Bewusstseinsstörungen
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Eine Bewusstseinsstörung bezeichnet jegliche Abweichung vom gewöhnlichen Alttags- oder Normalbewusstsein und wird fälschlicherweise oft als eigenständige Krankheit gesehen. Sie ist aber ein Symptom, dass verschiedene körperliche oder psychische Ursachen haben kann.
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Definition Bewusstseinsstörungen
Bewusstseinsstörungen können sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen und werden generell in zwei verschiedene Formen unterschieden: die qualitative und die quantitative Bewusstseinsstörung. Als qualitativ wird eine solche Störung bezeichnet, wenn Symptome wie eine kurzzeitige oder eine dauerhafte Trübung des Bewusstseins auftreten oder wenn eine Fixierung durch Gedanken und Emotionen auf ein Erlebnis stattfindet, sodass der Betroffene in seiner Ansprechbarkeit eingeschränkt ist.
Auch Bewusstseinsverschiebungen oder -erweiterungen gehören zu dieser Form. Quantitative Bewusstseinsstörungen beziehen sich auf den Wachheitsgrad und werden in verschiedene Schweregrade unterteilt. Die Symptome der quantitaiven Bewusstseinsstörung reichen von Benommenheit über eine erhöhte Schläfrigkeit bishin zum Koma.
Hierbei handelt es sich um eine Störung der Vigilanz (Wachheit). Diese kann sich auf verschiedene Art und Weise bemerkbar machen. Zum Einen als Benommenheit (verlangsamtes Denken, Handeln, erschwerte Orientierung) sowie als Somnolenz (Schläfrigkeit, aus welcher der durch äußere Reize weckbar ist) oder als Sopor (Patient nur sehr schwer weckbar), und als Koma (Patient nicht mehr weckbar) oder Delir (Bewusstseinsstörung und Orientierungsstörungen, sowie Halluzinationen).
In einigen Fällen kommt es auch zu einer nachträglichen Amnesie. Das ist ein teilweiser oder kompletter Verlust des Gedächtnisses. Manchmal ist nur das Langzeit- oder das Kurzzeitgedächtnis betroffen und nach einiger Zeit kommen die Erinnerungen zurück.
Ursachen für Bewusstseinsstörungen
Die Ursachen für Bewusstseinsstörungen sind vielfältig und lassen sich in vielen Fällen nicht eindeutig bestimmen. Auch hier wird natürlich zwischen den beiden Typen der Störung unterschieden. Quantitative Bewusstseinsstörungen können zum Beispiel auf einen erhöhten Hirndruck aber auch auch durch [[Gehirnerschütterung}}en oder durch ein Schädelhirntrauma zurückzuführen sein. Es gibt aber auch körperliche Erkrankungen, die zu einer Bewusstseinsstörung führen können. Auch nach einem Schlaganfall, bei dem das Gehirn aufgrund eines Gefäßverschlusses nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann, kann es zu Bewusstseinstrübungen- oder einengungen kommen.
Eine weitere Ursache kann der Blutzuckerspiegel sein, wenn dieser 70 unterschreitet oder aber 400 überschreitet. Generell können auch Atem- und Kreislaufstörungen sowie eine Entzündung des Nervensystems zu Bewusstseinsstörungen führen. Die Ursachen für qualitative Bewusstseinsstörungen sind ähnlich. Sowohl Entzündungen im Gehirn als auch ein Schädelhirntrauma können als Ursache aufgeführt werden.
Auch psychische Störungen und Erkrankungen können auf das Bewusstsein einwirken. So zeigen zum Beispiel Menschen mit traumatischen Erfahrungen, dissoziativen Störungen oder Psychosen häufig Symptome die auf eine Bewusstseinsstörung hindeuten. Medikamente, Drogen oder Alkohol wirken dämpfend und können deshalb in zu großen Mengen Symptome hervorrufen.
Aber auch Stoffwechselerkrankungen, wie zum Beispiel der Diabetes mellitus oder auch Vergiftungen, sind häufig für Bewusstseinsstörungen verantwortlich. Eine Bewusstseinsstörung oder auch nur eine Eintrübung ist immer ein Warnsignal des Körpers und sollte sofort ärztlich untersucht werden.
Krankheiten mit Bewusstseinsstörungen
- Diabetes mellitus
- Typhus
- Gehirnhautentzündung
- Pilzvergiftung
- Gehirnerschütterung
- Schlaganfall
- Epilepsie
- Sonnenstich
- Hitzschlag
- Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Fleckfieber
Behandlung von Bewusstseinsstörung
Wie können Bewusstseinsstörungen behandelt werden? Die Behandlung von Bewusstseinsstörungen richten sich natürlich nach den Ursachen, die für die Störung verantwortlich sind, eine umfassende Diagnose ist deshalb unverzichtbar. Vor allem zu Beginn schwerer Bewusstseinsstörungen sollte der Patient permanent unter Beobachtung stehen und medizinisch versorgt werden.
Das grundlegende Ziel der Behandlung sollte die Stabilisierung des Bewusstseins sein. Physiotherapeuten können den Betroffenen zusätzlich unterstützen, indem sie unter anderem Übungen zur Anregung des Kreislaufs durchführen. Auslöser wie zum Beispiel ein Schlaganfall sollten generell in einer Rehabilitationsklinik behandelt werden. In manchen Fällen werden für leichtere Bewusstseinsstörungen auch Medikamente eingesetzt, die auf das Bewusstsein wirken und zu einer Stabilisierung beitragen.
Menschen, die aufgrund von psychischen Erkrankungen unter einer Bewusstseinsstörung leiden können neben entsprechenden Medikamenten auch Hilfe in einer Psychotherapie finden.
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Vorbeugung von Bewusstseinsstörungen
Ausreichend Bewegung, eine gesunde Ernährung und regelmäßige Entspannungsphasen können dazu beitragen, dass es gar nicht erst zu dieser Diagnose kommt. Auch der Umgang mit Medikamenten und Alkohol sollte verantwortungsvoll sein, sodass ein übermäßiger Gebrauch oder eine Vergiftung vermieden wird. Da Bewusstseinsstörungen so schnell wie möglich behandelt werden sollten, sollte man seine Symptome ernst nehmen und bei Verdacht sofort einen Arzt aufsuchen.
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