Atovaquon

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. November 2016
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Atovaquon ist eines der wichtigsten Medikamente für die Vorbeugung und die Behandlung einer Malaria tropica. Es gilt gleichermaßen als wirksam und reich an Nebenwirkungen und wird meist in Verbindung mit anderen Präparaten eingesetzt. Die Verabreichung kann durch einen Arzt oder auch vom Patienten selbst durchgeführt werden und findet in der Regal oral statt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Atovaquon?

Atovaquon wird entweder alleine oder in Verbindung mit Medikamenten wie Proguanil eingesetzt, um parasitäre Infektionen zu behandeln. Das wichtigste Anwendungsgebiet ist die Malaria tropica.

Das Antiparasitika eignet sich auch zur Selbsteinnahme und kann sowohl zur Vorbeugung gegen die genannte Krankheit als auch zur Behandlung einer bereits bestehenden Infektion genutzt werden.

In speziellen Varianten ist Atovaquon auch für Kinder und für Frauen während einer Schwangerschaft geeignet, wobei in diesen Fällen der Rat eines Arztes hinzuzuziehen ist.

Pharmakologische Wirkung

Im Körper wirkt Atovaquon wahrscheinlich durch eine Hemmung beim Transport eines bestimmten Elektrons. Komplett ist die Wirkungsweise des Medikaments noch nicht erforscht. Gleichzeitig ist bekannt, dass bei der Zunahme von fetthaltigen Speisen die Wirkung von Atovaquon deutlich gesteigert wird.

Im Körper selbst verbleibt das Medikament für etwa 70 Stunden. Innerhalb dieses Zeitraums entfaltet Atovaquon für etwa sechs Stunden seine maximale Wirkung. Anschließend erfolgt die Ausscheidung auf natürlichem Weg.

Während der Stillzeit können Komplikationen in Verbindung mit Atovaquon auftreten, so dass unbedingt der Rat eines Arztes eingeholt werden sollte. Auch ist die Abgabe an Kinder mit einem Gewicht von weniger als fünf Kilogramm nicht ratsam. In diesen Fällen gibt es spezielle Medikamente, welche ebenfalls gegen Malaria wirken und auf Atovaquon basieren. Die in diesen Präparaten niedrigere Dosierung macht sie jedoch auch für Kinder bedenkenlos.

Zu beachten ist, dass Atovaquon in Verbindung mit Proguanil nur gegen die Malaria tropica eingesetzt werden kann. Bei der sehr ähnlichen Malaria tertiana hingegen zeigt Atovaquon auch in Verbindung mit anderen Medikamenten nur eine geringe Wirkung. Um Verwechslungen zu vermeiden, ist das Aufsuchen eines Facharztes erforderlich.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Atovaquon ist eines der wichtigsten Medikamente für die Vorbeugung und die Behandlung einer Malaria tropica.

Atovaquon wird hauptsächlich angewendet, um parasitäre Infektionen zu behandeln. Dazu gehören beispielsweise Plasmodien, welche durch eine bestimmte Mückenart auf den Menschen übertragen werden können und anschließend Malaria verursachen können.

Atovaquon eignet sich dabei gleichermaßen zur Vorbeugung gegen Malaria als auch zur Behandlung einer bereits bestehenden Krankheit. In diesem Umfeld wird Atovaquon jedoch selten allein eingesetzt, da die Krankheit nach Absetzen des Medikaments ansonsten wieder auftreten und sich der Krankheitsverlauf anschließend verschlechtern könnte.

Atovaquon wird als Präparat gegen Malaria daher in den meisten Fällen zusammen mit Medikamenten wie Proguanil verabreicht, um den beschriebenen Verlauf zu verhindern. Weiterhin wird Atovaquon bei einer bestehenden Toxoplasmose angewendet, welche in der Schwangerschaft gefährlich sein kann. Eine spezielle Form der Pneumonie, an welcher vor allem an AIDS erkrankte Menschen leiden können, zählt ebenfalls zu den Einsatzgebieten von Atovaquon.

Derzeit bestehen neben der Behandlung von parasitären Infekten keine weiteren Anwendungsgebiete von Atovaquon. Auch sind keine Off-Label-Anwendungen des Medikaments bekannt, was auch den teilweise schweren Nebenwirkungen von Atovaquon geschuldet ist.

Die Selbstverabreichung des Medikaments ist beispielsweise auf Reisen in Malaria-gefährdeten Ländern möglich.

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Risiken & Nebenwirkungen

Zu den häufigen Nebenwirkungen von Atovaquon zählt ein anhaltendes Schwindelgefühl, das oft von Erbrechen gefolgt wird. Weiterhin können heftige Bauchschmerzen im oberen Bauchbereich auftreten. Damit einher geht häufig Durchfall.

Husten sowie Kopfschmerzen sind ebenfalls zu beobachten, außerdem kann es zu Herzrasen und auch einem punktuellen Haarausfall kommen. Plötzlich auftretende Angstzustände, welche jedoch meist nicht von langer Dauer sind, zählen ebenfalls zu den unerwünschten Nebenwirkungen von Atovaquon. Mit einer geringen Wahrscheinlichkeit kommt es bei der Verabreichung des Präparats zu einem temporären Verlust des Appetits.

Festzuhalten bleibt außerdem, dass die Schwere der Nebenwirkungen häufig die eigentlichen Symptome der Malaria überdeckt. Abhängig vom Patienten kann es daher ratsam sein, die Behandlung mit Atovaquon einzustellen, obwohl das Medikament seine Wirkung erzielt.

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