Barbarakraut

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Das Barbarakraut - oder auch Winterkresse genannt - gehört zur Familie der Kreuzblütler. Sie wird als Gemüse oder Salat verwendet, hat aber auch eine blutreinigende Wirkung.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau des Barbarakrauts

Barbarakraut wird etwa 30 bis 90 cm hoch. Im ersten Jahr bildet die Pflanze ihre Blätter, die leierförmig sind und mehrere Seitenlappen beziehungsweise einen herzförmigen Endlappen besitzen. Ihre Blüten sind gelb und vierzählig. Sie erreichen einen Durchmesser zwischen 7 und 9 mm. Auf dünnen Stielen wachsen die Schotenfrüchte, die eine Länge von etwa 15 bis 25 mm erreichen. Das Barbarakraut blüht von Mai bis Juni und ist weltweit in der gemäßigten Zone zu finden.

Es wächst auf Äckern, Wegrändern, in Kiesgruben oder an Bahndämmen, wobei die Pflanze stickstoffhaltige Böden bevorzugt. Winterkresse kann natürlich auch selbst angebaut werden. Das Kraut wächst gut an sonnigen Plätzen und mag lehmigen und sandigen Boden. Der pH-Bereich sollte zwischen 4,8 und 7,5 liegen. Die Samen werden im Abstand von ungefähr 5 Zentimeter in die Erde gesteckt. Während der Keimung sollte der Bereich feucht gehalten werden, die ersten Triebe zeigen sich dann nach ungefähr zwei bis drei Wochen.

Der Name des Barbarakrautes leitet sich von der Heiligen Barbara ab, die als Schutzpatronin der Steinbrucharbeiter und Bergleute gilt. Andere wiederum sind der Ansicht, dass der Name vom lateinischen Terminus Carpentariorum berba stammt, was mit Zimmermannskraut übersetzt werden kann, da die Zimmerleute und Schreiner das Kraut früher bei Wunden und Verletzungen verwendeten. Andere Namen für die Pflanze sind: Gemeine Wasserkresse, Echtes Barbarakraut, Frühlingsbarbarakraut, Gelber Beifuß, Rapunzel oder Senfkraut.

Wirkung & Anwendung

Barbarakraut kann nicht nur als Dekoration in einem Blumenstrauß verwendet werden, es verfügt auch über einen sehr hohen Vitamin C-Gehalt. Aus diesem Grund findet die Pflanze Verwendung in der Küche, wo sie wie Sauerampfer, Giersch oder Brennnessel in Form von Spinat zubereitet werden kann. Dafür werden von Oktober bis Mai die frischen Blätter geerntet, diese schmecken sehr würzig und sind mit der Kresse vergleichbar, sodass das Barbarakraut auch als Winterkresse bezeichnet wird.

Der scharfe Geschmack ist dabei auf die enthaltenen Senföle zurückzuführen. Barbarakraut kann aber nicht nur gekocht, sondern auch roh verzehrt werden. So wird es beispielsweise in Wintersalaten aber auch in Kräuterquark verwendet. Bevor die Pflanze zu blühen beginnt, schmecken die Blätter sehr gut, da sie besonders zart sind. Dann können sie zerhackt und einem Salat beigefügt werden. Die älteren Blätter sind meistens bitter und härter, können aber immer noch als Gemüse verwendet werden. Die Bitterkeit reduziert sich, wenn das Kochwasser mehrmals gewechselt wird, allerdings verliert das Kraut dadurch auch viele Nährstoffe.

Barbarakraut wird etwa 30 bis 90 cm hoch. Im ersten Jahr bildet die Pflanze ihre Blätter, die leierförmig sind und mehrere Seitenlappen beziehungsweise einen herzförmigen Endlappen besitzen. Ihre Blüten sind gelb und vierzählig.

Daher ist es empfehlenswert, weniger vom Barbarakraut zu verwenden und anderes Gemüse beizugeben. Sehr schmackhaft ist auch ein Pesto aus Barbarakraut, wofür am besten die Rosettenblätter oder die jungen Triebe genommen werden. Neben Vitamin C enthält Barbarakraut auch andere Inhaltsstoffe, die blutreinigend wirken. Die enthaltenen Bitterstoffe regen den Stoffwechsel an und fördern die Produktion von Verdauungssäften in Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse und Magen.

Außerdem hat die Pflanze eine wundheilende Wirkung und kann in Form von Tinkturen, Auszügen oder Aufgüssen verwendet werden. Darüber hinaus war Barbarakraut auch eine so genannte Anti-Skorbut-Pflanze, eine Krankheit, die sich auf Grund eines Mangels an Vitamin C entwickelte.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Barbarakraut wird häufig vorbeugend gegen Erkältungen eingenommen. Dafür wird ein Tee aus den Blättern des Krautes zubereitet. Um einen Liter Tee herzustellen, werden 25 Gramm Rosettenblätter benötigt. Der Tee muss etwa acht bis zwölf Minuten ziehen, dann können über den Tag verteilt zwei bis drei Tassen davon getrunken werden. Außerdem ist es möglich, den Tee auch bei Magenübersäuerung oder im Zuge eines Basenfastens zu verwenden. Zur Vorbeugung von Infekten im Nieren- und Blasenbereich kann auch eine Tinktur hergestellt werden.

Dafür benötigt man die Samen des Krautes, die mit Hilfe eines Mörsers zerstoßen und anschließend mit Wein versetzt werden. Dort müssen sie etwa zwei Wochen ziehen, bevor sie abgefiltert werden. Die Tinktur wirkt harntreibend, wobei aber nicht mehr als drei Teelöffel pro Tag eingenommen werden sollten. Zur besseren Wundheilung kann Barbarakraut ebenfalls verwendet werden, wobei die Behandlung für kleinere Schnitte gilt, denn stark verschmutzte beziehungsweise tiefe Wunden sollten immer von einem Arzt behandelt werden. Wer eine Abschürfung mit Barbarakraut behandeln möchte, nimmt dafür die zerkleinerten Blätter des Krautes und gibt sie für einen Tag in Olivenöl, anschließend wird das Öl filtriert und die Wunde damit abgetupft.

Das Öl kann auch auf Vorrat hergestellt und luftdicht und kühl in einer Flasche aufbewahrt werden. Darüber hinaus wirkt ein Absud mit Barbarakraut auch bei Steinerkrankungen. Darunter versteht man Verhärtungen, die sich normalerweise im Urin auflösen. Winterkresse kann bei Nieren- und Gallensteinen verwendet werden, wobei hier ein Tee aus 30g frischen Barbarakraut-Blättern zubereitet wird, den man mit einem Liter kochenden Wasser übergießt.

Der Tee sollte zehn Minuten ziehen, dann können davon täglich drei Tassen getrunken werden. Da der Tee auch eine harntreibende Wirkung hat, kann er auch bei Gicht eingesetzt werden. Gicht wird durch einen zu hohen Harnsäureanteil im Körper ausgelöst und in weiterer Folge lagern sich Harnsäurekristalle in den Gelenken ab. Der Tee führt zu einer Verbesserung der Harnsäureausscheidung und wirkt wassertreibend und schweißfördernd.

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