Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)
Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Pankreaskarzinom ist eine selten auftretende Krebserkrankung. Leider gilt sie aber zur Zeit immer noch als sehr schwer heilbar. In den meisten Fällen kann Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht mehr geheilt werden, da die Krankheit oft zu spät erkannt und behandelt wird. Je früher also die Erkrankung erkannt wird, desto höher sind die Überlebenschancen. Vorbeugen kann man dem Bauchspeicheldrüsenkrebs unter anderem durch den Verzicht von Rauchen und Alkoholkonsum, sowie einer gesunden Ernährung und reichlich Bewegung und Sport.
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Definition Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)
Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Pankreaskarzinom tritt mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 3% aller Krebserkrankungen relativ selten auf. Der entsprechende Tumor findet sich in der Regel in dem so genannten exokrinen Teil der Bauchspeicheldrüse an der hinteren Wand des Bauches unterhalb des Zwerchfells.
Dabei werden meistens die Gangzellen an den Drüsenausgängen bösartig verändert (exokriner Tumor). In selteneren Fällen beginnt Bauchspeicheldrüsenkrebs in den Hormonzellen der Langerhans-Inseln in den Drüsenläppchen (endokriner Tumor).
Durch die trügerische Schmerzfreiheit dieser Erkrankung gilt Bauchspeicheldrüsenkrebs als sehr tückisch, und wenn die Gefahr erkannt wird, läuft dem Patienten und dessen Arzt bei der Behandlung oft infolge von Metastasenbildung die Zeit davon. Daher sind die Überlebenschancen bei verspätet festgestelltem Bauchspeicheldrüsenkrebs leider bisher nicht allzu hoch.
Ursachen für Bauchspeicheldrüsenkrebs
Vorerkrankungen wie Magengeschwüre oder chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen, aber auch Veränderungen in der Erbsubstanz können zu Bauchspeicheldrüsenkrebs führen. Darüber hinaus stehen derzeit auch Umweltbelastungen in Verdacht, Bauchspeicheldrüsenkrebs zu fördern. Dazu zählen Gifte wie Herbizide (Pflanzenschutzmittel), Pestizide (Insektenvertilgungsmittel) und Fungizide (Pilzvernichter), aber auch elektromagnetische Felder, Abgase, Chrom und Chlor. Doch wohlgemerkt sind diese Faktoren nicht ursächlich für Bauchspeicheldrüsenkrebs verantwortlich bzw. wissenschaftlich eindeutig belegt.
Symptome
In der ersten Phase des Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigen sich keine oder nur sehr schwach ausgeprägte Symptome. Diese können jedoch auch bei anderen Erkrankungen auftreten, sodass die Betroffenen die Gefahr nicht rechtzeitig wahrnehmen und einen Arzt aufsuchen. Erst wenn die Krebserkrankung weiter fortgeschritten ist und keine Behandlung stattgefundne hat, können stärke Beschwerden auftreten. Dazu gehören vor allem: Fettstuhl, Bauchschmerzen im Oberbauch und Druckgefühl, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit sowie Erbrechen und Übelkeit. Diese Symptome treten jedoch auch in ähnlicher Form bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung auf und können daher leicht verwechselt werden.
Krankheitsverlauf bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Typisch für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs ist die gefährliche und völlig schmerzlose Symptomfreiheit. Bauchspeicheldrüsenkrebs als exokriner Tumor breitet sich unbemerkt nach Anwachsen des Tumors rasch über die Blutbahnen und das Lymphsystem zunächst auf die umliegenden Körperregionen aus.
In den meisten Fällen ist davon die Leber betroffen, aber auch die Lunge und sogar das Skelett sind gefährdet. Das führt fast zwangsläufig zu einer eher ungünstigen Prognose. Im Falle eines endokrinen Tumors verdrängt das Wachstum des Knotens zunächst das umliegende Gewebe, während die Metastasenbildung eher langsam voranschreitet und somit auch bei spät festgestelltem Bauchspeicheldrüsenkrebs eine erfolgreichere Behandlung erhoffen lässt. Dennoch verläuft der nicht rechtzeitig erkannte Bauchspeicheldrüsenkrebs in der Überzahl auf Kurz oder Lang tödlich.
Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs
Die folgende langfristige Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs kann sich je nach Stadium der Erkrankung unterschiedlich gestalten. Zur Auswahl stehen eine Chemo- oder eine Strahlentherapie sowie eine Kombination aus Beidem.
Zusätzlich zur Strahlentherapie wird zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs auch Erlotinib eingesetzt. Dabei handelt es sich um einen Metastasenblocker, der aber in der Regel nur für Patienten in Frage kommt, bei denen die Krankheit so weit fortgeschritten ist, dass eine Operation von vornherein aussichtslos erscheint. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist behandlungstechnisch eine langwierige Angelegenheit, die oft nur bei frühzeitiger Erkennung vollständig geheilt werden kann.
Bücher über Bauchspeicheldrüsenkrebs
Weblinks
