Baden in der Schwangerschaft

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Ein Bad in der Schwangerschaft ist nicht nur erfrischend, sondern kann auch wunderbar entspannend sein. Ob es ein klassisches Schaumbad in der eigenen Badewanne ist oder ein wenig Bewegung im Schwimmbad praktiziert wird - Baden in der Schwangerschaft stellt grundsätzlich kein Problem dar. Jedoch ist es ratsam, wenn die Schwangere im Vorfeld ein paar Ratschläge beherzigt und erhöhte Vorsichtsmaßnahmen beachtet.

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Baden in der Schwangerschaft – nicht zu heiß & nicht zu lange!

Im Radio spielt es gerade romantische Musik, das Licht ist gedämmt, die Wanne ist mit warmem Wasser gefüllt und überall befindet sich Schaum. Zeit für Entspannung. Entspannung, die in der Schwangerschaft oftmals bitter notwendig ist. In der Wanne kann sich die Schwangere erholen, abschalten und Körper, Geist sowie Seele regenerieren.

Die Wärme des Wassers lockert die Muskulatur, entspannt die Gelenke und den Rücken; auch das Baby spürt natürlich die Wärme des Wassers. Die Wassertemperatur sollte zwischen 33 bis 34 Grad liegen; Temperaturen um die 37 oder 38 Grad sind nicht geeignet, da sich die Gefäße derart erweitern, dass der Blutdruck sinkt und die Schwangere mitunter Kreislaufprobleme bekommt.

Vielen Schwangeren wird daraufhin schwindelig, wodurch in weiterer Folge das Sturz- beziehungsweise Unfallrisiko steigt, wenn die Frauen aus der Wanne steigen. Mitunter können die heißen Temperaturen auch bereits bestehende Krampfadern verschlimmern. Zu beachten ist auch die Gefahr frühzeitiger Wehen. Steigt die Körpertemperatur - auf Grund des heißen Wassers - auf 38,5 Grad steigt, können mitunter Wehen auftreten.

Heiße Bäder erhöhen das Frühgeburtsrisiko beziehungsweise auch die Fehlbildungsrate. Es ist daher ratsam, dass die Temperatur im moderaten Rahmen bleibt, mitunter durch eine Temperaturanzeige überprüft und eine Dauer von 15 Minuten nicht überschritten wird. Wer sich an diese Tipps hält, wird in der Schwangerschaft keine Probleme haben und kann weiterhin warme Bäder genießen.

Weitere Tipps: Schwangere sollten ein Glas Wasser in der Reichweite der Wanne haben beziehungsweise jenes problemlos erreichen können. Dies deshalb, da der Körper - auf Grund der Wärme - Flüssigkeit verliert, die jedoch wieder nachgereicht werden sollte. Schwangere sollten beim Aussteigen aus der Wanne darauf achten, nie alleine zu sein; der Partner sollte sicherheitshalber vor Ort sein, falls doch Probleme mit dem Kreislauf auftreten.

Leidet die Schwangere unter trockener Haut, können rückfettende Zusätze in das Badewasser zugefügt werden. Ätherische Öle sind wenig empfehlenswert. Jene können - auf Grund von Zimt, Nelken, Kampfer - vorzeitige Wehen auslösen. Ist sich die Schwangere nicht sicher, welche Zusätze sie verwenden soll, steht der behandelnde Arzt mit Rat und Tat zur Seite. Wie in allen Bereichen der Schwangerschaft gilt: Ist die Schwangere unsicher, sollte sie im Vorfeld den Arzt kontaktieren und Rücksprache halten.

Lieber nicht: Entspannen im Whirlpool

Auch wenn Baden in der Schwangerschaft kein tatsächlich gravierendes Problem darstellt, sollte man aber auf ein Bad im Whirlpool verzichten. Auf Grund der Tatsache, dass das Wasser deutlich wärmer ist und seltener erneuert wird, stellt es einen wunderbaren Nährboden für Pilze und Bakterien dar.

Da sich während der Schwangerschaft der Hormonhaushalt verändert, besteht auch ein verringertes Säureniveau in der Scheide. Die Immunabwehr ist daher geschwächt, sodass schwangere Frauen anfälliger für Infektionen sind. Wer also vaginale Pilzinfektionen vermeiden möchte, sollte daher auf ein Bad im Whirlpool verzichten.

Des Weiteren ist zu beachten, dass - wie beim Bad in der Wanne - zu warmes Wasser die Gefäße weitet, der Blutdruck sinkt, mitunter Probleme mit dem Kreislauf auftreten und auch die Gefahr vorzeitiger Wehen gegeben sind. Während das Bad in der Wanne definitiv kein Problem darstellt, sollte der Whirlpool gemieden werden.

Schwimmen während der Schwangerschaft

Wer schon vor seiner Schwangerschaft sportlich aktiv war und regelmäßig in Schwimmbädern trainiert hat, sollte in der Schwangerschaft nicht darauf verzichten müssen. Schwimmen stellt ein gutes Muskeltraining dar und hilft auch gegen die Darmträgheit, welche mitunter in der Schwangerschaft auftreten kann.

Aus diesem Grund ist es auch ratsam, wenn untrainierte Frauen mit leichten Schwimmübungen beginnen, wenn sie schwanger sind und mitunter Entspannung benötigen beziehungsweise ihre Verdauung ankurbeln möchten. Zu beachten ist, dass aber ausschließlich Grundschwimmarten praktiziert werden sollten. Wichtig ist, dass sich die Schwangere nicht überanstrengt beziehungsweise der Puls nicht zu sehr steigt.

Welche Obergrenze dahingehend empfehlenswert ist, kann nur der Arzt festlegen. Die Puls-Obergrenze richtet sich natürlich auch dahingehend, wie trainiert die Frau vor ihrer Schwangerschaft war. Zu berücksichtigen ist, dass zwischen den Schwimmbadbesuchen immer 24 Stunden Ruhepause wahrgenommen werden.

Ist die Schwangere jedoch ein Fan von Naturgewässern, sollte sie im Vorfeld Informationen bei der Stadtverwaltung über die Wasserqualität einholen. In fast allen Fällen sind Flüsse und Seen nicht belastet, wobei es dennoch ratsam ist, Informationen einzuholen, ob mitunter eine Keimbelastung vorliegt. Ist das Wasser belastet, sollte es während der Schwangerschaft gemieden werden.

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Schwanger Schwimmen -Lassen Sie es ruhig angehen

Beachtet die Schwangere ein paar wenige Regeln und Ratschläge, stellt das Baden während der Schwangerschaft kein Problem dar. Wichtig ist, dass sich die Schwangere weder überhitzt oder überanstrengt. In der Schwangerschaft zählen vor allem Ruhe und Entspannung. Leistungssport sollte in dieser Zeit nicht praktiziert werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Baden und auch Einheiten im Schwimmbad als reine Entspannung gesehen werden.

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