Atorvastatin

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. November 2016
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Das Arzneimittel Atorvastatin wird hauptsächlich im Rahmen einer Cholesterinsenkung eingesetzt. Es besitzt während oder nach einer Diät einen medizinischen Nutzen. In der Folge wird damit als positive Nebenwirkung häufig eine Reduzierung des Herzinfarktrisikos erzielt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Atorvastatin?

Als Bestandteil unterschiedlicher Medikamente kommt das Atorvastatin zumeist zur Anwendung, wenn sich ein Cholesterinwert von mindestens 5,5 Millimol pro Liter im Blut nachweisen lässt. In diesen Fällen wurde regelmäßig bereits über eine Diät die Senkung des Cholesterins erfolglos versucht. Eine Regulierung muss daher durch eine ärztliche Therapie vorgenommen werden.

Bleiben derartige Maßnahmen aus, könnte der Organismus nachhaltig geschädigt werden. Dann wäre auch die Gefahr eines Herzinfarktes oder einer Arterienverkalkung gegeben.

Je nach Auswirkung der Leiden wird das Atorvastatin in einer Dosierung von zehn bis 80 Milligramm verschrieben und üblicherweise in zeitlicher Begrenzung verabreicht. Die rezeptpflichtigen Tabletten gelten jedoch als vergleichsweise kostenintensiv und sollten daher erst zum Einsatz kommen, wenn eine Diät nicht den gewünschten Erfolg gewährleistete.

Pharmakologische Wirkung

Das Cholesterin ist ein natürlicher Wirkstoff. Es übernimmt lebenswichtige Funktionen im Körper. So sind der Bau und die Reparatur von Zellmembranen auf einen gewissen Cholesterinwert angewiesen.

Dieser kann auf zweierlei Weise beeinflusst werden. Einerseits wird das Cholesterin in der Leber des Menschen hergestellt. Andererseits kann über die Aufnahme von bestimmten Lebensmitteln der Spiegel erhöht oder gesenkt werden. Meist ist Letztgenanntes der Fall.

Ein zu hoher Cholesterinwert wäre dann nicht mehr positiv zu sehen, sondern mit erheblichen Gefahren verbunden. An diesem Punkt greift jedoch das Atorvastatin ein: Es senkt die Produktion des an sich wichtigen Bausteins in der Leber. Konkret beeinflusst das Heilmittel dabei die Herstellung des Enzyms HMG-CoA-Reduktase.

Es tritt ein doppelter Effekt ein. Das als günstig für den Organismus angesehene HDL-Cholesterin wird weiterhin durch die Leber erschaffen. Das als negativ bewertete LDL-Cholesterin wird dagegen nicht mehr oder nur noch in geringerem Umfang hergestellt. Das Risiko einer Arterienverkalkung sinkt.

Ratsam ist es also, neben der Einnahme des Atorvastatins auch weiterhin auf die Ernährung zu achten und das Medikament somit zu unterstützen.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Das Arzneimittel Atorvastatin wird hauptsächlich im Rahmen einer Cholesterinsenkung eingesetzt.

Grundsätzlich wird mit dem Atorvastatin eine Senkung des Cholesterinwertes angestrebt. Auch alle damit verbundenen Nachwirkungen wie der Herzinfarkt oder die Arteriosklerose lassen sich folglich umgehen.

Einen weiteren Effekt spielt das Mittel mit Blick auf die Triacylglyceride aus. Kommt es zu einem erhöhten Spiegel dieses Blutfettes, so könnte auch darunter der Gesundheitszustand des Betroffenen leiden. Ebenso wäre ein Anstieg des Proteins Apolipoprotein B im Blut als riskant zu werten. In diesen Fällen wird zumeist die Verabreichung des Atorvastatins abgestellt.

Das Medikament kommt jedoch erst dann zum Einsatz, wenn alle vorgenannten Entwicklungen bereits einen kritischen Wert erreicht haben. Vorbeugend kann das Präparat hingegen keine Wirkung entfalten. Zudem wird es üblicherweise nur verschrieben, wenn andere Maßnahmen der Linderung erfolglos erprobt wurden.

Bei Einnahme sind auch schnelle und sogar akute Besserungen möglich: Das Atorvastatin wirkt bereits zwei Stunden später. Es wird durch den Organismus ohne größere Verzögerungen aufgenommen, umgewandelt und verarbeitet.

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Risiken & Nebenwirkungen

Die Einnahme des Atorvastatins sollte jedoch unter ärztlicher Begleitung erfolgen. Vielfach kommt es schon bei einer leichten Überdosierung zu erheblichen Kopfschmerzen und Schwindelgefühlen. Oftmals wird auch der gesamte Magen-Darm-Trakt in Mitleidenschaft gezogen. Bauchschmerzen, Blähungen, ein unangenehmes Völlegefühl oder das Sodbrennen können auftreten.

Zumeist fühlt sich der Betroffene nunmehr müde und kraftlos. Ihm fehlt die Energie, sich den Aufgaben des Tages zu widmen. Für Autofahrer oder das Bedienpersonal von Maschinen kann sich damit eine herabgesetzte Konzentrationsfähigkeit einstellen.

Personen, die über ein ohnehin sensibles oder schwaches Immunsystem verfügen, können darüber hinaus über Hautausschläge oder ein häufiger wahrnehmbares Jucken in den Fingern klagen.

Wassereinlagerungen in den Beinen, Rückenschmerzen oder rheumaähnliche Beschwerden treten dagegen nur bei akuten und relativ schwerwiegenden Überdosierungen auf. Die genaue Bestimmung des erforderlichen Wertes muss daher im Einzelfall vorgenommen werden.

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