Behandlung bei Prellungen
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Mehr oder weniger gewaltsame Einwirkungen auf den Bewegungsapparat, zu dem Muskeln, Sehnen, Faszien und Gelenke zählen, stellen Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen dar. Eine Verstauchung kann nur an Gelenken erfolgen. Bevorzugt ist hier das Fuß- und Handgelenk. Prellungen dagegen betreffen mehr die Weichteile, die Muskulatur und die oft darüber liegenden sehnigen Platten, die Faszien. Zerrungen erleidet man nur an der Muskulatur und deren Enden, die man als Sehnen bezeichnet. Jede der genannten Verletzungen unterscheidet sich von den anderen durch spezifische Merkmale. Die Verhaltensweise und die Behandlung erfolgt deshalb auch unterschiedlich.
Inhaltsverzeichnis |
Ursachen von Prellungen
Sie können sich über eine ausgedehnte Fläche erstrecken. Man kennt kleinere, mehr oberflächliche Prellungen, aber auch schwerere und tieferliegende. Bei letzteren kann es sich um Verletzungen von einer Vielzahl von kleineren, aber auch größeren Blutgefäßen handeln, die zu erheblichen Anschwellungen der betroffenen Stelle führen können. In diesen Fällen hat man es immer mit sogenannten Hämatomen, also mit Blutergüssen, zu tun. Sie können sich bis weit über die Grenze der geprellten Stelle hinaus ausdehnen und sind meistens bald durch eine rot-blaue Färbung gekennzeichnet, die später ins gelblichgrüne übergeht. An den Beinen ist oft zu beobachten, dass der Bluterguss nach unten, als fußwärts, absinkt.
Schwere Prellungen gehören nach Anlegung eines komprimierenden und kühlenden Verbandes in die Hand eines Arztes oder ins Krankenhaus. Bei den meisten Prellungen handelt es sich jedoch um Verletzungen von nicht so schwerwiegender Natur. Nach einem Trauma der geschilderten Art, tritt gewöhnlich zuerst erheblicher Schmerz, evtl. Gefühlslosigkeit, Taubheitsgefühl oder Lähmungsgefühl auf. Danach kann der einsetzende Bluterguss in der Tiefe Spannungsgefühl, Hitze und Bewegungsbehinderung auslösen, die später noch eine Steigerung erfahren können.
Kleinere Prellungen zeigen sich manchmal nur durch blaue Flecken und Druckempfindlichkeit. Wo immer es angezeigt ist, sollte man Prellungen, wegen ihrer Spätzündung, nicht zu leicht nehmen. Wichtig ist es zu verhindern, dass sich in den betroffenen Gebieten ausgedehnte Blutergüsse entwickeln.
Behandlung von Prellungen
Mit Massagen sollte man sehr vorsichtig im akuten Zustand sein. Vor dem 8. - 10. Tag sind besonders kräftige Massagen problematisch. Die Erfahrung hat bei Prellungen gezeigt, dass massive und ausgedehnte Blutergüsse dann zu Kalkablagerungen und Verknöcherungen im Schädigungsbereich neigen. Es ist ein Zustand, der mit Myositis ossificans bezeichnet wird und oft ohne operativen Eingriff nicht mehr zu beheben ist.
Dagegen haben sich feuchte Wärmeanwendungen, wie sie unter Heißes Bad als natürliches Heilmittel beschrieben werden, gut bewährt. Größere Vorsicht ist geboten bei trockener Wärmeanwendung, wozu Heizkissen, Lichtbügel, Wärmelampen und Elektrotherapie zählen.
Rezeptfreie Medikamente gegen Prellungen
Hier Informieren:
➔ Medikamente bei Unfällen und Verletzungen günstig und kompetent bei mycare Versandapotheke
Bücher über Prellungen
Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Behandlung bei Prellungen?

