Aphten
Circa 5 bis 21 Prozent der Bevölkerung leidet unter Aphten bzw. Aphthen (umgangssprachlich auch: Aften), einer schmerzhaften Entzündung im Mundraum. Die entstehenden kleinen Bläschen können einmalig, sowohl aus auch chronisch auftreten. Treten gleichzeitig mehrere Aphten auf, oder kommen sie häufiger als viermal pro Jahr zum Vorschein, kann von einer Aphtose gesprochen werden (ist in der Regel der Fall). Kinder können ebenso betroffen sein wie Erwachsene und auch das Geschlecht spielt keine Rolle.
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Definition Aphten
Es kommt zu einer schmerzhaften, entzündeten Stelle (von durchschnittlich 3-4mm Größe) im Mundraum. Im Konkreten handelt es sich um ein Bläschen, welches sich im Laufe der Zeit zu einer kleinen, gelblichen Vertiefung entwickelt und von einem roten, entzündlichen Rand umgeben ist.
Es werden zwei Typen von Aphten unterschieden: Zum einen die „gewöhnliche“ Aphte, welche kurzzeitig auftritt und zum anderen die „rezidivierende“, also die wiederkehrende Schleimhautentzündung im Mundraum.
Ursachen für Aphten
Weiterhin spielt das psychische Befinden des Individuums, wie auch bei vielen anderen Krankheiten, eine Rolle. Bestimmte Inhaltsstoffe, wie sie beispielsweise in der Zahnpasta vorzufinden sind, werden als Auslöser von Seiten der Wissenschaft diskutiert.
Weiterhin kommt eine Autoimmunreaktion des Körpers als Ursache in Betracht. Hierbei bekämpft das eigene Immunsystem das Gewebe des eigenen Körpers. Ärzte gehen davon aus, dass diese Erkrankung nicht ansteckend und somit nicht übertragbar ist. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich höchstwahrscheinlich eine multifaktorielle Entstehung hinter dieser Erkrankung verbirgt.
Symptome und Krankheitsverlauf von Aphten
Zur Diagnostik der Aphten untersucht der Arzt den Patienten, indem er einen Blick in dessen Mund wirft und sich seine Beschwerden schildern lässt. In seltenen Fällen wird zudem eine Blutuntersuchung angeordnet, um andere Erkrankungen auszuschließen. Erste Anzeichen sind meist kleinste Entzündungen in der Mundhöhle, die mit dem bloßen Auge kaum wahrnehmbar sind, beim Patienten jedoch bereist zu Schmerzen führen.
Die oftmals sehr kleinen weißlich bis hin zu gelblich aussehenden Bläschen bilden sich innerhalb weniger Stunden. Es entstehen innerhalb kürzester Zeit runde, oder ovale Vertiefungen der Mundschleimhaut, deren Ränder leicht erhaben und stark gerötet sind. Hinsichtlich des Krankheitsverlaufs ist anzumerken, dass die Aphten meist nach ein bis zwei Wochen wieder verschwunden sind, die Abheilung jedoch von der Größe abhängig ist (bei größeren Aphten kann der Heilungsprozess bis zu vier Wochen in Anspruch nehmen).
Behandlung von Aphten
Ätzende Mittel, wie zum Beispiel das Rhabarberwurzelextrakt, oder Silbernitrat können ebenso zur Anwendung kommen. Durch die ätzende Wirkung soll der Heilungsprozess beschleunigt werden, indem abgestorbenes Gewebe abgestoßen wird. Kann eine infektiöse Ursache ausgeschlossen werden, wird oftmals Triamcinolonacetonid, in Form einer Salbe, verschrieben.
Der Volksmund besagt, dass eine Verwendung von Hausmitteln wie Teebaumöl, sowie Kamillen- und Salbeiteespülungen eine Besserung erzielen. Studien zufolge bewirkte die Vermeidung von Natriumlaurylsulfat (in der Zahnpasta vorzufinden) eine deutliche Reduktion der Aphthenentstehung. In der Diskussion zur Behandlung von Aphten stehen zudem sogenannte Softlaser, welche Entzündungen bekämpfen, den Schmerz lindern und das Gewebe heilen sollen.
Rezeptfreie Medikamente gegen Aphten
Hier Informieren:
Vorbeugung von Aphten
Zur Vorbeugung von Aphten werden unter anderem die Vermeidung von unverträglichen Speisen, der Abbau von Stress, eine ausreichende Vitaminzufuhr, eine angemessene Mundhygiene, sowie die Verwendung einer Sole-Zahncreme empfohlen.
Bücher über Aphten
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