Antiseptika

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
Startseite » Medikamente » Antiseptika

Antiseptika kommen in der Medizin zum Einsatz, um beispielsweise Wunden zu desinfizieren und so die Entstehung einer Sepsis (Blutvergiftung) zu verhindern. Es handelt sich dabei um chemische Stoffe, die auf unterschiedlicher Basis hergestellt werden können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Antiseptika?

Unter dem Begriff Antiseptika verstehen Mediziner einen chemischen Stoff, der verwendet wird, um eine Wunde zu desinfizieren. Dabei müssen Antiseptika hohe Anforderungen erfüllen, um die jeweiligen Erreger zeitnah abzutöten.

So können Infektionen der betroffenen Stelle und infolge des gesamten Organismus verhindert werden. Antiseptika werden extern verabreicht, also von außen auf eine Wunde oder eine bestimmte Körperstelle aufgetragen. Sie wirken so im Gegensatz etwa zu Antibiotika punktgenau, d. h., ihre Wirkung ist auf die eigentliche Verabreichungsstelle beschränkt.

Antiseptika werden gegen verschiedenartige Erreger wie zum Beispiel Bakterien oder Pilze eingesetzt und können unterschiedliche chemische Stoffe als Grundlage haben.

Medizinische Anwendung, Wirkung & Gebrauch

In der Medizin werden Antiseptika meist eingesetzt, um Wunden zu desinfizieren. Bei offenen Wunden besteht die Gefahr, dass durch eindringende Erreger eine Sepsis (Blutvergiftung) entsteht. Dabei handelt es sich um eine heftige Entzündung des Organismus infolge einer Infektion mit Bakterien oder Pilzen.

Schlimmstenfalls kann eine Sepsis tödlich enden. Das Behandeln einer Wunde mit Antiseptika tötet die Krankheitserreger ab, bevor sie sich ausbreiten können. Dieses Abtöten geschieht beispielsweise durch das Zerstören der Proteinverbindungen in den Erregern, das Herabsetzen deren Oberflächenspannung oder ein direktes Einwirken auf den Stoffwechsel des Erregers. In der Folge können sich die Bakterien oder Pilze nicht ausbreiten und sterben schließlich ab, ohne größeren Schaden im Körper des Betroffenen anzurichten.

Um wirklich zielgerichtet wirken zu können, müssen Antiseptika hohe Anforderungen erfüllen. So ist es erforderlich, dass sie die jeweiligen Keime schnell und zuverlässig abtöten können, ohne dabei die betroffene Person zu schädigen. Hierbei wird großer Wert auf eine gute Gewebeverträglichkeit gelegt. Auch das Risiko einer allergischen Reaktion sollte relativ gering gehalten werden. Ein großes Wirkungsspektrum ist ebenfalls von Vorteil, damit das Antiseptikum gegen verschiedene Erreger eingesetzt werden und so möglichst zuverlässig wirken kann.

Pflanzliche, natürliche & pharamzeutische Antiseptika

Unter dem Begriff Antiseptika verstehen Mediziner einen chemischen Stoff, der verwendet wird, um eine Wunde zu desinfizieren.

Antiseptika können unterschiedliche chemische Stoffe als Grundlage haben. Verschiedene Alkohole wie Ethanol oder Hexanol eignen sich sehr gut, um für die Wunddesinfektion und das Abtöten von Krankheitserregern eingesetzt zu werden.

Dazu werden sie mit Wasser verdünnt, denn das Wirkungsoptimum für Alkohole liegt bei 70 - 80 %. Sie werden in der Medizin auch häufig zur Desinfektion der Hände benutzt. Alkohole können auch mit Jod kombiniert und dann als Antiseptika eingesetzt werden. Die daraus entstehende Jodtinktur wird oft verwendet, um Körperregionen vor operativen Eingriffen zu desinfizieren. Auch die Behandlung von (kleineren) Wunden ist zuverlässig möglich.

Sogenannte halogenierte Verbindungen wie Chlorhexidin finden besondere Anwendung in der Zahnmedizin, da sie dort zwar lange bestehen können, aber nicht in die Mundschleimhäute eindringen. Triclosan zählt zu den besonders starken Bakterienhemmern und wird neben seiner Anwendung in der Zahnmedizin häufig eingesetzt, um Praxis- und Klinikräume zu desinfizieren und so das Ausbreiten von Krankheiten zu verhindern.

Zum Teil werden auch Quecksilberverbindungen wie Thiomersal als Antiseptika verwendet. Einige dieser Produkte wurden allerdings mittlerweile in Deutschland verboten, da ein hoher Quecksilbergehalt eine toxische Wirkung haben kann, wenn die Substanz in den Körper gelangt.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Risiken & Nebenwirkungen

Antiseptika sollen das Ausbreiten von Krankheitskeimen verhindern. Dabei müssen sie direkt auf die Haut aufgetragen werden, um ihre Wirkung dort entfalten zu können. Nicht selten kommt es daher zu Reaktionen an den betreffenden Körperstellen.

Alkohole sind beispielsweise dafür bekannt, bei Kontakt mit der Haut ein Brennen zu verursachen, das besonders im Falle einer offenen Wunde sehr schmerzhaft ausfallen kann. Unter Umständen können im Einzelfall allergische Reaktionen gegen einen oder mehrere im Antiseptikum enthaltene Bestandteile auftreten.

Der beißende Geruch, den viele Antiseptika verströmen, wird von zahlreichen Menschen als unangenehm empfunden. Häufige Anwendungen von antiseptischen Substanzen kann die natürliche Fettschicht der Haut schädigen.

Bücher über Infektionen & Keime

Diese Seite teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

Bekannt aus: