Aufbissschiene

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. Dezember 2016
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Eine Aufbissschiene wird in verschiedenen Kontexten empfohlen, aber nicht immer nur vom Zahnarzt. Normalweise wird sie verordnet, wenn ein Patient nachts mit den Zähnen knirscht und zu großer Abrieb an den Zahnoberflächen erzeugt wird. Andererseits kann die Aufbissschiene aber auch gegen Nacken- und Kieferverspannungen helfen, die durch das Zähneknirschen entstehen können. Eine Aufbissschiene wird sogar manchmal gegen das Schnarchen empfohlen. Boxer tragen bei Boxkämpfen eine Aufbissschiene, um sich nicht versehentlich die Zunge abzubeißen oder einen Zahn auszuschlagen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Aufbissschiene?

Definiert wird eine Aufbissschiene als Kunststoff- oder Gummischiene, die einen von beiden Zahnbögen umhüllt. Sie kann auf den Patienten hin maßgeschneidert und perfekt auf die gegenläufige Kaufläche eingeschliffen werden.

Diese Art von Aufbissschiene, die auch als Michiganschiene bekannt ist, kann auch am Tage getragen werden. Sie besteht aus durchsichtigem Kunststoff. Man kann aber auch eine fertige Aufbissschiene kaufen, die sich dank weicher Gummi-Materialien dem Kiefer flexibel anpasst.

Formen, Arten & Typen

Mit einer Aufbissschiene kann eine Überlastung oder einseitige Fehlbelastung von Zahnsubstanz und Kiefer ausgeglichen werden. Die Abrasion an der Zahnoberfläche wird so verhindert.

Andererseits ist es aber auch die Funktion einer Aufbissschiene, eine gleichmäßige Bissfläche bei einem Fehlbiss herzustellen. Typischerweise wird eine Aufbissschiene bei Bruxismus bzw. bei Zähneknirschen verordnet. Sie ist ein schützender Überzug, der die Zahnsubstanz erhält. Stattdessen wird gegebenenfalls im Schlaf die Aufbissschiene zerbissen, die sich leichter ersetzen lässt.

Durch die Dicke der Aufbissschiene wird der Kiefer weniger belastet und der nächtliche Reibungsdruck auf die Zähne verringert sich. Die Form der Aufbissschiene, die der Zahnarzt anpasst, wird individuell auf das Gebiss des Patienten angepasst. Nach Erstellen mehrerer Abdrücke fertigt das Labor nach dem Hartgipsabdruck eine transparente Aufbissschiene aus harten Kunststoffen an. Sie wird gegebenenfalls noch mehrfach eingeschliffen.

Eine Aufbissschiene kann beim Zahnarzt angefertigt werden, wobei Zahnschutz für den Freizeitsport im Sportfachgeschäft erworben werden kann.

Im Gegensatz dazu müssen die von Boxern getragenen Aufbissschienen nicht individuell angepasst werden. Sie dienen eher der Abpolsterung der Zähne und bestehen daher aus weichen Kunststoffen. Die Dicke einer solchen Aufbissschiene kann individuellen Wünschen angepasst werden. Man unterscheidet in Reflexschienen und Zentrikschienen.

Zu ersteren gehören die Folienschiene, die Interzeptorschiene und der Aqualizer. Zu den Zentrikschienen rechnet man die Michigan-Schiene, die Biss-Führungsschiene, die Äquillibrierungsschiene und die Biss-Erhöhungsschiene. Sie eignen sich jeweils für unterschiedliche Indikationen.

Aufbau & Funktionsweise

Eine Beißschiene oder Aufbissschiene ist eine individuell angefertigte Kunststoffauflage zur Behandlung von Fehlbelastungen der Zähne (z.B. Zähneknirschen in der Nacht)

Aufbau und Funktionsweise der Aufbissschiene richten sich nach der Indikation. Vielfach kann man beide Bissschienen-Arten einsetzen, um verschiedene Krankheitsbilder im Gebiss- und Kieferbereich zu bessern.

Bei Gelenkschmerzen, Zähneknirschen, leichten Fehlstellungen des Kiefers durch ungleiche Abrasionen, mangelnder Auflage der Zahnreihen aufeinander, Kapsel- und Ligmenterkrankungen, Gelenkknacken, Diskusverlagerungen oder Muskelhypertrophie ist eine Aufbissschiene einsetzbar. Ob sie im Ober- oder Unterkiefer Sinn macht oder gar für beide Zahnbögen gleichzeitig verordnet wird, ist verschieden. Die Herstellungsweise ist bei allen Aufbissschienen ähnlich.

Zunächst muss der Kiefer vermessen und gegebenenfalls gelockert werden. Dann werden verschiedene Abdrücke angefertigt, von denen ein Abgussmodell gefertigt wird. Die patientengetreuen Gips-Zähne aus Hartgips werden anschließend mit Kunststoff überzogen, so dass die Aufbissschiene exakt passt. Wichtig ist dabei, dass die Aufbissschiene weder das Zahnfleisch berührt, noch ins Zahnfleisch einschneidet.

Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Der medizinische und gesundheitliche Nutzen der Aufbissschiene ist erstaunlicherweise umstritten. Deswegen zahlt die Krankenkasse die Aufbissschiene auch nicht immer.

Die Patienten beurteilen die Aufbissschiene positiv. Manche Patienten knirschen nachts so stark mit den Zähnen, dass sie es als Erleichterung begreifen, eine Aufbissschiene tragen zu können. Die Verspannungen im Kiefer-Nackenbereich mindern sich dadurch, ebenso wie die Abrasionen an den Zahnoberflächen. Auch das Gelenkknacken kann damit gebessert werden. Besonders sinnvoll ist eine Aufbissschiene, wenn man mehr als neun Amalgamplomben im Mund hat und nachts mit den Zähnen knirscht.

Man sollte das Amalgam bald möglichst mit sicheren Methoden entfernen und gegen einen nicht-toxischen Füllstoff auswechseln. Bis das getan ist, kann aber eine Aufbissschiene die weitere Abrasion von Amalgam verhindern. Mit dieser Maßnahme könnten chronische Erkrankungen durch ständige Quecksilberfreisetzungen im Niedrigdosisbereich verhindert werden.

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