Bauchfellentzündung

Eine Bauchfellentzündung oder Peritonitis ist eine schmerzhafte Entzündung des Bauchfelles. Die Krankheit kann unbehandelt tödlich verlaufen und sollte bei Verdacht schnellsten von einem Arzt untersucht und behandelt werden. Typische Beschwerden und Anzeichen für eine Bauchfellentzündung sind starke Schmerzen im Oberbauch bei Bewegung und eine Verspannung der Bauchdecke.

Inhaltsverzeichnis

Definition Bauchfellentzündung

Die Bauchfellentzündung wird in medizinischen Fachkreisen als Peritonitis bezeichnet. Das Peritoneum ist das Bauchfell, welches nicht immer komplett von entzündlichen Vorgängen betroffen sein muss.

Neben einer lokal begrenzten Entzündung, die nur bestimmte Organbereiche betrifft, zeichnet sich die sogenannte generalisierte oder diffuse Bauchfellentzündung durch einen abweichenden Verlauf der Erkrankung aus.

Die Endung -itis bezeichnet dabei den Aspekt, dass es sich um einen entzündlichen Vorgang handelt. Bei der Bauchfellentzündung werden abweichende Verlaufsformen beobachtet.

Ursache für Bauchfellentzündung

Als Ursache für eine Bauchfellentzündung kommen unterschiedliche Einflussfaktoren in Betracht. Die entzündlichen Prozesse des Bauchfells können durch das Eindringen von krankheitsauslösenden Bakterien von außen entstehen. Diese können beispielsweise durch das ungewollte Einfließen von Untersuchungsmedien wie Röntgenkontrastsubstanzen oder Darminhalt in die Bauchdecke verschleppt werden.

Die Bauchfellentzündung ist häufig eine Folgeerkrankung anderer ursächlicher Erkrankungen im Bauchraum. In diesem Zusammenhang können Ansammlungen von Bakterien aus Eiter- und Entzündungsherden aus angrenzenden Organen in das Bauchfell gelangen. Typische Auslöser sind beispielsweise die akute Blinddarmentzündung oder wenn ein Magengeschwür durch die Wand des Magens getreten ist. In eher selteneren Fällen kann eine Peritonitis durch die Verletzung von benachbarten Hohlorganen während medizinischer Untersuchungen entstehen, sodass sich deren Inhalte an das Bauchfell ergießen.

Erstaunlich ist, dass Krankheitserreger, die über das Blut- und Lymphsystem transportiert werden, sich ebenfalls am Bauchfell ansiedeln und dort eine Bauchfellentzündung hervorrufen können. In Abhängigkeit davon, welche Ursachen für die Entstehung einer Bauchfellentzündung in Frage kommen, wird zwischen der primären und der sekundären Bauchfellentzündung unterschieden.

Symptome

Krankheitsverlauf Bauchfellentzündung

Bauchfellentzündung

Der Krankheitsverlauf ist bei den jeweiligen Arten der Bauchfellentzündung durch mehr oder weniger spezifische und allgemeine Erkrankungszeichen einer Entzündung gekennzeichnet.

Die Betroffenen klagen zunächst über die typischen Erkrankungssymptome einer Infektion. Sie fühlen sich matt und schlapp, leiden an Appetitlosigkeit und einem reduzierten Allgemeinbefinden.

Typische Verlaufsformen der Peritonitis sind die in den Stadien auftretenden schmerzhaften Beschwerden im Oberbauchbereich. Bei manueller Tastung fühlt sich der Bauch verhärtet an und zeigt eine starke Spannung. Bereits beim leichten Eindrücken der Bauchdecke treten immense Schmerzen auf.

Die Patienten zeigen im weiteren Krankheitsverlauf meist Brechreiz und Übelkeit. Deutlich sind zudem eine Abnahme der Körpertemperatur in den Extremitäten und ein blasses Gesicht. Auf Grund der Schmerzen ist die Atmung erschwert und schwerfällig, sodass der Herzschlag erhöht ist. In vielen Fällen tritt bei der Bauchfellentzündung Fieber auf.

Rezeptfreie Medikamente gegen Bauchschmerzen

Hier Informieren:

Behandlung von Bauchfellentzündung

Generell ist die Bauchfellentzündung eine nicht zu unterschätzende Erkrankung, da sie unbehandelt zu lebensbedrohlichen Einschränkungen führen kann. Wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird, indem die Betroffenen zum Arzt gehen, können verschiedene Therapien hilfreich sein. Hierbei muss jedoch abgewogen werden, ob es sich um ein akutes Auftreten handelt, beim dem nur der Notarzt therapieren kann, denn in vielen Fällen kann eine Peritonitis tödlich verlaufen.

Die Therapieformen sind intensiv, denn es bestehen die Möglichkeiten des operativen Eingriffs und einer Therapie mit intensivmedizinischen Mitteln. Eine akute Bauchfellentzündung wird immer operativ therapiert. Als nachfolgende Therapie kann bei einem sehr schweren Erkrankungsbild mit den Zeichen einer bakteriellen Vergiftung auf Grund der möglicherweise absehbaren Risiken eine intensivmedizinische Betreuung unumgänglich sein. Innerhalb der medikamentösen Behandlung sind Arzneimittel wie hoch dosierte Schmerzmedikamente und eine sogenannte Nach- und Nebenbeatmung äußerst sinnvoll. Außerdem werden gegen die Bauchfellentzündung Antibiotika eingesetzt.

Bücher über Bauchschmerzen

Ihre Meinung zum Thema

War der Artikel hilfreich oder lesenswert? Bewerten Sie hier!

Rating: 5.0/5 (1 Stimme abgegeben)

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Bauchfellentzündung?

Name oder Pseudonym:
E-Mail (optional):
(Wird nicht angezeigt. Nur notwendig, wenn Antwort erwünscht wird.)
Kommentar:
(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Bauchfellentz%C3%BCndung