Bisexualität

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. Mai 2017
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Bisexualität ist eine sexuelle Orientierung, bei der sich ein Mensch zum eigenen und gleichzeitig zum fremden Geschlecht sexuell hingezogen fühlen kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Bisexualität?

Die Bisexualität ist eine sexuelle Orientierung, die in ihrer einfachsten Form von zwei Geschlechtern ausgeht, nämlich von den biologischen Geschlechtern. Ein bisexueller Mensch fühlt sich zum jeweils anderen, aber auch zum eigenen Geschlecht sexuell hingezogen.

Die Bisexualität kann angesichts der Gender-Diversifikation noch weitergehen und sich auch auf andere Geschlechteridentitäten ausdehnen. Dann ist aber meistens nicht mehr von Bisexualität die Rede, sondern der Mensch definiert seine sexuelle Orientierung weit komplexer. Im Wort "Bisexualität" steckt die Silbe "bi", also die Zahl zwei – die sich auf die Idee von zwei Geschlechtern bezieht.

Doch auch Bisexuelle, die sich für das fremde und das eigene Geschlecht interessieren, definieren dieses Interesse unterschiedlich. So können sich manche durchaus vorstellen, mit einem Menschen des gleichen Geschlechts eine genauso gleichwertige Liebesbeziehung aufzubauen wie mit einem Vertreter des anderen Geschlechts. Andere Bisexuelle dagegen würden eine ernste Beziehung nur mit jemandem des anderen Geschlechts eingehen, sexuelle Kontakte mit dem eigenen Geschlecht sind für sie aber vorstellbar.

Einige bisexuelle Menschen äußern, dass in ihren Gedanken das Geschlecht schlichtweg keine Rolle spielt. Sie verlieben sich in einen Menschen unabhängig davon welcher „Kategorie“ in der zugeschrieben wird.

Funktion & Aufgabe

Abweichungen von der gegengeschlächtlichen sexuellen Orientierung kommen nicht nur beim Menschen vor. Auch bei manchen Arten im Tierreich sind sie zu beobachten. Bei der Bisexualität stellt sich allerdings, wie bei jeder anderen Abweichung, nach wie vor die Frage nach einem möglichen biologischen oder evolutionären Nutzen. Die Forschung dazu ist noch nicht sehr weit fortgeschritten, da Phänomene wie die Bisexualität oder auch die Homosexualität noch nicht lange gesellschaftlich anerkannt sind. Daher wurden sie in früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten eher wie eine Krankheit erforscht und es wurde Ursachenforschung betrieben, weniger aber auf ihren möglichen Nutzen für die Gesellschaft geachtet.

Denkbar ist auch, dass hinter Abweichungen von der gegengeschlechtlichen sexuellen Orientierung keine explizite erforderliche Entwicklung der Evolution steckt, sondern dass es sich um eine von vielen denkbaren Abweichungen handelt, die in der Natur nicht selten sind (bedenke etwa unterschiedliche Haarfarben ohne expliziten Nutzen).

Liebe hat im Allgemeinen, also zwischen gleichgeschlechtlichen oder gegengeschlechtlichen Partnern aber ebenso auch im freundschaftlichen Bereich, die Funktion, soziale Kontakte aufzubauen und zu erhalten. Denn kein Mensch kann auf Dauer alleine sein, ohne psychisch oder gar physisch darunter zu leiden. Die Liebe hilft dabei, Kontakte zu knüpfen und sie zu erhalten.

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Krankheiten & Beschwerden

Die Bisexualität gehört zu denjenigen sexuellen Orientierungen, die keinen Krankheitswert haben. Anders als etwa bei Nekrophilie ist ein bisexueller Mensch meist sehr gut in die Gesellschaft integriert und hat alleine durch die Bisexualität keine sexuellen Probleme.

Tatsächlich problematisch wird Bisexualität, wenn sie nicht offen ausgelebt werden will oder darf. Das kann in streng religiösen Gesellschaften der Fall sein und wird dann zum Problem, wenn sich ein bisexueller Mensch in einen gleichgeschlechtlichen Partner verliebt. Denn dann entsteht ein Leidensdruck, der etwa Depressionen auslösen kann, weil sich der Mensch nicht frei fühlt.

Diesen Druck kann sich ein bisexueller Mensch auch selbst machen, wenn er sich die sexuelle Orientierung selbst nicht eingesteht und nach außen hin ein unerfülltes heterosexuelles Leben lebt. Möglicherweise spürt dieser Mensch, dass er sexuell anders als gedacht orientiert ist. Ahnt er die Bisexualität, können die eigenen Schwierigkeiten, sie zu akzeptieren, zu seelischen Problemen führen - er kann aber auch ahnungslos darüber sein, wieso er sich so anders fühlt.

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