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Augenheilkunde

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. März 2014
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Das menschliche Auge ist ein kompliziert zusammengesetzter, höchst zweckmäßiger Mechanismus, dessen Funktlonstüchtigkeit von der Beschaffenheit und dem Zusammenspiel seiner Einzelteile abhängt. Bekanntlich ist das Auge, das heißt der, Augapfel, in eine knöcherne, fast kegelförmige Augenhöhle gebettet. Der in Fettpolster gelagerte und von den Augenmuskeln umgebene Augapfel wird nach vorn von der in die Bindehaut übergehenden Hornhaut gegen die dahinter liegende, mit einer klaren Flüssigkeit gefüllte Vorderkammer abgeschlossen, die wiederum nach hinten von der verschieden gefärbten Regenbogenhaut mit der Pupillenöffnung begrenzt wird.

Inhaltsverzeichnis

Durch die Augen sehen

Hinter dieser Regenbogenhaut teilt die Linse die Vorderkammer von dem Augeninnern ab, das von dem klaren Glaskörper vollständig ausgefüllt wird. Dieser Glaskörper sorgt für gleich bleibenden Innendruck und ist der lichtempfindlichen Netzhaut vorgelagert.

Das normale Sehen ist nun von der Größe des Augapfels, der Stellung der Linse usw. abhängig. Fehler in diesem Zusammenspiel können bekanntlich durch individuell verordnete Augengläser bzw. Brillen korrigiert werden. Dazu jedoch ist eine genaue Kenntnis der Verhältnisse im Augeninnern notwendig. Für eine entsprechende Diagnose benötigt der Arzt, neben fundierten Kenntnissen, zahlreiche technische Hilfsmittel, die manchen Patienten beim Betreten des Untersuchungszimmers faszinieren.

Behandlungsmethoden bei Augenkrankheiten

Die wohl am häufigsten angewandten Geräte sind die Spaltlampe und der Augenspiegel. Viele krankhafte Veränderungen im vorderen Augenabschnitt, die mit dem Auge allein nicht erkennbar sind, werden unter dem gesammelten (fokusierten) Lichtstrahl der Spaltlampe für den Arzt sichtbar. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts war es nicht möglich, in das Augeninnere zu sehen, um auch hier krankhafte Veränderungen diagnostizieren zu können. Erst die umwälzende Erfindung des Augenspiegels durch Helmholtz erschloß dem Arzt auch die direkte Untersuchung des Augeninnenraums. Wie viele große Erfindungen beruht auch diese auf einem eigentlich recht einfachen, unkomplizierten Prinzip.

Durch einen runden, leicht gewölbten Spiegel wird licht in das zu untersuchende Auge geworfen, am Augenhintergrund reflektiert und durch ein kleines Loch in der Mitte des Spiegels in das Auge des untersuchenden Arztes geleitet. So breitet sich vor dem Arzt die Hinterwand des Auges aus. Er kann den Eintritt des Sehstrangs ins Auge, die die Sinneszellen enthaltende Netzhaut und die Blutgefäße sehen, ihre Beschaffenheit kontrollieren und danach seine Maßnahmen festlegen.

Dennoch hat auch der Augenspiegel, ohne den der moderne Augenarzt kaum vorstellbar ist, Grenzen seines Anwendungsbereichs. Die Voraussetzung für eine Untersuchung mit dem Ophthalmoskop sind nämlich klare, durchsichtige vordere Augenabschnitte. Ist jedoch die Hornhaut oder die Linse durch Erkrankung oder Verletzung getrübt und dadurch undurchsichtig geworden, versagt auch der Augenspiegel. Gerade bei derartigen Erkrankungen ist jedoch eine genaue Kenntnis des innere Auges besonders wichtig.

So ist beispielsweise eine Hornhautüberpflanzung, oder eine Operation des grauen Star nur dann sinnvoll und erfolgversprechend, wenn die Netzhaut, also der die Sinneseindrücke aufnehmende Teil des Auges, unverletzt geblieben ist. Bei einer längere Zeit abgelösten und demzufolge nicht mehr richtig ernährten Netzhaut würde das Auge auch nach beseitigter Trübung nicht mehr sehend werden. Dem Patienten könnten in diesem Fall vergebliche Hoffnungen und die Belastung einer Operation erspart werden.

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Ultraschalluntersuchung bei Augenkrankheiten

Noch vor wenigen Jahrzehnten bestand für den Arzt keine Möglichkeit, eine solche Netzhautablösung vor der Operation festzustellen. Erst die Anwendung der Ultraschalldiagnose verschaffte ihm eine Gelegenheit, hinter die getrübte Hornhaut, bzw. Linse zu "sehen". Als Ultraschall werden Schallwellen bezeichnet, die jenseits der Hörbarkeitsgrenze des Menschen liegen, also eine höhere Frequenz (Schwingungszahl pro Sekunde) haben als 16.000. Diese hohen Frequenzen, wir arbeiten gewöhnlich mit 8 bis 15 Millionen Schwingungen, pro Sekunde, werden durch schwingende Quarzplatten erzeugt, die mit Hilfe elektrischer Impulse in Bewegung gesetzt werden.

Die Anwendung des Ultraschalls in der medizinischen Diagnostik beruht auf den Erkenntnissen der Echolotung. Im Gegensatz zum hörbaren Schall ist Ultraschall schlecht durch Luft zu leiten. Er wurde deshalb bisher in festen und flüssigen Medien verwendet, also etwa zum Feststellen von Meerestiefen oder zur Materialprüfung. Trifft eine Ultraschallwelle senkrecht auf eine Grenzfläche zwischen zwei Medien, also beispielsweise Wasser und Meeresboden, so wird sie teilweise reflektiert, kehrt zum Sendegerät zurück und kann hier auf einem Bildschirm abgelesen werden. Aus der zwischen dem Sendeimpuls und der Rückkehr der reflektierten Welle verstrichenen Zeit kann die Meerestiefe berechnet werden.

Nach diesem Prinzip arbeitet nun auch die Ultraschalldiagnostik in der Augenheilkunde, da das Auge wie kein anderes menschliches Organ dieser Untersuchungstechnik so leicht zugänglich ist. Das Auge ist in diesem Fall als eine wassergefüllte Kugel mit sehr regelmäßiger Begrenzung zu betrachten, auf die sich die erwähnte Technik des Echolotens ohne Schwierigkeiten übertragen läßt.

Das Ultraschallgerät, dass in der Medizin verwendet wird, besteht aus dem Stromversorgungsteil, dem Sender, dem Empfänger und dem Anzeigesystem. Während der Sender elektrische Impulse erzeugt, die dem auf das Auge gesetzten Schallkopf zugeleitet werden, wandelt dieser die Impulse in Ultraschall um und schickt sie in das Untersuchungsobjekt. Die reflektierten Schallwellen werden wieder vom Schallkopf aufgenommen, umgewandelt und dem Gerät zugeleitet. Ein Monitor bzw. Computer läßt die von dem Augenhintergrund reflektierten Schallwellen sichtbar werden und stellt sie als Echokurve grafisch dar.

Eine Ultraschalluntersuchung ist harmlos, da das Auge dabei nicht operativ geöffnet zu werden braucht. Der Patient legt sich ouf eine Liege und fixiert mit dem gesunden Auge einen an die Zimmerdecke projizierten Pfeil, damit das Auge während der Untersuchung möglichst ruhig steht. Nachdem das zu untersuchende Auge mit einigen betäubenden Tropfen unempfindlich gemacht wurde, wird der Schallkopf leicht auf das Auge gelegt. Die Untersuchung geht dann in mehreren Richtungen vor sich, das heißt, der Schallkopf wird nacheinander an verschiedenen Stellen aufgesetzt, jedoch immer so, dass der Schallstrahl durch den Augenmittelpunkt geleitet, senkrecht auf die hintere Augenwand trifft.

Das Ergebnis wird sofort am Gerät abgelesen und auf fotografischem oder digitalem Wege festgehalten. Von den Erkrankungen, die mit Ultraschall diagnostizierbar sind, wurde bereits eine, nämlich die Ablösung der Netzhaut erwähnt, die zum Erlöschen des Sehvermögens führen kann. In diesem Fall ist, zwischen die im Glaskörper schwimmende abgelöste Netzhaut und die hintere Augenwand Flüssigkeit gedrungen, die zwar keine Echos auf dem Computer ergibt, jedoch das Netzhautecho an einer Stelle erscheinen läßt, wo es normalerweise nicht auftreten dürfte.

Eine andere, mit Ultraschall festzustellende Erkrankung sind Geschwülste im Auge. Sie entstehen aus dem dichten Gewebe der Geschwulst. Ganz ähnlich sieht auch das Echogramm einer alten Blutung im Auge aus. Beide werden durch entsprechende Untersuchungsmethodik, z.B. durch verschieden hohe Sendeleistung, voneinander unterschieden. Es ist sogar möglich, mit der Echolotung die Höhe einer im Auge bereits festgestellten Geschwulst zu berechnen und auch die gesamte Augapfellänge festzustellen. Ferner lassen sich Fremdkörper im Auge ermitteln und weitere Untersuchungen vornehmen. Mit dieser Methode ist es also seit geraumer Zeit gelungen, das früher unsichtbare Augeninnere bei einer Trübung der genauen Untersuchung zu erschließen und so die Augenheilkunde um eine weitere wertvolle Diagnosemöglichkeit zu bereichern.

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