Baby draußen im Sommer und bei Hitze Teil 2

Dem älteren Baby macht es größtes Vergnügen, im warmen Wasser zu plantschen. Dazu brauchen wir kein Bad, eine Waschschüssel voll Wasser auf dem sonnenbeschienenen Balkon genügt schon. Zum Schlaf stellen wir das Kind auf den Balkon oder in den Garten, nicht in die Sonne, sondern in den Schatten, und decken es leicht zu. Und in der Nacht lassen wir weit das Fenster auf, denn kühle Luft bewirkt eine tiefe, gleichmäßige Atmung, die das Kind beruhigt und dem Blut reichlich Sauerstoff zuführt.

<-- Zurück zu Teil 1 von Baby draußen im Sommer und bei Hitze

Inhaltsverzeichnis

Richtiges Verhalten bei Krankheiten im Sommer

Besonders oft wird gesündigt, wenn ein Baby plötzlich im Sommer Husten oder Durchfall mit Fieber bekommt. Da wird die Heizung aufgedreht, das Bett danebengestellt und das Fenster fest verschlossen. Dann geht es mit dem dick verpackten Kind, das hinter verschlossener Windschutzscheibe tief im Kinderwagen liegt, zum Arzt. Das arme kranke Baby kann kaum atmen, das Fieber wird immer höher getrieben, und manchmal kommt dann jede Hilfe zu spät.

Auch hier ist oberstes Gebot, die heilende Wirkung der frischen Luft anzuwenden und zu berücksichtigen, dass kühle Zimmertemperatur und die hereinströmende Luft das Atmen leicht machen. Auch die Windschutzscheibe des Kinderwagens hat fast nur Nachteile. Sie hält den Säugling abgesperrt von der frischen Luft, so dass er seine eigenen Ausdünstungen einatmen muss. Überhaupt verwenden wir sie nur für eine Fahrt in Regen und Sturm.

Bakterien und Keime im Sommer

So wie im Sommer das Getreide auf den Feldern wächst und reift, wie die Blumen und Gräser in voller Blüte stehen, so ist auch bei sommerlicher Wärme und Feuchtigkeit die große Zeit für die kleinen Lebewesen, die Bakterien, gekommen. Daher ist in der Sommerzeit besonders größte Sorgfalt und Sauberkeit erforderlich, sonst drohen vor allem Durchfallerkrankungen durch Coli-Bakterien.

Besonders für die Sommermonate raten wir, das Baby zumindest bis zum Alter von 4 Monaten zu stillen, weil dabei kaum eine Möglichkeit zur Verunreinigung besteht und die Muttermilch zugleich viele Abwehrstoffe für den jungen Organismus enthält. Das Stillen ohne Muttermilch während der heißen Jahreszeit kann dem Säugling zum Verhängnis werden. Wird das Baby schon künstlich ernährt, empfehlen wir die Verwendung der keimarmen Trockenmilch.

Milch zum Stillen richtig lagern und abkochen

Für sie wie auch für die Kuhmilch gelten folgende Regeln:

  • Die Milch muss so kühl wie möglich (aber nicht einfrieren) aufbewahrt werden. Die Flasche soll immer erst kurz vor der Mahlzeit zubereitet werden.
  • Dem Baby darf auf keinen Fall unabgekochte, saure oder schlechtgewordenen Milch gegeben werden.
  • Kontrollieren sie auch immer genau die Töpfe und Milchflaschen. Jeder kleine Nahrungsrest ist bereits nach einem halben tag Gift für das Kind.
  • Die Flasche und der Sauger müssen daher vor jeder Mahlzeit gereinigt und ausgekocht werden.

Zum Schluss noch ein Ratschlag:

Im Sommer schwitzen die Kinder stark. Für den Stoffwechsel werden nicht soviel Kalorien gebraucht, dass das Kind seinen Flüssigkeitsbedarf nicht allein aus der Milch und dem Brei decken kann. Die Folge, auch gesättigt schreit das Baby weiter. Rasch ist eine Flasche mit Fencheltee bereitet und wieder abgekühlt. Ein lachendes Gesicht zeigt, dass die Mutter ihr Kind recht verstanden hat.

Bücher über Kinderkrankheiten und Babypflege

War der Artikel hilfreich oder lesenswert? Bewerten Sie hier!

Rating: 5.0/5 (1 Stimme abgegeben)

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Baby draußen im Sommer und bei Hitze Teil 2?

Name oder Pseudonym:
E-Mail (optional):
(Wird nicht angezeigt. Nur notwendig, wenn Antwort erwünscht wird.)
Kommentar:
(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Baby drau%C3%9Fen im Sommer und bei Hitze Teil 2