Angiotensin II

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 28. November 2016
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Medikamente, die auf Angiotensin II setzen, spielen eine große Rolle bei der Erhöhung des Blutdrucks und der Natriumkonzentration. Es handelt sich um häufig eingesetzte Medikamente, die aufgrund der recht seltenen Nebenwirkungen bei Patienten, welche unter einem zu niedrigen Blutdruck leiden, beliebt sind.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Angiotensin II?

Das seit 1940 bekannte Angiotensin ist für die Regulation des Blutdrucks verantwortlich, wird in der Niere produziert und durch ein Enzym aus der Lunge zu Angiotensin II umgewandelt.

Bei der Verabreichung eines Medikamentes mit diesem Wirkstoff wird die Wirkung des ursprünglichen Angiotensins erhöht, wodurch es zu einer raschen Erhöhung des Blutdrucks kommt. Diverse Studien haben belegt, dass Angiotensin II zu einem längeren Leben und einer Abschwächung der Erkrankung bei betroffenen Patienten führt.

Pharmakologische Wirkung

Angiotensin II wird mit mehreren Wirkungen in Zusammenhang gebracht, die prominenteste ist jedoch der deutliche Anstieg des Blutdrucks. Dadurch wird eine bessere Durchblutung aller Organe im Körper erreicht, als besonders „betroffenes“ Organ ist die Niere zu verzeichnen.

Angiotensin II wirkt somit nicht nur auf ein bestimmtes Organ, denn die Auswirkungen der Einnahme sind im gesamten Körper mess- und spürbar. Die Nebennierenrinde wird durch eine deutlich erhöhte Ausschüttung von Aldosteron angesprochen. Das wiederum führt zu einer vermehrten Ausscheidung von Kaliumionen in den sogenannten Nierentubuli. Die Volumenerhöhung des Blutes wird durch eine Rückresorbtion von Wasser begünstigt, was als Folge zu einem erhöhten Blutdruck führt.

Weiterhin spricht Angiotensin II auch die Nierentubuli direkt an, wodurch der Blutdruck nochmals erhöht wird. Zuletzt wird ein bestimmtes Hormon im Hypophysenhinterlappen häufiger freigesetzt, wodurch der Blutdruck letztmalig angehoben wird. Diese Wirkungen auf die verschiedenen Organe werden auch durch Angiotensin I hervorgerufen, allerdings arbeitet Angiotensin II wesentlich wirkungsvoller, wodurch eine bessere Wirkung mit derselben Menge an Medikamenten erzielt werden kann. Falls keine Nebenwirkungen auftreten, sollte Angiotensin II auf keine weiteren Organe oder Körperfunktionen einwirken.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Medikamente, die auf Angiotensin II setzen, spielen eine große Rolle bei der Erhöhung des Blutdrucks und der Natriumkonzentration.

Angiotensin II wird in Medikamentenform ausschließlich zur Behandlung eines niedrigen Blutdrucks angewendet. Eine Alternative stellen ACE-Hemmer dar, welche jedoch häufiger Nebenwirkungen hervorrufen, so dass Angiotensin II-Präparate eine wirkungsvolle Alternative für die von Nebenwirkungen betroffenen Patienten sein können.

In einer großen, an 2.640 Patienten durchgeführten Studie baten 20,8 % der Testkandidaten um einen Abbruch der Behandlung mit ACE-Hemmern aufgrund von Nebenwirkungen, während Angiotensin II-Medikamente nur in 12,2 % der Fälle zu dieser Entscheidung führten. Die Behandlung mit Angiotensin II sollte unter anderem während der Zeit der Schwangerschaft oder auch der anschließenden Stillzeit nicht angewendet werden, da möglicherweise auch das Kind in Kontakt mit dem Medikament kommen kann.

Weiterhin ist eine schwere Herzinsuffizienz vom Grad IV eine Kontraindikation, außerdem darf Angiotensin II nicht zur Behandlung angewendet werden, wenn schwere Funktionsstörungen der Niere (da dieses Organ direkt für die Wirkung von Angiotensin II verantwortlich ist) oder Leber vorliegen. Angiotensin II kann mit den erwähnten ACE-Hemmern kombiniert werden, hier liegen allerdings keine langfristigen Studien vor.

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Risiken & Nebenwirkungen

Es handelt sich bei Angiotensin II um einen Wirkstoff, der in Form von Medikamenten nur selten Nebenwirkungen hervorruft. Dazu zählen beispielsweise Schwindel oder ein Gefühl der Desorientierung, weshalb Präparate dieser Art nicht erstmals eingenommen werden dürfen, wenn danach das Bedienen von Maschinen geplant ist (wie beispielsweise eine Autofahrt).

Weiterhin können sich die Leberwerte verändern und die Kaliumwerte können sich erhöhen, was jedoch nicht unbedingt einen negativen Effekt haben muss. Angiotensin II kann außerdem zu Muskel- und anhaltenden Gelenkschmerzen und zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt führen.

Diese können sich durch Durchfall oder auch Verstopfung äußern, außerdem ist ein leichtes, anhaltendes Gefühl von Übelkeit bei einigen Patienten nachgewiesen worden. Ein sichtbarer, rötlicher Hausschlag zählt ebenfalls zu den Nebenwirkungen von Angiotensin II. Alle aufgeführten Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf.

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