Bänderdehnung (Bänderzerrung)
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Eine Bänderdehnung oder Bänderzerrung ist eine häufig vorkommende Sportverletzung. Durch starke Belastung der Gelenkbänder durch extreme und ruckartige Bewegungen kommt es zu einer Überdehnung bzw. Zerrung dieser Bänder. Typische Ursachen sind daher das Verdrehen des Knies oder das Umknicken des Fußes. Um einen Knochenbruch und weitere Komplikationen auszuschließen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Was ist eine Bänderdehnung (Bänderzerrung)?
Eine gezielte Erste Hilfe bei dem Verdacht auf eine Bänderdehnung ist ein Druckverband, der die Schwellung zurückhält, eine ausreichende Kühlung und ein sofortiger Besuch im Krankenhaus. Denn bei der Diagnose einer Bänderdehnung muss auch immer ein möglicher Bänderriss oder Knochenbruch ausgeschlossen werden.
Ursachen für Bänderdehnung (Bänderzerrung)
Am häufigsten sind jedoch die Sprunggelenke der Füße und die der Finger von einer Bänderdehnung betroffen. Eine Bänderdehnung ist schnell passiert und sehr schmerzhaft, aber in den meisten Fällen nicht wirklich von drastischer Natur. Sie tritt häufiger auf, als es viele Menschen erwarten. Eine Bänderdehnung kann in verschiedenen Schweregraden daherkommen: von leicht über mittel bis hin zu sehr schwer. Daher ist es wichtig, die Symptome einer Bänderdehnung nach einem entsprechenden Unfall genau zu beobachten.
Typische Symptome und Anzeichen bei Bänderdehnung
Krankheitsverlauf Bänderdehnung (Bänderzerrung)
Umso stärker die Bänder des Sprunggelenkes bei einer Bänderdehnung gezerrt sind, umso heftiger sind meistens auch die Schwellungen, Blutergüsse und die Schmerzen. Je nach Schwere der Bänderdehnung können Schmerzen bereits beim Stehen auftreten oder aber erst beim Laufen. Meistens treten sie als Druckschmerz oder gefühlte Sperre im Gelenk auf.
Im Ruhezustand, etwa wenn der Fuß oder die Hand viel gekühlt und hochgelegt wird, schwillt das betroffene Sprunggelenk meistens wieder erheblich ab. Ebenso lassen die Schmerzen bei ausreichender Ruhe nach – allerdings nur solange, wie das Gelenk geschont wird. Versucht man mit einer Bänderdehnung vorzeitig wieder normal am Alltag oder Sport teilzunehmen, kommen die Beschwerden sehr schnell, und meistens drastischer, zurück.
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Behandlung von Bänderdehnung (Bänderzerrung)
Grundsätzlich muss eine Bänderdehnung bzw. Bänderzerrung unbedingt von einem Facharzt diagnostiziert werden, denn ein Bänderriss und Knochenbruch muss ausgeschlossen werden. Von allen möglichen Verletzungen des Sprunggelenkes ist eine Bänderdehnung mitunter am unproblematischsten zu behandeln. Alles, was das Gelenk an dieser Stelle braucht, ist etwas Ruhe, um sich wieder zu erholen.
Da bei einer Bänderdehnung allerdings auch Muskeln, Sehnen und Gewebe in Mitleidenschaft gezogen werden, sollte man es mindestens zwei bis drei Wochen nach dem Unfall sehr ruhig angehen lassen. Bei einer Bänderdehnung können in dieser Zeit bei Überlastung immer noch leichte Beschwerden auftreten. Sind diese allerdings zu stark, sollte man unbedingt erneut einen Arzt aufsuchen.
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Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Bänderdehnung (Bänderzerrung)?

