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Augenflimmern (Flimmerskotom)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Plötzlich auftretende Sehstörungen werden von vielen Menschen als sehr beängstigend wahrgenommen. Sie können jedoch auch völlig harmlos sein. Tritt das Augenflimmern immer wieder auf und kommt es zu weiteren Beschwerden, sollte vorsichtshalber ein Augenarzt aufgesucht werden um eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen. Augenflimmern sollte von Augenzucken und Augenzittern unterschieden werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Augenflimmern?

Das Augenflimmern (Flimmerskotom) ist eine Sehstörung, bei der es zum Ausfall eines Teils des Gesichtsfeldes kommt. Der medizinische Begriff des Flimmerskotoms leitet sich dabei vom griechischen Wort „Skoto“ ab, das die Dunkelheit bezeichnet.

Ein zickzackförmiges Gebiet mit hellem Rand kann dabei einseitig oder in beiden Augen nicht mehr wahrgenommen werden. Hinzu kommen flimmernde Lichterscheinungen oder Blitze, die jeweils an derselben Augenseite auftreten. Die Beschwerden treten in loser Folge oder in regelmäßigen Abständen auf und können Anzeichen einer beginnenden Migräne mit Aura sein. Kennzeichnend dafür ist auch ihre Dauer zwischen 20 und 30 Minuten.

Hält die Erscheinung nur etwa fünf bis zehn Minuten an, kann es sich dagegen um eine Augenmigräne handeln. Während des Augenflimmerns besteht sehr häufig auch eine erhöhte Lichtempfindlichkeit. Es kann während des Augenflimmerns ebenfalls zu Übelkeit und Erbrechen sowie Kopfschmerzen kommen. Auch der grüne Star beginnt zunächst mit Augenflimmern.

Ursachen für Augenflimmern

Die Ursachen für das Augenflimmern sind noch weitgehend unbekannt. Es wird vermutet, dass Durchblutungsstörungen im Gehirn die Beschwerden auslösen.

Hinzu kommen Faktoren wie Stress und andere Belastungen körperlicher oder geistiger Natur sowie langes Arbeiten am Computerbildschirm, die langfristig die Symptomatik begünstigen können. Auch die Einnahme von Medikamenten kann zu zeitweiligem Augenflimmern führen.

Als erstes Anzeichen für den grünen Star (Glaukom) gelten Kopfschmerzen an einer Hälfte des Kopfes, die vom Augenflimmern begleitet werden. Der grüne Star führt unbehandelt zur Erblindung des Auges und gilt damit weltweit als eine der häufigsten Ursachen für die Erblindung von Menschen.

Diagnose und Verlauf bei Augenflimmern

Das Augenflimmern wird am besten vom Augenarzt diagnostiziert. Dabei ist die ausführliche Aufnahme der Krankengeschichte des Patienten besonders wichtig. Daraus ergeben sich für den Arzt bereits Hinweise auf die möglicherweise zugrunde liegende Erkrankung.

Um einen grünen Star auszuschließen, wird der Augeninnendruck gemessen. Hinzu kommt in jedem Fall eine Untersuchung des Auges, um zu prüfen ob Entzündungen der Gefäße oder der Netzhaut vorliegen Diese Untersuchung wird als Funduskopie oder Augenspiegelung bezeichnet und ist völlig schmerzlos. Der Augenarzt schaut unter Verwendung einer Lampe durch ein Vergrößerungsglas in das Auge des Patienten. Er kann je nach Untersuchungsmethode einzelne Abschnitte oder den gesamten Augenhintergrund erkennen und beurteilen ob Abweichungen für das Augenflimmern verantwortlich sind.

Beim grünen Star bestehen ein erhöhter Augeninnendruck sowie eine deutlich sichtbare Ablösung des Sehnervkopfes im Augenhintergrund. Zur weiteren Abklärung des Glaukoms sind weiterführende Untersuchungen notwendig. Entsprechend der Untersuchungsergebnisse kann der Arzt entscheiden, ob das Augenflimmern behandlungsbedürftig ist, beim Glaukom ist dies jedoch immer der Fall.

Behandlung und Therapie von Augenflimmern

Das Augenflimmern im Rahmen einer Migräne oder Augenmigräne bedarf meist keiner Behandlung durch den Augenarzt. Hier steht die Linderung der Schmerzen im Vordergrund.

Gegebenenfalls werden die Patienten zum Neurologen überwiesen um die Migränebeschwerden weiter abzuklären. Treten die Sehstörungen beim Arbeiten mit Maschinen auf, muss die Arbeit sofort unterbrochen werden.

Auch im Straßenverkehr sollte sofort eine Parkmöglichkeit gesucht werden. Die Fahrt darf erst fortgesetzt werden, wenn der Anfall abgeklungen ist und die Sicht nicht mehr beeinträchtigt ist.

Beim Arbeiten im Büro sollte nach Möglichkeit auch eine Pause eingelegt werden, denn es droht durch das Augenflimmern bei gleichzeitigem Arbeiten am Bildschirm oder beim Lesen von Dokumenten eine Überanstrengung des Auges.

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Vorbeugung von Augenflimmern

Tritt das Augenflimmern im Vorfeld einer Migräne auf, ist es oft hilfreich, die auslösenden Faktoren zu analysieren und nach Möglichkeit zu meiden oder abzustellen. Bei der Bildschirmarbeit über einen langen Zeitraum ist es wichtig, regelmäßige Pausen einzulegen um das Auge zu entspannen. Auch die Lockerung der Schulter-und Nackenmuskulatur ist wichtig, denn auch dauerhafte Verspannungen können langfristig zu Augenflimmern führen.

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Weitere Infos

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Augenflimmern (Flimmerskotom)?

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

florian kommentierte am 30.01.2013 um 13:18 Uhr

Ich hatte das Flimmern vor 7 Jahren nach Drogenkonsum. Damals blieb es für ca. anderthalb Jahre. Bei einem Neurologen war ich damals auch, aber der konnte nichts feststellen. Schließlich war ich bei einem Augenarzt, der bei mir starke Weitsichtigkeit diagnostizierte, obwohl ich ganz normal sah, bis auf das Flimmern. Er meinte, meine Augen würden das ausgleichen, was wiederum zu dem Flimmern führen könne. Also trug ich mehrere Monate eine Brille und das Flimmern war weg.
Vor Kurzem habe ich erneut Drogen (Methamphetamin) konsumiert. Ca. eine Woche danach war das Flimmern wieder da. Haben Sie dafür eine Erklärung?
Fuer einen medizinischen Rat wäre ich dankbar, da nur wenige Ärzte dieses Phänomen überhaupt kennen.

wasserdorf kommentierte am 02.02.2013 um 11:40 Uhr

Das Augenflimmern soll angeblich durch eine Störung der Durchblutung verursacht werden. Hat jemand schon eine Heilmethode in dieser Richtung erfahren?

Claudia kommentierte am 24.03.2013 um 22:59 Uhr

Das Augenflimmern kann eine Durchblutungsstörung und Vorbote einer Migräne sein. Als absolut wirksam haben sich erwiesen:
1) Sehr viel Wasser trinken (3 Liter JEDEN Tag), um das Blut zu verdünnen. Dickes Blut fließt schlecht und kann zu Durchblutungsstörungen führen.
2) Täglich Magnesium einnehmen, um die Verspannungen im Nackenbereich zu lockern. Diese Verspannungen drücken auf die Gefäße und verengen sie.
Diese Maßnahmen sind leider nicht ausreichend bekannt und viele Ärzte fragen nicht, ob der Patient genug trinkt, obwohl an dieser Stelle sicher oft die Ursache liegt.
Möglicherweise kann man mit diesen einfachen Maßnahmen andere Medikationen vermeiden. Aber Disziplin ist ganz wichtig und drei Liter trinken ist nicht immer einfach, aber man kann sich ganz gut daran gewöhnen.

Egon kommentierte am 22.04.2013 um 11:26 Uhr

Bei mir ist auch ein Teil-Zackenbild im Blickfeld aufgetaucht, immer dann, wenn ich im Frühling mit dem Sport etwas intensiver trainiere, Dauer: ca. 20 Min. Ich vermute, dass dies eine Reaktion des Blutdrucks auf den Wechsel von Sport und Ruhephase ist. Ich habe es schon fast 30 Jahre! Der Augenarzt hat nichts festgestellt. Einfach Zwangspause. Manchmal denke ich, es liegt am Lakritzverzehr.

Sascha kommentierte am 09.06.2013 um 19:35 Uhr

Ich war Chemopatient, 6x Beacopp escaliert (Morbus Hodhkin). Schon während der Therapie habe ich zeitweise unter Augenflimmern gelitten. Meine Blutwerte waren Hb-Wert 6 rbc 2,6. Dann fing ganz plötzlich ein Flackern und Flimmern der Augen an, welches den ganzen Tag anhielt, auch bei Dunkelheit. Bislang konnten mir weder Augenärzte noch Neurologen helfen obwohl die Blutwerte heute einigermaßen stabil sind. Ein MRT war unauffällig, der Augendruck und die Netzhaut ebenfalls. Auch ein Vep brachte keine Klarheit. Hat jemand so etwas schon erlebt und kann mir mit einem Rat helfen? Ich habe es schon seit 3 Monaten und habe bisher nur Magnesium und Vitamin B vom Arzt verordnet bekommen.

DasAuge kommentierte am 28.06.2013 um 14:04 Uhr

Ich habe es immer nach oder in der Schule. Ich bin noch recht jung und weiß nicht genau, ob es daran liegt, dass ich zu wenig trinke? Kann man es vorbeugen, wenn man viel trinkt? Oder mehr isst?

kennicott kommentierte am 19.10.2013 um 10:42 Uhr

Seit geraumer Zeit häufen sich die Flimmerattacken in
beiden Augen. Es beginnt zunächst mit einem winzigen hellen
Punkt, den ich glaube zu sehen. Wenn ich die Augen schließe, bleibt der Punkt unverändert dort. Dieser
Punkt wird ganz langsam immer größer, nimmt eine halb-
runde Form an und sieht zum Schluss wie der helle Faden
einer Glühbirne aus. Er hat dann auch die gleiche Form
angenommen. Nach ca. 20 Minuten verschwindet der Lichtfaden und bleibt verschwunden.

Johann kommentierte am 23.10.2013 um 09:04 Uhr

Zum Flimmer-Skotom: Bei mir ist diese Augenstörung, nach einer Interferon-Therapie, vor etwa 10 Jahren ausgebrochen. Der Augenarzt fand nichts. Die Anfälle dauern etwa 15-20 Minuten an. Sie treten unregelmäßig auf. Mal einige Tage hintereinander, mal Tage oder Wochen nicht.

Oli kommentierte am 23.10.2013 um 19:21 Uhr

Sehr hilfreich, Danke! Ich hatte das zum ersten Mal, einfach aus dem Nichts und ich bin gerade mal 25 Jahre alt. Ich arbeite im Büro, aber genau an diesem Tag war ich so wenig wie nie vor dem Bildschirm. Es hat nach ca. 15 Minuten wieder ein wenig nachgelassen. Vorher konnte ich nicht mal diesen Artikel lesen. Es lässt bereits nach, deswegen mache ich mir nicht mehr wirklich große Sorgen. Die Ursache ist mir völlig unklar, was einen faden Beigeschmack hinterlässt. Gruß aus der Schweiz.

Anton kommentierte am 17.11.2013 um 01:17 Uhr

Ich habe das Augenflimmern schon seit ca. 15 Jahren. Richtig aufgeklärt über die Krankheit wurde ich bisher nicht. Für mich habe ich festgestellt, dass es immer im Zusammenhang mit Stress auftritt. Mein Augenarzt sagt, es hänge mit einer hohen Adrenalin-Ausschüttung zusammen.
Dadurch würde der Sehnerv, der an der Hirnanhangdrüse vorbeiläuft, eingeengt und dies führe dann zu den Sehstörungen. Könnte so sein!!! Auf jeden Fall sind die Sehstörungen (ca. 10 min.) immer wieder sehr lästig. Anschließend habe ich Kopfschmerzen auf der linken Seite. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Jörg kommentierte am 11.01.2014 um 15:03 Uhr

Hallo Anton, wahrscheinlich ist es eine Form der Migräne. Das lässt sich über ein EEG beim Neurologen feststellen.

Michael kommentierte am 14.01.2014 um 22:31 Uhr

Ich habe seit fünf Monaten Augenflimmern. Der Augenarzt sagte mir, dass es eine Augenmigräne sei. Kurz vor einem weiteren Termin beim Arzt setzten beide Augen komplett aus. Ich wurde in das Krankenhaus eingeliefert, dort wurden alle Untersuchungen gemacht. Man hat nichts gefunden. Jetzt werde ich wohl nochmal den Augenarzt aufsuchen, um weitere Schritte einzuleiten. Mir reicht das mit dem Augenflimmern.

Alex kommentierte am 21.01.2014 um 19:12 Uhr

Gestern Abend hatte ich zum ersten Mal ein Augenflimmern. Ich bin überrascht, dass ich im Netz dazu gleich fündig werde. Auf dem linken Auge sah ich plötzlich einen gezackten Halbkreis flimmernder Diamanten. Auch wenn ich die Augen schloss, sah ich das Flimmern. Ich vermute, dass es an der Überanstrengung lag. Ich legte mich in das Bett und atmete eine halbe Stunde tief ein und aus. Danach war das Flimmern veschwunden. Es verschwand kreisförmig. Ich vermute, dass es am Sauerstoffmangel lag.