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Bänderriss

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Bänderriss

Ein Bänderriss gehört, neben Bänderdehnung bzw. Bänderzerrung, zu den häufigsten Sportverletzungen. Durch ruckartige Bewegung und Überbeanspruchung der Bänder kann es in der Folge extremer körperlichen Aktivitäten zu einem Bänderriss kommen. Bekannte Ursachen sind daher zum Beispiel das Verdrehen des Knies oder das Umknicken des Fußes. Einer der bekanntesten Bänderrisse ist der Außenbandriss am oberen Sprunggelenk. An den Kreuzbändern kann es hierbei zu dem sogenannten Kreuzbandriss kommen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Bänderriss?

Bei einem Bänderriss handelt es sich um einen teilweisen oder vollständigen Riss eines Gelenkbandes. Am häufigsten sind hiervon die Gelenkbänder am Fuß sowie an Sprunggelenk, Knie, Handgelenk, Schulter und Ellenbogen betroffen. Es kann auch der Daumen vom Bänderriss betroffen sein - dies wird als Skidaumen bezeichnet.

Typisch für den Bänderriss ist ein lokaler und teils starker Schmerz, kombiniert mit einer Instabilität des betroffenen Gelenkes. Auch Blutergüsse treten häufig auf und verursachen Schwellungen. Beim Bänderriss werden vier Schweregrade unterschieden. Sie reichen vom unvollständigen Riss, bei dem das Gelenk stabil bleibt, bis hin zum vollständigen und das Gelenk destabilisierenden Bänderriss.

Ursachen für Bänderriss

Ein Bänderriss entsteht, wenn ein Gelenkband so stark überdehnt wird, dass seine Fasern in Mitleidenschaft gezogen werden. Meistens ist dies bei gewaltsamen Gelenkbewegungen der Fall, bei denen eine übermäßig starke Kraft auf die Bänder wirkt - etwa eine abrupte Drehung. Gelenkbänder bestehen aus straffem Bindegewebe, stabilisieren das Gelenk und sind normalerweise ausgesprochen kräftig.

Eine zu starke Dehnung aber kann das Bindegewebe schädigen - von der eher harmlosen Verstauchung bis hin zum Bänderriss. Solch starke Dehnungen treten vor allem beim Sport auf, weshalb der Bänderriss als typische Sportverletzung gilt. Ein häufiges Beispiel sind Bälle, die hart auf Gelenke aufprallen, oder auch Zusammenstöße vom Spielern, bei denen ein Gelenk verdreht und damit ein Bänderriss verursacht wird. Doch auch ein Umknicken des Fußes kann zum Bänderriss führen.

Das Körpergewicht eines Menschen reicht bei einem ungünstigen Winkel aus, um die Gelenkbänder zu überlasten. Ein multipler Bänderriss ist selten und tritt am ehesten bei Autounfällen auf.

Typische Symptome und Anzeichen bei Bänderriss

Krankheitsverlauf Bänderriss

In den meisten Fällen macht sich ein Bänderriss bereits im Moment des eigentlichen Risses bemerkbar: Viele Betroffene hören ein Geräusch (häufig ein Knallen oder Schnappen). Gleichzeitig tritt ein heftiger, lokaler Schmerz auf, der sich allerdings in den meisten Fällen trotz Bänderriss schnell legt.

Es bleibt jedoch eine veränderte Beweglichkeit des Gelenkes, die sich bei Bänderrissen im Fußbereich häufig durch einen unsicheren Gang zeigt. Schnell treten Schwellungen und Blutergüsse auf. Da ein Bänderriss unter Umständen nur Schwer von Verstauchungen und Bänderzerrungen unterscheidbar ist, sollte bei jedem Verdacht ein Arzt aufgesucht werden. Unbehandelt kann es beim Bänderriss zu einer chronischen Instabilität und Schädigung des Gelenkes kommen.

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Behandlung und Therapie von Bänderriss

Beim Verdacht auf Bänderriss sollte als Erste Hilfe die sogenannte PECH-Regel genutzt werden: Pause, Eis, Compression, Hochlagerung. Durch die Kühlung, den Druck und die Hochlagerung werden die Durchblutung und der Schmerz vermindert. Anschließend sollte - auch wenn das Gelenk schmerzfrei ist - ein Arzt aufgesucht werden, um die Ausmaße zu klären.

Bei der Untersuchung kommen, je nach Körperregion, auch Röntgen und Kernspintomographie zum Einsatz. Die Gelenkstabilität wird getestet - gegebenenfalls unter Narkose, da starke Schmerzen auftreten können. Abhängig von Ort und Grad wird der Bänderriss nun entweder offen oder minimal-invasiv operiert oder aber konservativ behandelt.

Eine konservative Behandlung stützt sich vor allem auf konsequente Bewegungsübungen und Muskeltraining, es kommen aber auch Stützverbände und nötigenfalls ein Gipsverband in Betracht. Wird der Bänderriss konservativ behandelt, dauert dies in der Regel acht Wochen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Jeurink kommentierte am 05.02.2012 um 12:58 Uhr

Ein Bänderriss am Daumen wurde bei mir nicht behandelt. Der Riss entstand vor 1,5 Jahren. Wie könnte es noch behandelt werden? Mfg Jeurink