Arterielle Verschlusskrankheit
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Die arterielle Verschlusskrankheit (AVK) oder periphere Arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) wird, ebenso wie das Raucherbein, umgangssprachlich als Schaufensterkrankheit bezeichnet. Hierbei kommt es zu einer, zum Teil lebensgefährlichen, arteriellen Durchblutungsstörung der Extremitäten (Füße, Beine, Arme, Hände). Hauptursache für dieser Erkrankung ist eine Arterienverkalkung durch eine ungesunde Lebensweise. Besonders Rauchen, wenig Bewegung und viel fettes und cholesterinreiches Essen ist hierbei für die arterielle Verschlusskrankheit verantwortliche.
Was ist die arterielle Verschlusskrankheit?
Ausserdem ist die arterielle Verschlusskrankheit für das sogenannte Raucherbein verantwortlich. Im Prinzip ist das Raucherbein eine arterielle Verschlusskrankheit, die durch das langjährige Rauchen des Betroffenen ausgelöst bzw. verursacht wurde.
Besonders ältere Menschen ab einem Alter von 65 Jahren neigen dazu diese Krankheit zu bekommen. Vor allem Männer haben hierbei ein höheres Risiko an Raucherbein bzw. arterieller Verschlusskrankheit zu erkranken.
Ursachen für arterielle Verschlusskrankheit
Zu Einengung oder Verschluss wiederum kommt es bei der arteriellen Verschlusskrankheit durch eine Arterienverkalkung. Diese, auch Arteriosklerose genannte Krankheit, ist bei etwa fünfundneunzig Prozent der Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit ursächlich. Weitere, wenngleich bedeutend seltenere Ursachen der arteriellen Verschlusskrankheit sind entzündliche Gefäßkrankheiten.
Da die Gefäßverkalkung bei dieser Erkrankung ein schleichender und langsdam fortschreitender Prozess ist, verschlimmern sich die Auswirkungen besonders im Zusammenspiel der Risikofaktoren enorm.
Typische Symptome und Anzeichen bei arterieller Verschlusskrankheit
- Langsamer Puls
- Stechende Schmerzen
- Gefühlsstörung
- Muskelschwäche
- Lähmungen
- Kreislaufschock
- Gesichtsblässe
Krankheitsverlauf bei arterieller Verschlusskrankheit
Die arterielle Verschlusskrankheit befällt zum überwiegenden Teil die unteren Extremitäten bzw. deren Arterien. Abhängig vom Krankheitsstadium reichen die Symptome der Betroffenen von einer subjektiven Beschwerdelosigkeit über Belastungsschmerzen beim Gehen und einer daraus folgenden Einschränkung der Gehstrecke bis hin zu belastungsunabhängigen Schmerzen und Gangränen genannten Geschwüren, die eine Amputation erforderlich machen.
Die arterielle Verschlusskrankheit setzt deshalb zunächst unbemerkt ein, da der Verschluss der Arterie schleichend erfolgt – ebensowenig wie beispielsweise Bluthochdruck schmerzt ein Arterienverschluss im Anfangsstadium nicht. Bei Frauen dauert es sogar durchschnittlich zehn Jahre länger, bis die arterielle Verschlusskrankheit diagnostiziert wird. Umso wichtiger ist es, die hauptsächlichen Risikofaktoren für die arterielle Verschlusskrankheit zu kennen.
Neben Rauchen und Diabetes mellitus sind dies Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Die letzten drei Faktoren treten insbesondere bei Übergewicht auf. Insofern ist die erste und beste Maßnahme, um der arteriellen Verschlusskrankheit vorzubeugen, die Reduktion von Übergewicht sowie der sofortige Verzicht auf das Rauchen.
Ein Beispiel: Bei Männern wie bei rauchenden Frauen liegt der Erkrankungsbeginn im Durchschnitt bei fünfundfünfzig Jahren. Bei nichtrauchenden Frauen bei fünfundsechzig Jahren. Und auch wenn Männer ein insgesamt dreimal höheres Risiko haben, an der arteriellen Verschlusskrankheit zu erkranken, wird dieser Vorteil von rauchenden Frauen zunichte gemacht. Sie gehören ebenso zur Hauptrisikogruppe.
Leider werden die ersten Anzeichen der arteriellen Verschlusskrankheit häufig weder wahr- noch ernstgenommen. Die meisten Betroffenen suchen erst dann den Arzt auf, wenn ihnen beim Gehen häufiger die Wade schmerzt. Doch auch bei denen, die zum Arzt gehen, kann sich der Behandlungsbeginn der arteriellen Verschlusskrankheit häufig durch Fehldiagnosen verzögern. Schließlich können Schmerzen in der Wade auch ein Hinweis auf orthopädische Probleme, wie etwa einen Muskelfaserriss, sein. Das Gefährliche daran: Die arterielle Verschlusskrankheit befällt nicht nur die Beine, sondern auch jene Schlagadern, die Herz und Hirn versorgen, sind verengt. Dies bedeutet ein hohes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.
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Behandlung und Therapie von arterieller Verschlusskrankheit
Ein konsequentes Gehtraining im Rahmen des sogenannten Gefäßsportes führt zu einer Verbesserung der Durchblutung in den Beinen, denn die Bewegung des Muskels bildet um die Engstelle herum kleine Blutgefäße neu oder erweitert die vorhandenen. So lassen sich auch die Schmerzen durch eine erhöhte Aktivität lindern. Schonen wäre hier der falsche Weg. Zudem trägt jede Form von Bewegung zur Senkung der Blutfettwerte und des Blutdruckes bei. Ausdauersport ist zur Behandlung der arteriellen Verschlusskrankheit die beste Medizin.
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Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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