Ausschlag am Bauch

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 26. Oktober 2017
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Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Auf Einflüsse von innen und außen reagiert sie meist umgehend. Hautauschläge am Bauch können vielfältige Gründe haben. Die Behandlung des Ausschlages richtet sich nach der Diagnose, die ein Arzt stellt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Ausschlag am Bauch?

Ein plötzlich auftretender Hautausschlag am Bauch oder an anderen Körperregionen wird Exanthem genannt. Bei juckendem, entzündlichem Hautauschlag sprechen Mediziner auch von einem Ekzem oder einer Dermatitis, die akut oder chronisch auftreten kann.

Der Hautausschlag am Bauch kann unterschiedlich aussehen: Er kann sich in roten Flecken, Quaddeln, als Bläschen, eitrige Pusteln oder als Schuppen zeigen. Er kann schmerzhaft oder juckend sein, tritt manchmal aber auch ohne weitere Symptome auf. Es wird zwischen ansteckenden und nicht-ansteckenden Hautkrankheiten unterschieden.

Ursachen

Ein Hautausschlag am Bauch kann viele verschiedene Ursachen haben. Neben viralen Infektionserkrankungen wie Windpocken oder Masern kann es sich um eine bakterielle Infektion handeln.

Auch Pilze oder Parasiten können einen Hautausschlag verursachen, wie zum Beispiel Milben bei der stark juckenden Krätze. Weitere Ursachen sind Allergien oder Nebenwirkungen von Arzneimitteln. Besonders Antibiotika, nicht-steroidale Antirheumatika, Kortison oder manche Bluthochdruck-, Gicht-, Krebs- und Diabetesmedikamente können einen Ausschlag auslösen.

Verschiedene Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Neurodermitis oder Nesselsucht können ebenfalls zu einem Hautausschlag am Bauch führen. In selteneren Fällen kann der Auslöser auch eine systemische innere Erkrankung sein. Persönliche Anlagen sind dafür verantwortlich, wie sensibel die Haut auf bestimmte Reize reagiert.

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Diagnose & Verlauf

Für eine genaue Diagnose ist der Besuch eines Arztes nötig. Besonders bei schwerem Hautausschlag, bei extremem Juckreiz, Schmerzen oder Schwellungen ist ein Arztbesuch angeraten.

Dies ist ebenfalls der Fall, wenn sich der Hautausschlag vom Bauch weiter auf andere Körperteile ausbreitet oder zusätzliche Beschwerden wie Fieber hinzukommen. Zunächst kann der Hausarzt konsultiert werden, der den Patienten bei Bedarf an einen Fach- oder Hautarzt überweist. Der Arzt kann durch die Lokalisation und das Aussehen des Hautausschlages oft eine erste Einschätzung treffen. Er erfragt wichtige Details zu Begleitsymptomen und zur Ausbreitung des Ausschlages.

Zusätzliche Laboruntersuchungen wie ein Allergietest, eine Blutuntersuchung, eine Gewebeprobe oder ein Hautabstrich von der betroffenen Stelle können weitere Informationen für die Diagnose liefern. Im Verlauf der Erkrankung kann sich der Ausschlag je nach Ursache verändern. Es können sich eitrige Pusteln entwickeln oder der Ausschlag breitet sich auf andere Körperregionen aus. In manchen Fällen verschwindet der Hautausschlag nach einigen Tagen jedoch von selbst.

Komplikationen

Es kann sehr vielfältige Gründe haben warum sich ein Ausschlag am Bauch entwickelt. Der Ausschlag sieht recht unterschiedlich aus, manchmal bekommt der Patient rote Flecken, manchmal eitrige Pusteln oder Bläschen. Mitunter juckt ein Ausschlag am Bauch und er kann auch sehr schmerzhaft sein. Vielleicht handelt es sich um harmlose Kinderkrankheiten, auch Masern verursachen rote Flecken.

Manchmal sind jedoch auch Pilze oder Parasiten für den Hautausschlag verantwortlich, die stark juckende Krätze wird häufig diagnostiziert. Ursachen können aber auch Allergien sein oder es sind Nebenwirkungen verschiedener Arzneimittel, die Hautausschläge verursachen. Besonders oft lösen Krebs-, Diabetes- oder Gicht-Medikamente diese Ausschläge aus. Auch Erkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis können für den Bauch-Ausschlag verantwortlich sein. In den seltensten Fällen steckt jedoch eine innere Erkrankung dahinter, es kommt halt immer darauf an, wie stark die Haut reagiert.

Ein Arztbesuch ist zwingend notwendig, nur er kann die Ursache genau feststellen. Überhaupt wenn andere Symptome auftreten, kann ein Ausschlag am Bauch nicht selbst behandelt werden. Doch der Hausarzt kann durch das Aussehen des Hautausschlags oft schon sagen, was der Grund für den Ausschlag am Bauch ist und wie er sich nicht weiter ausbreitet. Erst wenn der Ausschlag wirklich schlimm ist und wenn weitere Begleiterscheinungen zu beklagen sind, wird er eine Überweisung an den Hautarzt schreiben. Der Facharzt kann aufgrund der Blutuntersuchung und einer Gewebeprobe die genaue Ursache feststellen. Meist ist aber ein Ausschlag am Bauch eher harmlos, oft verschwindet er von selbst wieder.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ausschlag am Bauch kann durch verschiedene Krankheiten hervorgerufen werden. Ob die Ursache eine Infektionskrankheit, eine Allergie oder Neurodermitis ist, kann nur der Arzt (z.B. Hautarzt, Hausarzt) feststellen. Oft wird ein toxisches Kontaktekzem durch giftige Stoffe hervorgerufen, die mit der Haut in Berührung kommen. Meist sind hiervon ungeschützter Hautbereiche wie Gesicht, Hände und Arme, aber weniger der Bauch getroffen.

Ausschlag am Bauch kann sich in verschiedenen Formen zeigen, die von kleinen, roten Pusteln bis zu großflächig entzündeten Stellen reichen. Er kann durch Quaddeln oder Schuppenbildung auffallen. Oft ist ein allergisches Kontaktekzem die Ursache, beispielsweise durch chemische Substanzen in Kleidungsstücken. Das atopische Ekzem hingegen ist eine Autoimmunerkrankung, die durch genetische Veranlagung entsteht. Am Bauch zeigt es sich häufig durch juckenden Ausschlag mit Pusteln.

Infektiöse Kinderkrankheiten wie Windpocken, Röteln, Scharlach und Masern machen sich durch Ausschlag am ganzen Körper bemerkbar. Vor allem, wenn Erwachsene davon betroffen sind, ist der Besuch beim Arzt notwendig. Für Allergien sind viele Auslöser denkbar. Ob Nesselsucht, Medikamenten- oder Lebensmittelunverträglichkeit vorliegt, muss die medizinische Untersuchung klären. Auch Verätzungen und Vergiftungen können zu Ausschlägen am Bauch führen. Starke Verätzungen durch Chemikalien sind ein Fall für den Notarzt. Hautausschläge in Verbindung mit plötzlichem Unwohlsein und Erbrechen sollten den Betroffenen möglichst schnell ins Krankenhaus führen.

Behandlung & Therapie

Bei juckendem, entzündlichem Hautauschlag sprechen Mediziner auch von einem Ekzem oder einer Dermatitis, die akut oder chronisch auftreten kann.

Die Behandlung des Hautausschlages am Bauch richtet sich nach der zuvor diagnostizierten Ursache. Oft kommen Salben oder Tinkturen zum Einsatz, die lokal auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

Bestimmte Wirkstoffe wie Harnstoff oder Teer können helfen. Salben mit Antihistaminika oder Kortison werden ebenfalls eingesetzt. Es gibt auch spezielle Badezusätze, die unterschiedliche Substanzen zur Behandlung von Hautausschlägen enthalten. Bei Bakteriellen Infektionen kann der Einsatz von Antibiotika sinnvoll sein. Bei viralen Infektionen verabreicht der Arzt meist nur entzündungshemmende Mittel. Manchmal kann der Einsatz von Virustatika, die eine weitere Vermehrung der Viren verhindern, notwendig sein.

Gegen Pilze hilft ein Anti-Pilzmittel. Im Fall einer Schuppenflechte kommen können in bestimmten Fällen Medikamente helfen, die das Immunsystem unterdrücken. Bei Schuppenflechte und Neurodermitis hilft manchmal eine Lichttherapie mit UV-Strahlung. Ist der Auslöser des Hautausschlages eine Allergie, müssen die Auslöser der Allergie vermieden werden. So kann der Wechsel des Waschmittels bereits helfen, wenn gegen bestimmte Inhaltsstoffe eine Allergie besteht, oder das Vermeiden von Nickel-haltigen Knöpfen in Hosen.

Wurde der Ausschlag durch Medikamente ausgelöst, ist mit dem Arzt zu besprechen, ob diese abzusetzen sind. Eine Kühlung der betroffenen Partien ist bei Juckreiz oft hilfreich. Bei Schmerzen hilft die Verabreichung von Schmerzmitteln. Treten neben dem Hautausschlag Begleitsymptome wie Fieber auf, behandelt der Arzt diese zum Beispiel durch Fieber-senkende Mittel.

Aussicht & Prognose

Ein Ausschlag am Bauch kann in den meisten Fällen relativ gut behandelt werden. Sollte der Ausschlag am Bauch aufgrund einer allergischen Reaktion oder einer Unverträglichkeit auftreten, so verschwindet dieser in der Regel schon nach wenigen Stunden oder wenigen Tagen. Er dauert so lange an, bis der Körper den Inhaltsstoff komplett abgebaut hat. In diesem Falle kommt es zu keinen weiteren Komplikationen.

Ein Ausschlag am Bauch kann sich auch durch Pusteln bemerkbar machen. Hier handelt es sich um eine Entzündung. Sie wird vom Arzt mit Hilfe von Antibiotika behandelt und hinterlässt ebenso keine weiteren Probleme. Sollte der Ausschlag am Bauch jucken, so darf der Patient diesen auf keinen Fall kratzen. Hier kann es zu Wunden und Narben kommen.

Falls der Ausschlag am Bauch aufgrund der pubertären Akne auftritt, ist eine Behandlung nur eingeschränkt möglich. Es können Cremes und Medikamente verwendet werden, um den Ausschlag am Bauch einzudämmen. Ihre Wirksamkeit ist allerdings bei allen Menschen verschieden, sodass hier kein Erfolg garantiert werden kann. In den meisten Fällen heilt der Ausschlag am Bauch schon nach kurzer Zeit ab und hinterlässt keine Narben.

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Vorbeugung

Zur Vorbeugung von Hautausschlag am Bauch ist auf eine gute Hygiene zum Schutz vor bakteriellen Infektionen zu achten. Außerdem sollte der Kontakt zu akut erkrankten Personen gemieden werden.

Impfungen können vor Kinderkrankheiten wie Masern und Windpocken schützen. Bei bekannten Allergien müssen die Allergie-auslösenden Stoffe, wie zum Beispiel bestimmte Pflegeprodukte oder Waschmittel, gegen andere Produkte ausgetauscht werden. Außerdem gibt es einige generelle Punkte, die helfen, eine gesunde Haut zu erhalten und die so vor einem Hautausschlag schützen können: Körperpflegeprodukte sollten einen neutralen pH-Wert haben, um den natürlichen Säureschutzmantel der Haut nicht zu zerstören.

Bei trockener Haut sollten reichhaltige Cremes verwendet werden. Allergieauslöser wie Parfum- und Konservierungsmittel sollten gemieden werden. Lockere, atmungsaktive Kleidung lässt Luft an den Körper und lässt die Haut atmen.

Das können Sie selbst tun

Was ein Patient selbst gegen einen Hautausschlag am Bauch tun kann, hängt von den Ursachen der Erkrankung ab. Handelt es sich um eine allergische Reaktion, kann ein Antiallergikum zur lokalen Behandlung von Juckreiz schnell Linderung verschaffen. Solche Präparate, die meist den Wirkstoff Dimetinden enthalten, sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Bei Allergien ist es auch hilfreich, die Körperpflege umzustellen. Viele konventionelle Kosmetika enthalten Duftstoffe, ätherische Öle oder tierische Fette, die häufig erst der Auslöser für eine Allergie sind oder die entzündete Haut zusätzlich reizen. Auch aggressive Seifen, Duschgels oder andere Reinigungsmittel können die Haut zusätzlich irritieren. Betroffene sollten ausschließlich ph-neutrale Waschlotionen und Körperpflegeprodukte, die als hypoallergen gekennzeichnet sind, verwenden. Schwimmbäder und die Pools in Wellnessanalgen sollten wegen der hohen Chlorkonzentration im Wasser gemieden werden.

Liegt eine mikrobielle oder virale Infektion vor, muss diese unbedingt ärztlich behandelt werden. Der Patient selbst kann vor allem eines tun: nicht kratzen! Sofern der Juckreiz so stark ist, dass Kratzattacken nicht vermieden werden können, ist auf peinliche Sauberkeit von Händen und Fingernägeln zu achten. Künstliche Nägel müssen entfernt und die natürlichen Nägel so kurz wie möglich gehalten werden. Darüber hinaus sollte auf leichte, atmungsaktive Unterwäsche und Oberbekleidung geachtet werden.

Bücher über Hautausschlag

Quellen

  • Altmeyer, P., et al.: Dermatologische Differenzialdiagnose. Springer, Berlin Heidelberg 2012
  • Plewig, G., et al. (Hrsg.): Braun-Falco’s Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Springer, Berlin Heidelberg 2012
  • Sterry, W., Burgdorf, W., Worm, M.: Checkliste Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2014

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