Apixaban

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. November 2016
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Bei Apixaban handelt es um ein relativ neues Präparat, das zur Vorbeugung einer Thrombose verordnet wird. Verwendet wird das Präparat bei Patienten nach einer Kniegelenksersatz- oder einer Hüftoperation. In diesem Fall gehört es zu den bevorzugten Präparaten, weil es in Tablettenform verabreicht werden kann und im Vergleich zu anderen Präparaten, die ebenfalls die Blutgerinnung unterbinden, leichter dosieren lässt. Zudem lässt sich die Wirkungsdauer relativ gut einschätzen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Apixaban?

Der Wirkstoff Apixaban wird der Gruppe der Antikoagulanzien zugerechnet, da er die Blutgerinnung hemmt. Dies geschieht durch eine Beeinflussung der Gerinnungsfaktoren im Blutplasma. Entwickelt wurde das Präparat in Zusammenarbeit von den Unternehmen Bristol-Myers Squibb und Pfizer.

Bei Apixaban handelt es sich um ein relativ neues Präparat, das in der Europäischen Union 2011 unter dem Namen Eliquis zugelassen wurde. Zunächst beschränkte sich die Zulassung auf die vorbeugende Vermeidung venöser Thromboembolien nach Operationen am Bewegungsapparat.

In Deutschland sowie in der Schweiz wurde es zunächst nach Knieersatz- und Hüftoperationen eingesetzt. Weitere Zulassungen, etwa zur Prävention von Hirninfarkten sowie zur Therapie von tiefen Venenthormbosen und Lungenembolien folgten im Dezember 2012 sowie im Juli 2014.

Pharmakologische Wirkung

Anders als Vitamin-K-Antagonisten lässt sich Apixaban, welches zweimal täglich in Tablettenform eingenommen wird, besser dosieren. Sobald der Wirkstoff über den Verdauungstrakt aufgenommen wurde, wirkt Apixaban als selektiver und Inhibitor auf das Enzym Faktor Ka.

Dieses Enzym, das in der Leber erzeugt wird, gehört zur Gruppe der Gerinnungsfaktoren. Der Faktor Ka ist dafür verantwortlich, dass aus Prothrombin Thrombin gebildet wird. Dadurch kann die Blutgerinnung nicht erfolgen, weil auch Fibrin nicht mehr aus Thrombin gebildet werden kann. Der Grund: Thrombin gilt als wichtigstes Enzym für die Blutgerinnung bei allen Wirbeltieren, also auch beim Menschen.

Das Thrombin spaltet das Glykoprotein Fibrinogen in Fibrinopeptiden und Fibrin auf. Dabei handelt es sich um ein Protein, welches bei der Blutgerinnung als eine Art Klebstoff fungiert. Dafür bildet es ein langkettiges Netz, welches die Wunde verschließt. Die Wirkung von Apixaban hält im menschlichen Körper zwischen neun und 14 Stunden an.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Bei Apixaban handelt es um ein relativ neues Präparat, das zur Vorbeugung einer Thrombose verordnet wird. Verwendet wird das Präparat bei Patienten nach einer Kniegelenksersatz- oder einer Hüftoperation.

In den meisten Fällen wird Apixaban verabreicht, um einer Thrombose vorzubeugen. Dabei handelt es sich um eine Gefäßerkrankung, in deren Verlauf sich Blutgerinnsel in Blutgefäßen bilden können. In diesem Fall kann sich die Blutgerinnung gewissermaßen gegen den eigenen Körper wenden.

Dabei handelt es sich eigentlich um einen Schutzmechanismus, welcher dafür sorgt, dass nach Verletzungen eine Wunde schnell geschlossen werden kann. Bildet sich das Blutgerinnsel innerhalb eines geschlossenen Blutgefäßes, kann dies jedoch zu schweren Erkrankungen wie einer Lungenembolie oder zu einem Schlaganfall führen. In den meisten Fällen bilden sich Thrombosen in den Venen des Herz-Kreislauf-Systems.

Besonders gefährdet sind Patienten, die eine Operation am Hüftgelenk oder eine Kniegelenksoperation hinter sich haben. Weil die unerwünschten Folgen einer Thrombose innerhalb relativ kurzer Zeit zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen können, stellt die Gabe von Präparaten wie Apixaban die bessere Alternative für den Patienten dar.

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Risiken & Nebenwirkungen

Übelkeit ist nur eine von mehreren Nebenwirkungen, die bei der Gabe von Apixaban auftreten können. Weil die Blutgerinnung durch das Präparat unterbunden wird, kann es auch bei kleineren Verletzungen zu stärkeren Blutungen kommen.

Des weiteren Bilden sich relativ schnell Blutergüssen, bei welchen Blut aus den verletzten Blutgefäßen austritt und anschließend über das Körpergewebe abgebaut wird. Bei den Patienten kann es nach der Verabreichung von Apixaban außerdem zu einer Anämie kommen. Mit diesem Begriff wird eine Blutarmut bezeichnet, die ihre Ursache in einer Verminderung der Hämoglobin-Konzentration im Blut hat. Bei Hämoglobin handelt es sich um ein sauerstofftragendes Eiweiß, welches sich hauptsächlich in den roten Blutkörperchen des Blutes befindet.

Weil dadurch die Sauerstoff-Transportkapazität des Blutes vermindert ist, kommt es üblicherweise zu einer Steigerung der Herzfrequenz, wodurch das Blut schneller durch den Organismus gepumpt wird. Dadurch gerät der Mensch wiederum schneller an seine Leistungsgrenzen, als es normalerweise der Fall wäre.

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