Aprepitant

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. November 2016
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Der Wirkstoff Aprepitant wird zur Vorbeugung und Unterdrückung eines Brechreizes eingesetzt. Dieser kann etwa in der Nachfolge einer Operation sowie durch eine Chemotherapie beim Patienten ausgelöst werden. Das Mittel wird beinahe ausnahmslos in Verbindung mit anderen Heilstoffen verabreicht.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Aprepitant?

Das aus einem chemischen Verfahren gewonnene Aprepitant dient der oralen Einnahme. Insofern wird es regelmäßig in Form von Kapseln sowie als Tablette verordnet. Die Anwendung soll bereits vor dem Eingriff – Operation oder Krebsbehandlung – erfolgen. Erst auf diese Weise können der befürchtete Brechreiz und die zumeist auftretende Übelkeit unterdrückt oder doch zumindest gehemmt werden.

Es handelt sich somit um ein präventiv wirkendes Mittel. Nicht jedoch um ein solches, das bei einem akuten Unwohlsein genutzt wird. In Dosierungen von 40 bis 125 Milligramm kann das Aprepitant auf verschiedene Arten der Übelkeit ausgerichtet sein. Durchschnittlich beträgt die Wirkdauer des Medikaments zehn Stunden – ein Wert, der im Einzelfall jedoch variieren dürfte.

Pharmakologische Wirkung

Bei jedem intensiven medizinischen Eingriff verlaufen im Organismus des Betroffenen diverse biochemische Prozesse. Einige von ihnen werden direkt durch die verabreichten Medikamente ausgelöst. Andere folgen indirekt aus den bereits begonnenen Stoffwechselfunktionen. Im Rahmen einer Operation sowie bei der Tumorbekämpfung werden regelmäßig Botenstoffe freigesetzt. Unter anderem ist davon der Neurotransmitter Substanz P betroffen. Er gilt als Ursache für negative Empfindungen wie Schmerz, Unwohlsein, Übelkeit oder Erbrechen. Dieser Botenstoff wird üblicherweise aus dem Nervensystem in das Gehirn geleitet.

Das Aprepitant setzt sich im Hirnstamm jedoch an den dortigen Rezeptoren fest. An ihnen kann die Substanz P nun nicht mehr andocken. Die negativen Gefühle und Symptome werden auf diese Weise unterdrückt. Es ist ratsam das Mittel bereits vor der Operation einzusetzen. Erst dadurch wird gewährleistet, dass tatsächlich alle Rezeptoren belegt sind. Etwa 30 bis 60 Minuten kann die vollständige Besetzung durch das Aprepitant andauern. Das Medikament wird insofern vor dem medizinischen Eingriff im Regelfall mit anderen schmerzlindernden und beruhigenden Mitteln verabreicht. Nur selten kommt es alleine zur Anwendung.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Der Wirkstoff Aprepitant wird zur Vorbeugung und Unterdrückung eines Brechreizes eingesetzt. Dieser kann etwa in der Nachfolge einer Operation sowie durch eine Chemotherapie beim Patienten ausgelöst werden.

Das Aprepitant wird in der Vorbereitung von Operationen und Chemotherapien eingesetzt. Es soll dort den in der Nachwirkung auftretenden Brechreiz sowie die zu erwartende Übelkeit unterdrücken. Regelmäßig wird das Präparat aber mit anderen Wirkstoffen kombiniert. Der Patient wird auf diese Weise beruhigt, sein Schmerzempfinden sinkt, die Wahrnehmung wird verlangsamt, ein körperliches Unwohlsein wird vermieden.

Je nach Dosierung der einzelnen Inhaltsstoffe soll das Medikament seinen Effekt für etwa acht bis zehn Stunden nach dem Eingriff zeitigen. Allerdings muss stets im Einzelfall mit Blick auf die gesundheitliche Verfassung und etwaige Unverträglichkeiten analysiert werden, welche Heilmittel zur Anwendung kommen. Das Aprepitant könnte ansonsten zu einer Unwirksamkeit eines oder mehrerer der vorhandenen Präparate führen. Die Verabreichung sollte daher mit größter Sorgfalt vorgenommen werden.

Das Aprepitant darf weitergehend auch nicht gegen akut auftretende Beschwerden eingesetzt werden. In diesen Fällen wären die Rezeptoren im Hirnstamm bereits durch die Substanz P besetzt. Eine Wirkung durch das Aprepitant könnte hier nicht mehr einsetzen.

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Risiken & Nebenwirkungen

Allerdings wirkt das Aprepitant seinerseits nicht nur in der Vorbeugung gegen Übelkeit und Erbrechen. Es steht in dem Ruf, eine gewisse Müdigkeit, Kopfschmerzen, eine verringerte Wahrnehmung und Appetitlosigkeit auszulösen. Daneben lässt sich in einigen wenigen Fällen auch eine erhöhte Tätigkeit der Leber feststellen. Dieses Symptom kann bei Vorschädigungen des Organs zu ernsthaften gesundheitlichen Folgen führen. Ebenso muss vor der Verabreichung die allgemeine Konstitution des Patienten betrachtet werden.

Frauen in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit sowie Personen mit einem geschwächten Körper sollten statt des Aprepitants eher einen alternativen Heilstoff einnehmen. Komplex gestaltet sich zudem das Wechselspiel zwischen dem Aprepitant und weiteren verschriebenen Medikamenten. Hier wäre vorab mit dem behandelnden Arzt zu entscheiden, auf welche Arznei unmittelbar vor dem Eingriff zu verzichten ist. Widrigenfalls könnten sich beide Mittel gegenseitig in ihrer Wirkung hemmen.

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