehmungsvermögen in Zusammenhang stehen, nicht ausreichend ausdifferenzieren. Auch können bei einem Menschen bereits bei der Geburt genetische Veranlagungen vorliegen, die im Laufe des Lebens eine Blindheit hervorrufen können.
Die häufigste Ursache für eine sogenannte erworbene Blindheit liegt in Industrieländern bei einer Degeneration der Makula (dem Punkt des schärfsten Sehens) aufgrund von Alterungsprozessen. Weitere Ursachen sind Erkrankungen wie grauer und grüner Star oder Diabetes.
Diagnose und Verlauf bei Blindheit
Häufig ist eine Blindheit irreversibel (sie kann also nicht durch entsprechende Maßnahmen behoben werden). In sehr seltenen Fällen kann es zu einer plötzlichen Blindheit kommen, die nach kurzer Zeit wieder verschwindet; hierbei spricht man in der Medizin auch von der Amaurosis fugax.
Der Verlauf einer Blindheit hängt vor allem ab von der Ursache, die der Blindheit zugrunde liegt. Liegt eine Blindheit vor, so kann es im weiteren Verlauf vor allem wichtig sein, dem Betroffenen im Rahmen von Rehabilitationsmaßnahmen Fähigkeiten und Hilfsmittel zur selbstständigen Lebensführung zur Verfügung zu stellen.
Diagnostiziert wird eine Blindheit in der Regel auf der Grundlage augenärztlichen Untersuchungen, bei denen beispielsweise Sehschärfe und Pupillenreaktionen gemessen werden. Teilweise kommen bei einer Blindheit auch bildgebende Verfahren (beispielsweise das MRT) oder neurologische Untersuchungen zum Einsatz.
Behandlung von Blindheit
Finden bei einem Patienten Degenerationen der Netzhaut statt, die erblich bedingt sein können und die eine Blindheit nach sich ziehen können, besteht eine Therapiemöglichkeit beispielsweise in einer dauerhaften Gabe von Vitamin A; so kann es möglich sein, das Entstehen einer Blindheit zu verlangsamen.
Eine junge Therapiemethode bei der Bekämpfung von Blindheit ist die Gentherapie; hiermit zeigten sich bei bestimmten Formen der Amaurose (der Vollblindheit) erste Erfolge. Wird eine Blindheit sehr plötzlich ausgelöst (so etwa durch den Verschluss eines Gefäßes), können auch hier Therapieansätze moderate Erfolge zeigen; beispielsweise können hier durchblutungsfördernde Maßnahmen dazu beitragen, dass eine Verbesserung des Sehvermögens eintritt.
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Vorbeugung von Blindheit
Um einer Blindheit vorzubeugen, die im Laufe des Lebens erworben wird, kann es sinnvoll sein, verschiedenen Risikofaktoren vorzubeugen, die zu einer Blindheit führen können. So empfehlen Experten beispielsweise regelmäßige augenärztliche Kontrollen, um Erkrankungen, Funktionsstörungen oder Verletzungen des Auges frühzeitig erkennen zu können.
Hierdurch kann einer folgenden Blindheit eventuell entgegengewirkt werden. Um Verletzungen des Auges zu vermeiden, die zu einer Blindheit führen können, empfiehlt es sich, bei gefährlichen Tätigkeiten für ausreichenden Schutz der Augen zu sorgen.
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